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Aglaonema (Aglaonema)

Zimmerpflanzen mit Zierlaubblättern
  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Höhe: bis 1 m
  • Blütezeit: Frühsommer
  • Vermehrung: durch Aussaat, Stecklinge oder Teilung
Aglaonema blüht zwar (bildet Kolben mit hellem Spatha) und trägt manchmal auch Früchte, ist jedoch vor allem durch ihre Blätter dekorativ. In ihrer Erscheinung erinnert sie an Dieffenbachia, mit der sie durch die Zugehörigkeit zu den Aronstabgewächsen (Araceae) verbunden ist.
Viele Arten zeichnen sich durch große Blätter mit schöner Zeichnung aus und bilden einen kurzen Stamm. Sie gedeihen sehr gut in der Hydrokultur.
Aglaonema (Aglaonema)

Pflege

Je mehr Grün eine Art in den Blättern enthält, desto besser verträgt sie Schatten. Aglaonemen benötigen viel Wärme (stets mindestens 18 °C) und häufiges Befeuchten der Luft das ganze Jahr über. Das Gießen sollte im Sommer reichlich und im Winter etwas sparsamer erfolgen. Das Wasser sollte nicht zu hart sein und Zimmertemperatur haben. Der Blattglanz bleibt durch gelegentliches Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch erhalten. Von April bis Ende August empfiehlt sich eine Düngung alle zwei Wochen, im übrigen Zeitraum einmal im Monat. Jüngere Pflanzen werden jedes Frühjahr umgetopft, ältere erst nach drei Jahren. Am besten geeignet sind breitere Töpfe und eine leicht saure Erdmischung (zum Beispiel mit einem Anteil Nadelerde).

Bei niedriger Luftfeuchtigkeit werden Blattläuse und Spinnmilben besonders schädlich. Sie können über der Badewanne mit Wasser abgespült werden, bei stärkerem Befall helfen jedoch nur geeignete Insektizide.
Aglaonema commutatum

Von größerer gärtnerischer Bedeutung sind etwa sechs Arten, die annähernd gleiche Ansprüche an die Pflege stellen.

Bis zu einer Höhe von etwa einem halben Meter wächst Aglaonema commutatum und ihre zahlreichen Sorten mit dekorativer Blattzeichnung, zum Beispiel ‚Silver King‘, ‚Silver Queen‘, ‚Pseudobracteatum‘, ‚Treubii‘ und ‚Tricolor‘.

Die niedrige und stärker verzweigte Art Aglaonema costatum und ihre bekannteste Sorte ‚Foxii‘ sind an der hellen Mittelrippe der Blätter zu erkennen.

Besonders lange Blätter, dunkelgrün mit silbrig-grauen Flecken, hat Aglaonema crispum (syn. Aglaonema roebelinii). Sie blüht häufig und trägt Früchte.

Auch Aglaonema pictum, eine dekorative Art aus Sumatra, hat gefleckte Blätter, gedeiht jedoch nur bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit.

Interessante Kultivare der Aglaonema

Aglaonema ist dank der Züchtung in Dutzenden attraktiver Kultivare erhältlich, die sich in Blattfarbe, Wuchs und Lichtansprüchen unterscheiden.
Zu den interessantesten gehören beispielsweise:

Aglaonema ‚Red Catrina‘ – eine Sorte mit auffällig roten Blättern und grüner Umrandung, sehr dekorativ und beliebt für moderne Innenräume.
Aglaonema ‚Spring Snow‘ – ein kompakter Kultivar mit cremig weißen Blättern und feiner grüner Maserung, geeignet auch für dunklere Ecken.
Aglaonema ‚King Red‘ – ein Kultivar mit satten roten Tönen und eleganter Zeichnung, der mehr Licht benötigt, sich aber mit intensiver Färbung belohnt.

Diese Kultivare sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch ideal für die Zimmerpflanzenhaltung in Wohnungen, wo sie den Raum auch ohne direkte Sonneneinstrahlung gemütlicher gestalten.

Aglaonema und Luftqualität

Laut einer NASA-Studie gehört Aglaonema zu den Zimmerpflanzen, die die Luft auf natürliche Weise reinigen. Sie absorbiert effektiv Schadstoffe wie Formaldehyd und Benzol und trägt damit zu einer gesünderen Umgebung im Zuhause oder Büro bei. Dank der großen Blattfläche erhöht sie zudem die Luftfeuchtigkeit, was insbesondere Menschen zugutekommt, die in den Wintermonaten unter trockenem Husten oder gereizter Haut leiden.

Symbolik und Verwendung im Feng-Shui

Im traditionellen Feng-Shui gilt Aglaonema als Glücks- und Wohlstandspflanze. Ihre frisch grünen und manchmal auch roten Blätter symbolisieren Wachstum und Vitalität. Es wird empfohlen, sie im Eingangsbereich oder in Arbeitszimmern zu platzieren, wo sie positive Energie und Gleichgewicht anziehen soll. Sie eignet sich auch hervorragend für Badezimmer und Räume mit höherer Luftfeuchtigkeit.

Seltene und sammelwürdige Arten

Während gewöhnliche Aglaonemen leicht erhältlich sind, gelten einige Arten, wie beispielsweise Aglaonema pictum ‚Tricolor‘, als begehrte Raritäten unter Sammlern. Diese Pflanze besitzt ein Blattmuster, das an militärische Tarnung erinnert, und stammt aus den Regenwäldern Sumatras. Aufgrund der höheren Ansprüche an Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen wird sie eher unter den Bedingungen tropischer Gewächshäuser oder Terrarien kultiviert.

Aglaonema pictum 'Tricolor'

Traditionelle Verwendung in Asien

Einige Aglaonema-Arten, beispielsweise Aglaonema simplex, werden in Südostasien in der traditionellen Medizin eingesetzt – etwa bei Schwellungen, Fieber oder als Geburtshilfe. Ihr Saft kann jedoch bei empfindlicheren Personen reizend wirken, weshalb in unseren Gefilden ausschließlich die dekorative Verwendung empfohlen wird.

Wenn Sie mehr über die Pflege dieser beliebten Zimmerpflanze erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel Aglaonema Anbau.