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Osterfeiertage: Bräuche, Symbole und Termine

Die Namen der Ostertage, ihre Bedeutung und alte Bräuche

Osterfeiertage – wann sie sind und was sie bedeuten

Die Osterfeiertage – jedes Jahr aufs Neue und doch jedes Jahr an einem anderen Datum, und immer bringen sie Hoffnung. Hoffnung auf neues Leben, wenn nach dem Winter die ganze Natur erwacht.

Was sind sie, was bringen sie uns, und welche Bräuche gehören dazu?

Osterfeiertage – kunstvoll verzierte und bemalte Ostereier

Die Osterfeiertage sind typisch für verzierte und kunstvoll bemalte Ostereier

Das Osterfest

Symbole von Ostern – Weidenkätzchen, bemalte Eier und Schlüsselblumen

Symbole von Ostern: Weidenkätzchen, bemalte Eier und die frühlingshaften Schlüsselblumen

Das Osterfest erinnert an Ereignisse vor rund 2000 Jahren. Christen feiern dabei das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Da dieses Fest im Frühling liegt, scheint auch die erwachende Natur Hoffnung zu verkünden. In vorchristlicher Zeit wurde in dieser Zeit nach dem Ende des Winters der Frühling begrüßt.

Die Osterfeiertage oder Ostern beziehungsweise Pascha (vom hebräischen pessach und dem griechischen pascha) ist die Bezeichnung des wichtigsten christlichen Festes. Es fällt in den März oder April. Der Termin ändert sich jedes Jahr, denn der Ostersonntag fällt auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond.

Pascha bezeichnet aber nicht nur das christliche Osterfest. Es ist auch der Name eines Osterkuchens, der vor allem in der Ostslowakei zu Ostern gebacken wird. Und es steht zugleich für das jüdische Pessachfest, das an die Befreiung der Juden aus der ägyptischen Sklaverei erinnert. Im Christentum wird das jüdische Pessach als Vorbild der Befreiung aus der Knechtschaft der Sünde durch den Kreuzestod Jesu und seine Auferstehung verstanden.

Ostertraditionen und Osterbräuche

Das Osterfest und die Ostertraditionen hängen eng zusammen. Das religiöse Leben unserer Vorfahren war Teil ihres Alltags. Ebenso die Bräuche, die ihnen ihre Vorfahren hinterlassen hatten und die sie bewahrten. So haben sie uns das, wovon sie lebten, in reichen Bräuchen und Traditionen hinterlassen, an die wir uns bis heute erinnern.

Ostertraditionen – bemalte Ostereier als Lohn für die Osterrute

Ostertraditionen sind eng mit bemalten Ostereiern verbunden, die die Burschen am Ostermontag bekommen.

Vorbereitung auf Ostern

Ostertradition – das Austragen der Morena am Todsonntag vor Ostern
Das Austragen der Morena am Todsonntag

Quelle: slovakia.travel

Dem Osterfest geht die Vorbereitung in der 40-tägigen Fastenzeit voraus. Früher wurde diese Tradition streng eingehalten. Fleisch und Fleischwaren, Speck – mancherorts auch Eier und Milch – ersetzte man durch Gerichte aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Getreide, Mehl, Obst, Kraut und Ähnlichem.

Häufig kochte man verschiedene Breie, Sauersuppen, Soßen und Gemüseeintöpfe, und in den Speisen traten Hülsenfrüchte an die Stelle des Fleisches. Während der Fastenzeit waren die Kreuze meist mit violettem Tuch verhüllt – Violett ist die Farbe der Buße.

Am Todsonntag – zwei Wochen vor Ostern – wurde in manchen Regionen der Slowakei unter Gesang die Morena ausgetragen. Dieser Brauch stammt aus vorchristlicher Zeit.

Die Strohpuppe der Morena, in Frauenkleider gehüllt, stand für den Winter und wurde an den Dorfrand getragen. Ihre Vernichtung – durch Ertränken oder Verbrennen – sollte dem Frühling und den warmen Sonnenstrahlen die Tür öffnen.

Eine Woche vor dem Ostersonntag wurde und wird der Palmsonntag gefeiert. Mit ihm beginnt die Karwoche, die auch Passionswoche genannt wird. Der Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu Christi in Jerusalem, wo ihn die Menge empfing und ihm mit Palmzweigen zuwinkte. In unseren Kirchen werden statt der Palmzweige die aufgeblühten Zweige der „Palmkätzchen“ von der Salweide (Salix caprea) geweiht. Sie gehören zweifellos zur Symbolik der Osterfeiertage.

Palmkätzchen zu Ostern – die Salweide

Aufgeblühte „Palmkätzchen“, also junge Zweige der Salweide (Salix caprea), können Sie bei einem Spaziergang in der Natur selbst sammeln. Zu finden sind sie ab Anfang März, bei mildem Winter schon Ende Februar.

Zu Hause stellen Sie die Zweige in den ersten Tagen in eine Vase mit Wasser. Damit sie nicht zu früh verblühen, gießen Sie das Wasser danach aus und lassen sie trocken stehen. So halten sie sehr lange.

Hänge-Salweide (Salix caprea pendula), Sorte Kilmarnock Willow

Hänge-Salweide (Salix caprea pendula), Sorte Kilmarnock Willow

Quelle: www.jparkers.co.uk

Wenn Sie diesen Schmuck im eigenen Garten haben möchten: Der Anbau ist unkompliziert. Heute können Sie je nach Wunsch zwischen hohen und niedrigen Sorten wählen. Es gibt auch zart rosa blühende Sorten. Im Frühjahr sind sie eine hübsche Zierde im Garten.

Salweiden mögen sonnige bis halbschattige Plätze mit feuchtem Boden. Vor dem Pflanzen ist es wichtig, den richtigen Standort zu wählen.

Weiden haben generell sehr starke Wurzeln. Bei hochstämmigen Sorten sollten Sie deshalb darauf achten, dass die Wurzeln im Alter keine Schäden an Wasserschächten, Brunnen oder Wasserleitungen verursachen.

Weiden sind anspruchslos, danken eine gute Nährstoffversorgung aber sichtbar. Wir empfehlen Ihnen unseren DÜNGEE. Mehr zu Anwendung und Dosierung erfahren Sie hier: Dosierung. Wie Sie den passenden Universaldünger für Ziergehölze und Frühjahrsblüher auswählen, behandeln wir in einem eigenen Artikel.

Die Karwoche und die Namen der Ostertage

Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche, auch Heilige Woche oder Passionswoche genannt. Der Name Passionswoche leitet sich von den Passionen ab, also jenen Teilen der Heiligen Schrift, die vom Leiden und Sterben Jesu Christi berichten. In den Gottesdiensten der Karwoche wurden sie meist gesungen. Die eigentliche Feier der Karwoche beginnt am Gründonnerstag.

Osterwoche – ein mit Wachs verziertes Osterei, Schneeglöckchen in der Vase und eine Hasendekoration

Rotes Osterei, mit weißem und schwarzem Wachs verziert, Schneeglöckchen in der Vase und eine Hasendekoration

Gründonnerstag

Gründonnerstag – Spinatsuppe als traditionelle grüne Speise
Spinatsuppe, gekocht am Gründonnerstag

Der Donnerstag, den wir als grün bezeichnen, wird bis heute zur Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu Christi mit seinen Jüngern begangen. An diesem Tag wurden die Glocken „gebunden“, damit man ihr Läuten bis zur Osternacht nicht mehr hörte.

In den alten Bräuchen war der Gründonnerstag wirklich grün. An diesem Tag kamen grüne Speisen auf den Tisch. Zubereitet wurden sie aus Spinat, Brennnessel, Sauerklee und Ähnlichem. Die Bauern trieben am Gründonnerstag das Vieh auf die Weide und zeichneten mit Knoblauch Kreuze an die Stalltüren. Sie sollten das Vieh vor bösen Geistern bewahren.

Vor Sonnenaufgang wuschen sich die Menschen mit kaltem Wasser, um gesund zu bleiben. Die Mädchen kämmten ihr Haar unter Weiden, damit es lang wuchs. Burschen zogen mit der Ratsche durchs Dorf, es wurde großer Hausputz gehalten und die Bettwäsche gewechselt. Zum Abendessen kochte man dicke Gemüsesuppen, denn am folgenden Tag galt strenges Fasten.

Karfreitag

Der folgende Tag war der Karfreitag der Tag des Leidens und Sterbens Jesu Christi, des Lammes Gottes. Der Karfreitag ist ein Tag der Buße für die ganze Kirche. Es gilt ein sehr strenges Fastengebot: Erlaubt sind nur fleischlose Speisen – einmal täglich sättigend und zweimal in kleiner Menge. Gegessen wurden meist sauer eingelegte Fische, Breie, Milchsuppen, Nudeln mit Mohn und Ähnliches. Manche fasteten nur bei Brot und Wasser. In die Kirche ging man in dunkler Kleidung wie zu einer Beerdigung. Während der Liturgie wurde das Kreuz enthüllt.

Karfreitag – Erinnerung an das Leiden und Sterben Jesu Christi

Osterfeiertage – der Karfreitag erinnert an das Leiden und Sterben Jesu Christi

Karsamstag

Karsamstag – der Osterkorb mit Speisen, bereit zur Speisenweihe

Der Karsamstag ist typisch für das Richten der Osterkörbe mit Speisen zur Weihe

Der folgende Tag heißt Karsamstag. Das Fasten ging weiter, aber nicht mehr so streng. Vorbereitet wurden die traditionellen Osterspeisen für die gesamten Osterfeiertage. Man kochte geräucherten Schinken, hartgekochte Eier und Würste; dazu wurden Meerrettich, Rote Bete, Räucherfleisch, Käse, der traditionelle weiße Osterkuchen Pascha sowie verschiedene süße Kuchen und Desserts gerichtet.

In der Ostslowakei kocht man aus Milch und Eiern bis heute die sogenannte Hrudka – regional auch Syrek oder Sirec genannt.

Alles, was am Karsamstag gekocht und gebacken wurde, bringt man zur Speisenweihe in die Kirche, denn danach endet die 40-tägige Fastenzeit. In der Nacht wird die Osternacht gefeiert – also der Vorabend der Auferstehung Jesu Christi. Sie wird festlich begangen, und in ihr werden die Glocken „gelöst“, die dann ausgiebig läuten.

Ostersonntag

Der Ostersonntag, dessen Feier bereits in der Osternacht beginnt, ist ein Tag der Freude, des Feierns und der Fülle. Er ist der wichtigste Tag der Osterfeiertage, die Feier des Sieges des Lebens über den Tod und der Hoffnung auf ewiges Leben, die aus der Auferstehung Christi erwächst.

Nach der langen Zeit des Verzichts folgt die Zeit des Festmahls. Nach der Rückkehr aus der Kirche wurde festlich getafelt. Von den geweihten Speisen durfte nichts weggeworfen werden; blieb etwas übrig, verbrannte man es im Feuer.

Die Häuser wurden mit Hasen, Küken und Lämmern, mit Weidenkätzchen, blühendem Goldregen und Frühlingsblumen geschmückt. Der ganze Schmuck war vom Kommen des Frühlings durchdrungen.

Ostersonntag – die Auferstehung Jesu Christi, das größte christliche Fest

Der Ostersonntag der Auferstehung Jesu Christi ist das größte christliche Fest

Ostermontag

Ostermontag in der Darbietung einer Volkstanzgruppe, die die alten Osterbräuche pflegt.

Der Ostermontag heißt in der Slowakei mancherorts auch Begießmontag. Er war der Tag des Begießens, des Schmeckosterns und des großen Vergnügens. Die Burschen übergossen die Mädchen mit Eimern voll Wasser oder tauchten sie gleich im Bach unter. Man glaubte, Wasser sei ein Symbol für Gesundheit, Schönheit und Jugend.

Danach folgte das Schmeckostern mit Reimen und Sprüchen, für das die Burschen Weidenruten geflochten hatten.

Man glaubte, die Mädchen würden danach kräftig für Arbeit und Tanz sein, gesund bleiben und Überfluss haben.

Als Lohn für die Osterrute bekamen die Burschen bunte Bänder sowie verzierte und bemalte Ostereier. Dazu gab es eine süße oder finanzielle Belohnung, und die Gastgeber bewirteten sie nicht nur mit den vorbereiteten Speisen, sondern auch mit Schnaps.

Am Abend fanden die Osterbälle statt, bei denen niemand fehlen durfte.

Das Osterlamm

Ein typisches Ostersymbol ist das Osterlamm. Es wurde im Voraus aus süßem Teig gebacken.

Das Osterlamm ist ein Symbol des auferstandenen Jesus Christus. Das Lamm war ein Opfertier. Jesus Christus opferte sich selbst Gott für das Heil der Menschen und überwand den Tod. Als Lamm, das sich opferte, trägt er deshalb den Titel Siegeslamm.

Das rote Band am Hals des Osterlamms stand für die Selbsthingabe Jesu Christi und die weiße Fahne mit dem Kreuz für seinen Sieg über den Tod.

Osterlamm aus süßem Teig als Symbol von Ostern
Das Osterlamm ist ein Symbol des auferstandenen Jesus Christus

Quelle: tortyodmamy.sme.sk

Ostereier bemalen und verzieren

Am Ostersonntag bemalten und verzierten die Mädchen die Eier. Zum Färben verwendete man Zwiebelschalen, Baumrinde, Safran, Gewürze oder Rote Bete. Vor dem Kochen band man verschiedene Blüten auf die Eier, damit sie sich auf der Schale abzeichneten. Verwendet wurden unterschiedliche Techniken wie Batik, Wachstechnik, Ätzen mit Essig oder Sauerkrautlake, Kratztechnik, Umwickeln mit Draht sowie Bekleben mit Stroh oder bunten Baumwollgarnen. Jedes Mädchen bemühte sich, das schönste Ei für ihren Liebsten zu gestalten. In Deutschland kennt man die Wachs- und die Kratztechnik vor allem von den sorbischen Ostereiern aus der Lausitz.

Bunte Ostereier in einem Nest aus Heu auf einer Wiese
Bunte Ostereier in einem Nest aus Heu auf einer Wiese
Schwarze Ostereier, verziert mit bunten Blumenmotiven
Schwarze Ostereier, traditionell mit bunten Blumenmotiven verziert
Ostereier, geschmückt als Braut und Bräutigam
Ostereier, geschmückt als Braut und Bräutigam
Ostereier, verziert in Serviettentechnik
Ostereier, verziert in Serviettentechnik
Ostereier in den traditionellen Farben Rot und Schwarz, auf Stroh gebettet

Ostereier in den traditionellen Farben Rot und Schwarz, auf Stroh gebettet

Osterrute mit traditionell verzierten Ostereiern
Osterrute mit traditionell verzierten Ostereiern
Mit Baumwollgarn verziertes Osterei und ein gehäkelter Osterhase
Mit Baumwollgarn verziertes Osterei und ein gehäkelter Osterhase
Ostereier, verziert mit Draht und Perlen
Ostereier, verziert mit Draht und Perlen
Traditionell verzierte Ostereier in Loch- und Maltechnik
Traditionell verzierte Ostereier in Loch- und Maltechnik
Ostereier, verziert mit bunten Baumwollgarnen
Ostereier, verziert mit bunten Baumwollgarnen
Ostereier, aufgehängt an frühlingshaften Zweigen
Ostereier, aufgehängt an Zweigen
Bunte Ostereier, verziert mit farbigem Wachs
Bunte Ostereier, verziert mit farbigem Wachs
Traditionell verzierte Ostereier in Weidenkörbchen
Traditionell verzierte Ostereier in Körbchen
Geöffnetes Osterei mit Stroh, Häschen und Blüten
Geöffnetes Osterei mit Stroh, Häschen und Blüten
Bunte Ostereier verschiedener Größen, in unterschiedlichen Techniken verziert

Bunte Ostereier verschiedener Größen, in unterschiedlichen Techniken verziert

Die Osterrute

Osterrute, aus zwölf Weidenruten geflochten, mit Ostersüßigkeiten
Aus 12 Weidenruten geflochtene Osterrute mit Ostersüßigkeiten

Bildquelle: wikimedia.org, Autor: Josef Plch

Während die Mädchen die Ostereier vorbereiteten, flochten die Burschen ihre Osterrute. Aus frisch geschnittenen Weidenruten flochten sie die Ruten und stimmten die Taktik für das Begießen und Schmeckostern am Montag ab. Sie versuchten, die schönsten und kunstvollsten Ruten zu flechten, manche sogar aus 12 Ruten.

Drei Osterruten, wie sie am Ostermontag verwendet werden

Ostertraditionen – drei Osterruten, wie sie am Ostermontag verwendet werden

Autor: Jiří Zelenka

Quelle: wikimedia.org

Osterrute mit Bändern von den Mädchen
Osterrute mit Bändern von den Mädchen

Autor: Chmee2

Quelle: wikimedia.org

Verkauf von Osterruten in verschiedenen Größen und Flechtarten
Verkauf von Osterruten in verschiedenen Größen und Flechtarten

Autor: Walachisches Freilichtmuseum

Quelle: wikimedia.org

Biegsame, in Ziertechnik geflochtene Osterrute
Biegsame Osterrute in der Hand, in Ziertechnik geflochten

Quelle: mojdom.zoznam.sk

Eine Osterrute selbst flechten

Zwei Arten, eine Osterrute aus Weidenruten zu flechten.

Die Osterrute – tschechisch pomlázka, slowakisch korbáč – gehört eindeutig zu den Osterbräuchen in Tschechien und der Slowakei. Wenn Sie Lust haben, können Sie versuchen, eine eigene einfache Osterrute zu flechten. Im Video sehen Sie zwei verschiedene Arten, sodass Sie die Wahl haben.

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern

Frohe und gesegnete Ostern – Frühlingsdekoration mit Hase und Ostereiern

Mögen die diesjährigen Ostern für Sie ein Fest der Hoffnung, des Frühjahrsputzes im Garten und der gemeinsam verbrachten Tage sein.

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