🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Gerbera (Gerbera)

Ausdauernde Garten- und Zimmerpflanze mit auffälligen Blüten
  • Standort: sonnig; qualitätsvolle Erde oder Substrat
  • Höhe: bis 80 cm
  • Blütezeit: im Garten von April bis September, in der Wohnung das ganze Jahr
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung

Jeder kennt die Gerbera als wertvolle Schnittblume. Im Garten ist sie selten zu sehen, denn auch diese Schönheit ist recht anspruchsvoll. Die Gerbera gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt aus Südafrika. Züchterische Bedeutung haben Kreuzungen der Arten Gerbera jamesonii und G. viridifolia. Ihre großen Blüten weisen verschiedene Pastellfarben auf – Gelb, Orange, Rosa, Rot oder Weiß. Die Blütenköpfe sind überwiegend einfach, es wurden jedoch auch gefüllt blühende Sorten gezüchtet.
Gerbera jamesonii
Gerbera jamesonii, eine etwas empfindliche Schönheit für den Garten.

In letzter Zeit werden auch niedrige Sorten angeboten, die nicht höher als 30 cm werden. Sie eignen sich für die Kultur in Töpfen und in Balkonkästen während des Sommers. Die Gerbera ist im Freien nicht zuverlässig winterhart und muss im Herbst mit einer dicken Abdeckung geschützt werden.

Gerbera (Gerbera)

Anbau

Der Standort sollte im Sommer sonnig und warm sein. Zum Überwintern von Zimmer- und Balkongerberen eignet sich am besten ein heller und kühler Raum (unter 14 °C). Im Garten ausgepflanzte Pflanzen werden Mitte Oktober mit einer dicken Laubschicht abgedeckt und darüber wird eine Plastikfolie befestigt. Folie und Laub werden im folgenden Jahr erst spät im Frühjahr (Anfang Mai) entfernt. Bei Pflanzen in Töpfen wird eine gleichmäßige Substratfeuchtigkeit aufrechterhalten, und während der Wachstumsphase wird wöchentlich gedüngt. Im Garten ausgepflanzte Pflanzen werden nur nach länger anhaltender Trockenheit gegossen, dann jedoch mit großen Wassermengen. Gerberen im Garten werden im Frühjahr nach dem Entfernen der Abdeckung sowie im Laufe des Sommers gedüngt. Für Pflanzen, die in der Wohnung kultiviert werden, ist tägliches Besprühen erforderlich, da sie niedrige Luftfeuchtigkeit nicht vertragen. Für die Vermehrung von Gerberen aus Samen sollte man wissen, dass länger gelagertes Saatgut seine Keimfähigkeit verliert.

Botanische und praktische Hinweise

Gerbera wird nicht nur wegen ihrer Schönheit kultiviert, sondern auch als Schnittblume – sie zählt zu den bedeutendsten Schnittblumen der Welt. Sie besitzt eine ausgezeichnete Haltbarkeit in der Vase und zeichnet sich durch leuchtende Farben aus, oft mit einem kontrastierenden Zentrum. Schnittblumen sollten in flaches Wasser gestellt werden, um Stängelfäule zu vermeiden, da die Stängel empfindlich auf Staunässe reagieren.

Gerbera können von Mehltau, Grauschimmel oder Wurzelfäule befallen werden, insbesondere bei Staunässe oder unzureichender Belüftung. Für die Kultivierung im Hausbereich empfiehlt sich ein luftdurchlässiges Substrat, z. B. eine Mischung aus Torf, Perlit und Kompost.

Bei der Vermehrung durch Teilung werden einzelne Rosetten mit Wurzeln abgetrennt, am besten nach der Blüte. Die Vermehrung durch Aussaat ist aufwendiger, ermöglicht jedoch die Gewinnung einer größeren Pflanzenanzahl. Die Keimung dauert 10–15 Tage bei einer Temperatur von 20–24 °C.