Monstera (Monstera spp.)
Dekorativ, große Blattschmuckpflanze
- Standort: hell bis halbschattig, kein praller Sonnenschein
- Höhe: als Kletterpflanze benötigt sie eine stabile Stütze; in botanischen Gewächshäusern bis 10 m und mehr
- Blütezeit: unterschiedlich; Blüten nur bei älteren Pflanzen
- Vermehrung: in der Regel durch Stängelstecklinge
Die Heimat der Monstera aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) ist das tropische Mittel- und Südamerika. Es sind etwa 50 Arten bekannt. In ihrer Heimat klettern diese Lianen mit riesigen, tief eingeschnittenen Blättern an langen Blattstielen hoch in die Urwaldbäume und bilden mit ihren Trieben und Luftwurzeln ein dichtes, verfilztes Geflecht.
Bei ausreichend Licht, Wasser und Nährstoffen wird die Monstera nach einigen Jahren selbst für ein Zimmer zu groß, ist jedoch ideal für große Treppenhäuser oder zweistöckige Räume, wo sie auch im Hintergrund weit von den Fenstern entfernt gedeiht – vorausgesetzt, sie hat eine ausreichend hohe und stabile Stütze.
Wo der Platz für eine zu groß gewordene Pflanze knapp wird, kann man die Spitze der Pflanze zusammen mit einigen Luftwurzeln rechtzeitig abschneiden und in einen Blumentopf einpflanzen. Ebenso kann man mit den Seitentrieben verfahren, die in durchlässiger Erde problemlos Wurzeln schlagen.
Die im Sortiment der Zimmerpflanzen angebotenen Monsteren sind besonders tolerant, was Licht und Temperaturen betrifft, und gehören daher zu den beliebtesten und am leichtesten zu kultivierenden Zierblattpflanzen. Dennoch müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein, um optimales Wachstum und tief eingeschnittene, gefensterte Blätter zu erzielen.
Ideal sind Temperaturen um 20 °C (auch im Winter), ein heller bis halbsonniger Standort, gleichmäßige Feuchtigkeit des Wurzelballens und Nährstoffgaben alle zwei Wochen, im Winterhalbjahr seltener. Je nach Größe und Wüchsigkeit wird die Pflanze jährlich oder in längeren Abständen umgepflanzt.
Diese Angaben gelten für Monstera deliciosa und ihre etwas kleinere Sorte ‚Borsigiana‘. Hier können wir bei älteren Exemplaren auch mit Blüten rechnen. Die zylindrischen Kolben, typisch für Aronstabgewächse, sind von einem etwa 20 cm langen weißen Spatha umgeben. Das Fruchtfleisch der violetten Beeren, die an den Fruchtständen erscheinen, ist zwar wohlschmeckend, verursacht jedoch brennende Schleimhautreizungen. Für die Zubereitung von Bowle lassen sich die Früchte mit ihrem ananaasähnlichen Aroma jedoch verwenden.
Etwas anspruchsvoller und daher seltener kultiviert ist die weiß bunte Sorte ‚Variegata‘. Einige weitere, selten angebotene Monsteraarten lassen sich besser in einem beheizten Gewächshaus oder, sofern die Größe der Pflanzen es erlaubt, in einem geschlossenen Tropenfenster kultivieren.
Zu diesen Arten gehören:
Monstera acuminata
aus Guatemala mit länglich ovalen Blättern, die erst im Alter tief eingeschnitten sind
Monstera obliqua
bei der die Blätter durchlöchert sind
Monstera adansonii (syn. Monstera pertusa)
die ebenfalls erst im Alter Blätter mit Fenstern hat
