Stechapfel (Datura)
Reichblühende und teils stark duftende Kübel- und Gewächshauspflanzen;
Achtung, sie sind giftig!
- Standort: im Sommer sonnig bis halbschattig
- Höhe: je nach Art bis 5 m
- Blütezeit: von Juni bis zum Frost; im Winter blüht der rosa Stechapfel (Datura rosei)
- Vermehrung: durch Stecklinge oder Samen
Fachleute sind sich nicht einig über die Einordnung der Gattung Stechapfel (Datura) im botanischen System. Während einige Botaniker, hauptsächlich amerikanische, die Einordnung der baumartigen und strauchartigen Arten des Stechapfels zur Gattung Engelstrompete (Brugmansia) befürworten, bemühen sich vor allem deutsche Botaniker um die Beibehaltung der weitgefassten Gattung Stechapfel (Datura). Unter dieser Bezeichnung haben diese schönen Nachtschattengewächse die Beliebtheit von Hobbygärtnern gewonnen, und diesen würde die Beibehaltung des bisherigen Namens besser entsprechen.
Der bekannteste und vielleicht schönste ist der duftende Stechapfel (Datura suaveolens) („Engelstrompeten„) aus Brasilien. Bis zu 30 cm lange gelbe Blüten duften stark, besonders am Abend. Unter dem Namen Datura sanguinea wird manchmal im Handel die Art rosa Stechapfel (Datura rosei) angeboten, die im Winter blüht. Seine Blüten sind 15 cm lang, schmal, orange bis rötlich und duften nicht. Datura sanguinea wird selten kultiviert. Der baumartige Stechapfel (Datura arborea) aus Peru und Chile hat 18 cm lange weiße Blüten; bei der Art Datura aurea aus den Bergregionen Kolumbiens und Ecuadors sind sie bis zu 30 cm lang.
Weißblühender Stechapfel (Datura x candida)
ist eine Kreuzung der Arten Datura aurea und Datura versicolor und hat große weiße Blüten. Die Benennung seiner verschiedenen Formen mit einfachen oder gefüllten Blüten in den Farben Gelb, Pfirsich, Rosa und Rot ist im Handel meist erfunden. Nur selten lassen sie sich einer bestimmten Art zuordnen; in der Regel handelt es sich um Hybriden, Varietäten und Sporte unbekannter Herkunft, was ihrer Schönheit jedoch keinen Abbruch tut.
Kultivierung:
Alle Stechäpfel können an einem vollsonnigen Standort kultiviert werden, blühen jedoch im Halbschatten länger. Sie beginnen je nach Überwinterungsart zu blühen, frühestens ab Juni, und blühen dann mit Unterbrechungen bis zu den ersten Frösten.
