Klivie, Riemenblatt (Clivia miniata)
Damit sie blüht, braucht sie im Winter eine kühle und trockene Ruhephase — sonst treibt sie nur Blätter.
Zimmerpflanze mit wunderschönen Blüten
Standort: hell, aber vor praller Sonne geschützt
Höhe: bis 60 cm
Blütezeit: Februar–März
Vermehrung: durch Aussaat oder seitliche Jungpflanzen (Kindel)
Die Klivie aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) gehört zu den traditionellen Zimmerpflanzen. An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war sie sehr beliebt, verlor jedoch anschließend ihren bedeutenden Stellenwert. Dazu trugen Probleme bei, in Wohnungen die passenden Umgebungsbedingungen aufrechtzuerhalten. Bei der Klivie muss die Ruhephase eingehalten werden, sonst blüht die Pflanze nicht.
Bei uns gehört sie zu den klassischen Zimmerpflanzen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Die Klivie bildet einen niedrigen „Stamm“ aus fleischigen Blattbasen, aus dem in zwei Reihen lange riemenförmige Blätter wachsen — daher der deutsche Name Riemenblatt. Im Spätwinter wächst ein langer, aufrechter Blütenstängel heran, der eine Dolde aus 12–20 orangeroten, trichterförmigen Blüten trägt. Damit die Blüten hoch genug über den Blättern stehen, darf bei der ruhenden Pflanze nicht zu früh mit dem Gießen begonnen werden.


In Südafrika sind zwei Klivien-Arten heimisch, von denen hauptsächlich Clivia miniata kultiviert wird. Aus der Grundart mit grünen Blättern und orangeroten Blüten gingen die Sorte ‚Citrina‘ mit gelblich-weißen Blüten sowie die beiden buntlaubigen Sorten ‚Burvenich‘ und ‚Striata‘ hervor. Nur selten wird die kleinere Art Clivia nobilis kultiviert, die von August bis November blüht.
Pflege und Kultivierung

Der beste Standort für die Klivie ist ein Ost- oder Westfenster. Der Topf darf nicht gedreht werden, sonst blüht die Pflanze nicht (hilfreich ist eine Markierung am Topf auf der dem Fenster zugewandten Seite). Von September bis Januar muss die Pflanze kühl bei 10–12 °C stehen.
Im Sommer wird reichlich gegossen, im Untersetzer darf jedoch kein Wasser stehen bleiben. Während der Ruhephase gießt man nur so viel, dass die Blätter nicht welken. Die Wassergaben werden erhöht, sobald der Blütenstängel mehr als 10 cm hoch gewachsen ist. Gleichzeitig stellt man die Pflanze an einen wärmeren Platz und beginnt, alle zwei Wochen zu düngen. Mitte September wird das Düngen eingestellt. Der verwelkte Blütenstängel wird entfernt. Umgetopft wird alle 3–4 Jahre in frisches Substrat, jeweils nach der Blüte.
Die Klivie bildet seitliche Jungpflanzen. Sobald diese mindestens 4 Blätter haben, lassen sie sich abtrennen und zur Vermehrung verwenden.
