Apfelgespinstmotte
Erfahren Sie, wie Sie die Apfelgespinstmotte erkennen und bekämpfen. Wirksame Spritzmittel, mechanische Maßnahmen und Vorbeugung im Obstgarten.
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Die Apfelgespinstmotte schädigt vor allem Apfelbäume

(Yponomeuta malinellus)
Die Apfelgespinstmotte (Yponomeuta malinellus) ist ein Kleinschmetterling, dessen Raupen in dichten, weißen Gespinsten leben – in einem einzigen Nest können mehrere Hundert Tiere sitzen. Im Inneren dieser Gespinste fressen sie die Blattspreiten ab und lassen nur die Blattrippen stehen.
Wie der Name schon sagt, befällt die Apfelgespinstmotte vor allem Apfelbäume. Gelegentlich geht sie aber auch an Birne, Weißdorn oder Apfelbeere (Aronia) und an andere Laubgehölze.
Am häufigsten trifft man sie in vernachlässigten Obstgärten und in Baumreihen entlang von Straßen, um die sich niemand kümmert. Grenzt Ihr Garten an eine solche Anlage oder Allee, sollten Sie besonders aufmerksam sein.
Raupen der Apfelgespinstmotte
Die Falter legen ihre Eier im Sommer ab. Die Räupchen schlüpfen noch vor dem Winter und überwintern in diesem Stadium. Im Frühjahr spinnen sie dichte Gespinste, in denen Dutzende bis Hunderte Raupen zusammensitzen. Sie fressen die Blattspreiten und verpuppen sich anschließend im Gespinst. Das Puppenstadium dauert bei dieser Art nur wenige Tage, sodass im Sommer innerhalb kurzer Zeit die kleinen weißen Falter schlüpfen. Danach beginnt der Zyklus von vorn.
Die Apfelgespinstmotte bekämpfen

Die Falter selbst zu erwischen bringt wenig – vor allem dann nicht, wenn die Bäume bereits stark befallen sind. Einen Schmetterling zu fangen ist gar nicht so einfach.
Bei schwachem Befall können Sie die Gespinste samt Raupen mechanisch entfernen. Tragen Sie dabei Handschuhe, sammeln Sie die Nester in einem Eimer und verbrennen Sie sie sofort, damit die Raupen nicht in den Baum zurückwandern. Beachten Sie außerdem, dass sich die Raupen bei Erschütterung an Spinnfäden zu Boden fallen lassen. Spannen Sie deshalb eine Plane unter den Baum, fangen Sie die Tiere auf und verbrennen Sie auch diese.
Spritzmittel gegen die Apfelgespinstmotte

Insektizide wirken gegen die Apfelgespinstmotte. Greifen Sie jedoch möglichst zu natürlichen statt zu chemischen Mitteln, um die Natur ringsum nicht zu belasten. Chemische Präparate sind aggressiv – für den Menschen beim Einatmen, für Haustiere und für die Umwelt. Manche Mittel gefährden zudem das Oberflächenwasser.
Das häufig empfohlene chemische Präparat Mospilan wirkt zwar gegen die Apfelgespinstmotte ebenso wie gegen Blattläuse, Weiße Fliegen und andere Insekten an Ihren Pflanzen, ist aber für Menschen, Vögel und Gewässer schädlich.
Der Apfelgespinstmotte vorbeugen
Kräftige, gut versorgte Bäume kommen mit schwierigen Bedingungen deutlich besser zurecht. Die Grundlage dafür ist eine ausgewogene Ernährung mit einem natürlichen organischen Dünger, der die Vitalität der Pflanzen unterstützt. Ein hervorragendes Beispiel ist DÜNGEE – ein perfekter Naturdünger aus tschechischer Herstellung.
Für seine Wirkung sorgt unter anderem Chitin, das in den Wurmhüllen enthalten ist. Chitin ist ein natürliches Biopolymer, das im Außenskelett vieler Wirbelloser, aber auch in den Zellwänden einiger Pilze vorkommt. Es ist ausgesprochen langlebig und bietet Pflanzen als Düngerbestandteil mehrere Vorteile.
Einer der wichtigsten davon ist die Unterstützung des pflanzeneigenen Immunsystems. Pflanzen erkennen Chitin als Signal und können daraufhin eine Abwehrreaktion einleiten, die als „induzierte systemische Resistenz“ (ISR) bekannt ist. Dabei aktivieren sie Abwehrgene und bilden Substanzen, mit denen sie Belastungen besser standhalten.
Darüber hinaus fördert Chitin das Wachstum nützlicher Bodenmikroorganismen, etwa chitinolytischer Bakterien. Diese bauen Chitin zu einfacheren Verbindungen ab, die den Pflanzen als Nährstoffquelle dienen.
Nicht zuletzt verbessert Chitin die Bodenstruktur, indem es die Bildung stabiler Bodenaggregate begünstigt. Das erhöht die Durchlässigkeit des Bodens für Wasser und Luft und seine Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern.
Kurz gesagt: Chitin stärkt die Abwehrkräfte der Pflanze und damit ihre Vitalität.
Wenn Sie Ihre Pflanzen rasch mit Chitin versorgen möchten, weichen Sie DÜNGEE mit den Wurmhüllen in Wasser ein, damit sich die Stoffe lösen, und gießen Sie die Pflanzen anschließend mit dieser Lösung. Über Wurzeln und Blätter gelangen die Nährstoffe so am schnellsten in die Pflanze. In der Regel genügen drei solcher Gaben pro Woche.
