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Riesenmammutbaum

Ein mächtiger immergrüner Nadelbaum.

  • Standort: nur für große Gärten und Parks geeignet.
  • Höhe: 50–80 m.
  • Blütezeit: April–Mai; Blüten unscheinbar.
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Stecklinge.

Sequoiadendron giganteum ist ebenso wie Sequoia sempervirens die einzige Art einer monotypischen Gattung und gehört zur Familie der Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae). Auch er ist an der Westküste Nordamerikas beheimatet, an den Westhängen der Sierra Nevada in Kalifornien, in Höhenlagen meist zwischen 1500 und 2300 m. Dort wächst er in isolierten Tälern und Schluchten auf feuchten, tiefen, nährstoffreichen basischen bis schwach sauren Böden.

Während die Küstenmammutbaum die höchste Nadelbaum-Art ist, gilt der Riesenmammutbaum als die mächtigste. Das größte gemessene Exemplar, „General Sherman“, hatte im Jahr 1975 eine Höhe von 83,82 m, eine Kronenbreite von 32,60 m und einen Stammdurchmesser von 10 m an der Basis. Das Stammvolumen dieses Baumes wurde auf 1500 Kubikmeter berechnet, womit er der mächtigste lebende Organismus der Welt ist. Sein Alter wird auf 2500 bis 3000 Jahre geschätzt. Der älteste gefällte und genau untersuchte Baum war 3200 Jahre alt. Damit gehört S. giganteum auch zu den ältesten Organismen der Erde und wurde nur von der Kiefer Pinus longaeva, ebenfalls aus Kalifornien stammend, übertroffen.

Während Sequoia sempervirens in großem Umfang forstwirtschaftlich genutzt wird, sind die kleinen Bestände von S. giganteum heute sehr streng geschützt. Die Gesamtfläche der Haine „Groves“ beträgt heute nur etwa 7000 Hektar.

Sequoiadendron giganteum, Riesenmammutbaum
Sequoia sempervirens
Sequoia sempervirens

Sequoiadendron giganteum bildet eine gleichmäßig kegelförmige, im Alter aufgelockerte Krone. Der schlanke, 5–8 m starke Stamm ist mit einer 30–60 cm dicken, schwammigen, dunkel rotbraunen Borke bedeckt. Diese schützt den Baum vor Feuer, das in den höheren Lagen der Sierra Nevada häufig durch trockene Sommergewitter verursacht wird. Die dicke, feuerresistente Rinde sowie der hohe Gehalt an ätherischen Ölen, Harz und Gerbstoffen im Holz bieten kaum Gelegenheit zur Entwicklung holzzerstörender Pilze und tragen so zur erwarteten Langlebigkeit der Bäume bei.

Der Baum trägt im Alter mächtige, fast waagerecht abstehende Äste. Seine Nadeln sind pfriemenförmig bis lanzettlich und 4–6 mm, an langen Trieben bis zu 12 mm lang. An einhäusigen Pflanzen wachsen die bereits im Herbst angelegten Blüten an den Zweigspitzen. Aus den unscheinbaren weiblichen Blütenständen entwickeln sich eiförmige, 4–6 cm lange Zapfen, die im 2. Jahr reifen.

Dank der entsprechenden Herkunft der Samen, die wirklich frosthartes Nachwuchs hervorbringen, kann der Riesenmammutbaum heute fast überall in Mitteleuropa erfolgreich kultiviert werden. Er ist deutlich frostresistenter als Sequoia sempervirens.