Lavendelheide (Pieris)
Immergrüner Strauch, dessen junge Blätter feuerrot austreiben. Er braucht sauren Boden und einen windgeschützten Platz.
Was ist die Lavendelheide (Andromeda)

Wenn Sie eine Pflanze suchen, die Ihren Garten das ganze Jahr über belebt und ihm schöne Blüten und interessante Blätter schenkt, müssen Sie nicht weit suchen. Die Gattung Pieris bietet dafür hervorragende Möglichkeiten, ob Sie nun ausdauernde Sträucher oder blühende Gehölze bevorzugen. Der folgende Text fasst zusammen, was die Lavendelheide braucht, welche Arten und Sorten bei uns kultiviert werden und worauf Sie bei ihr achten sollten.
Die Lavendelheide, auch Schattenglöckchen oder Andromeda genannt, gehört zur Gattung Pieris und damit zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Diese Pflanzen stammen ursprünglich aus Asien und Nordamerika. Es sind meist kleine Sträucher oder Bäumchen, die durch ihre attraktiven Blätter und Blüten auffallen. Die Blätter sind oft ledrig, glänzend und haben eine interessante Färbung — das macht sie nicht nur wegen der Blüten interessant, sondern auch in der Vegetationsruhe.
Die Blüten der Lavendelheide haben eine glockenförmige Gestalt und stehen in aufrechten Trauben. Sie blühen in verschiedenen Farben, darunter Weiß, Rosa, Creme und Rot. Die meisten Arten blühen im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr, was ein großer Vorteil ist, wenn der Garten noch ruht und man sich nach Farbe sehnt.
Lavendelheide pflegen

Die Lavendelheide ist ein großartiger Strauch, der Garten und Außenbereich mit schönen Blüten und interessantem Laub beleben kann. Ihre Kultur ist nicht besonders schwierig, einige Punkte sollten Sie aber beachten, damit die Pflanzen gesund und üppig wachsen. Hier sind ein paar Tipps zur Pflege:
Standort: Die Lavendelheide bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze. Direkte Sonne kann ihre Blätter schädigen, vor allem bei trockenem Boden. Meiden Sie zu windige Lagen, in denen die Pflanzen austrocknen.
Boden: Sie braucht sauren, gut durchlässigen Boden. Ist der Boden an Ihrem Standort eher alkalisch, können Sie ihn mit Schwefel ansäuern oder Erde für Rhododendren und Azaleen verwenden.
Gießen: Regelmäßiges und ausreichendes Gießen ist wichtig, besonders während des Wachstums und der Blüte. Die Lavendelheide mag feuchten Boden, Staunässe führt jedoch zu Wurzelfäule.
Düngung: Die Pflanzen danken eine regelmäßige Düngung, vor allem im Frühjahr und im Herbst. Verwenden Sie einen Dünger für Moorbeetpflanzen beziehungsweise säureliebende Gehölze.
Schnitt: Bei Bedarf können Sie die Lavendelheide zurückschneiden, um ihre Form zu halten und sie dichter zu machen. Schneiden Sie nach der Blüte.
Winterschutz: In Gebieten mit strengen Wintern ist ein Schutz sinnvoll. Es hilft eine Mulchschicht über den Wurzeln und ein Schutz aus Reisig oder Vlies auf der Wetterseite — der Lavendelheide schadet weniger der Frost als der frostige Wind, der die immergrünen Blätter austrocknet.
Schädlinge und Krankheiten: Die Lavendelheide kann für Saugschädlinge und Pilzkrankheiten anfällig sein. Kontrollieren Sie die Pflanzen regelmäßig und greifen Sie bei den ersten Anzeichen mit einem für den Haus- und Kleingarten zugelassenen Pflanzenschutzmittel ein.
Sorten: Es gibt viele verschiedene Sorten, die sich in Größe, Form und Farbe von Blüten und Blättern unterscheiden. Wählen Sie vor dem Kauf eine Sorte, die zu Ihren Vorstellungen und zu den Bedingungen in Ihrem Garten passt.
Japanische Lavendelheide (Pieris japonica)
Die Japanische Lavendelheide, auch als Andromeda japonica bekannt, ist ein schöner und eleganter Strauch, der aus Asien stammt. Diese beliebte Art der Gattung Pieris ist bei Gartenfreunden wegen ihrer prächtigen Blüten und attraktiven Blätter geschätzt, die einen schönen Kontrast im Garten bilden.
Die Japanische Lavendelheide ist ein immergrüner Strauch, der eine Höhe von etwa 1,5 bis 3 Metern erreicht. Sie wächst langsam und ihre Zweige stehen meist aufrecht, was ihr ein elegantes, edles Erscheinungsbild verleiht. Die Blätter sind glänzend, ledrig und dunkelgrün. Einige Sorten haben Blätter mit cremefarbenen oder rosafarbenen Rändern, was ihren Zierwert noch steigert.

Die größte Attraktion der Japanischen Lavendelheide sind allerdings ihre Blüten. Sie erscheinen am Ende des Winters oder im zeitigen Frühjahr (je nach Witterung) und bilden wunderschöne glockenförmige Blüten in aufrechten Trauben. Sie sind meist weiß, rosa oder cremefarben und oft angenehm duftend. Wenn die Japanische Lavendelheide blüht, wirkt sie wie ein heller Tupfer im Garten, der Freude und Erfrischung nach dem langen Winter bringt.
Pieris ‚Forest Flame‘

Pieris ‚Forest Flame‘ ist eine der attraktivsten Sorten der Gattung Pieris. Sie ist genau genommen keine Sorte der Japanischen Lavendelheide, sondern eine Kreuzung aus Pieris japonica und Pieris formosa var. forrestii — korrekt schreibt man deshalb nur Pieris ‚Forest Flame‘. Dieser feurige Strauch ist bei Gärtnern wegen seiner bunt gefärbten Blätter und der prächtigen Blüten beliebt, die das ganze Jahr über Freude und Schönheit in den Garten bringen.
‚Forest Flame‘ ist ein kompakter, immergrüner Strauch, der eine Höhe von etwa 1,5 Metern erreicht. Sein Kennzeichen sind die Blätter, die in der Jugend leuchtend rot und orange sind. Nach und nach wechselt die Blattfarbe zu Cremeweiß bis Hellgrün. Durch dieses Farbenspiel ist ‚Forest Flame‘ außergewöhnlich dekorativ und kommt zu jeder Jahreszeit zur Geltung.
Die Blüten von ‚Forest Flame‘ ähneln denen der anderen Sorten der Gattung Pieris. Sie sind glockenförmig, stehen in aufrechten Trauben und öffnen sich am Ende des Winters oder im zeitigen Frühjahr. Die Blüten sind reinweiß, was einen schönen Kontrast zum bunten Laub bildet.
Die Lavendelheide ist giftig
🚨 Alle Teile der Lavendelheide sind giftig — Blätter, Blüten und Nektar. Sie enthalten Grayanotoxine, dieselbe Stoffgruppe wie Rhododendren und Azaleen, mit denen die Lavendelheide nah verwandt ist. Nach dem Verschlucken lösen sie Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen und einen Blutdruckabfall aus.
Am stärksten gefährdet sind Tiere, die Gehölze verbeißen — Schafe, Ziegen und Pferde. Bei Kindern genügen wenige Blätter, damit Beschwerden auftreten. Pflanzen Sie die Lavendelheide deshalb nicht auf Grundstücke mit kleinen Kindern oder weidenden Tieren, und legen Sie den Schnittabfall nicht dort ab, wo Vieh herankommt.
Bei Verschlucken wählen Sie den Giftnotruf Ihres Bundeslandes — die Giftinformationszentren erreichen Sie über die Ortsvorwahl und 19240, in Berlin etwa 030 19240.
Sträucher und Bäume düngen
- Sie können DÜNGEE rund um den Stamm in der Breite der Krone ausstreuen. Streuen Sie so, dass keine dicke Schicht entsteht, sondern nur ein feiner Belag.
- Für Bäume und Sträucher mit Laub eignet sich eine Spritzung hervorragend. Rühren Sie einen Teelöffel DÜNGEE in 1 l Wasser ein und seihen Sie die Lösung ab.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Lavendelheide giftig?
Ja, alle Teile enthalten Grayanotoxine — genau wie Rhododendren und Azaleen. Nach dem Verschlucken verursachen sie Erbrechen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen. Gefährdet sind vor allem Kinder und weidende Tiere.
Warum bekommt die Lavendelheide gelbe Blätter?
Meist deshalb, weil der Boden zu kalkhaltig ist oder mit hartem Wasser gegossen wird. Die Lavendelheide braucht ein saures Substrat mit einem pH-Wert von 4,5 bis 5,5; in kalkhaltiger Erde kann sie kein Eisen aufnehmen und die Blätter hellen zwischen den Adern auf. Es hilft ein Torfsubstrat für Rhododendren und das Gießen mit Regenwasser.
Wann blüht die Lavendelheide?
Am Ende des Winters bis ins zeitige Frühjahr, meist im März und April. Die Blütenknospen legt sie schon im Herbst an, sie sind also den ganzen Winter über zu sehen.
Wann schneidet man die Lavendelheide?
Erst nach der Blüte. Die Blütenknospen werden im Lauf des Sommers angelegt, ein später Schnitt kostet also die Blüte des nächsten Jahres. Meist genügt es, verblühte Blütenstände und zu weit herausragende Triebe abzuschneiden.
Wohin pflanzt man die Lavendelheide?
In den Halbschatten oder Schatten, windgeschützt. Direkte Mittagssonne bei trockenem Boden verbrennt die Blätter, frostiger Wind trocknet sie im Winter aus. Ideal ist ein Platz unter älteren Gehölzen gemeinsam mit Rhododendren und Azaleen.
Ist die Lavendelheide winterhart?
Ja, aber mit Schutz. Am meisten setzt ihr die Kombination aus Frost und Sonne oder Wind auf den immergrünen Blättern zu. Es hilft eine Mulchschicht über den Wurzeln und ein Reisigschutz auf der Wetterseite.
Womit düngt man die Lavendelheide?
Mit einem Dünger für Moorbeetpflanzen, im Frühjahr nach der Blüte. Der organische Dünger DÜNGEE hat einen neutralen pH-Wert und gibt die Nährstoffe nach und nach ab, er schadet der Pflanze also nicht durch eine Stoßgabe — die Dosierung finden Sie in der Dosierungstabelle. Den Boden sollten Sie aber sauer halten, dafür brauchen Sie Torfsubstrat oder Schwefel.
