Bambus (Bambusa glaucescens)
Pflege im Kübel und im Garten, winterharte Arten und wie schnell er wächst

Immergrüne Zimmer- oder Kübelpflanze
- Standort: sonnig
- Höhe: 30 cm bis mehrere Meter, je nach Kultur
- Vermehrung: durch Teilung
Vom Bambus (Bambusa glaucescens) aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) leiten sich mehrere Sorten ab. Er bildet dichte Pflanzen mit 3–15 cm langen Blättern, die weit auseinander oder dicht nebeneinander stehen. In einem großen Gefäß erreicht er beachtliche Ausmaße, in einem kleineren Topf bleibt sein Wuchs dagegen deutlich bescheidener.
Bambus-Arten
Bambusa glaucescens ‘Golden Goddess’

Sie hat mattgelbe Halme und 15 cm lange Blätter. Die Halme von B. glaucescens ‘Alphons Karr’ sind anfangs rosa und gehen später in ein gelbliches Orange über.
Bambusa glaucescens var. rivierorum ‘Fernleaf’

Sie zeichnet sich durch sehr fein gegliedertes Laub aus. Bambus verträgt keinen Frost unter –12 °C und muss deshalb in einem hellen, frostfreien Raum überwintern.
Bambus im Kübel pflanzen
Der Bambus Bambusa glaucescens wird meist als Kübelpflanze gehalten, sowohl im Innenraum als auch saisonal draußen auf Terrassen oder Balkonen. Im Gefäß muss man mit einem begrenzten Wachstum rechnen — das bekommt der Pflanze aber gut, solange sie genug Licht und regelmäßige Wassergaben erhält.
Das Substrat sollte durchlässig und nährstoffreich sein und die Feuchtigkeit gleichmäßig halten können. Staunässe vertragen Bambusse dagegen schlecht, besonders in der kühleren Jahreszeit. Während der Vegetationszeit empfiehlt sich regelmäßiges Düngen, am besten mit Düngern für Ziergräser oder Bambus.
Sommerquartier und Überwinterung

In den Sommermonaten kann der Bambus bedenkenlos nach draußen an einen sonnigen bis leicht schattierten, windgeschützten Platz umziehen. Wichtig ist eine schrittweise Abhärtung, vor allem wenn die Pflanze im Frühjahr aus dem Innenraum ins Freie kommt.
Vor den ersten Frösten werden die Gefäße in einen hellen, frostfreien Raum gebracht, ideal sind Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Im Winter wird deutlich weniger gegossen, das Substrat sollte nur leicht feucht bleiben.
Verwendung von Bambus
Bambus wird vor allem für sein dekoratives Aussehen und seinen exotischen Charakter geschätzt. Er eignet sich als Solitär in größeren Gefäßen, für Wintergärten, Eingangsbereiche oder als grüner Sichtschutz auf der Terrasse. Das feine Laub mancher Sorten wirkt auch in modernen Innenräumen sehr elegant.
Häufige Fragen zu Bambus
Wie schnell wächst Bambus?
Bambus gehört zu den am schnellsten wachsenden Pflanzen überhaupt. Gartenarten treiben im Frühjahr neue Halme, die innerhalb weniger Wochen ihre endgültige Höhe erreichen; der Horst wird dann von Jahr zu Jahr breiter. Bambus im Kübel wächst langsamer, weil ihn das Gefäßvolumen begrenzt.
Welcher Bambus ist winterhart?
Am zuverlässigsten übersteht der Bambus der Gattung Fargesia den Winter im Freien: Er verträgt Fröste um −20 °C und bildet keine aggressiven Wurzelausläufer. Bambusa glaucescens verträgt nur Fröste bis −12 °C und wird bei uns deshalb im Kübel kultiviert und in einem hellen, frostfreien Raum überwintert.
Eignet sich Bambus als Sichtschutz und Hecke?
Ja, für Hecken und Sichtschutz wird meist die winterharte Fargesia gepflanzt, die dicht wächst und sich nicht in die Umgebung ausbreitet. Bei Ausläufer treibenden Arten (etwa Phyllostachys) muss die Pflanzung mit einer Rhizomsperre begrenzt werden, sonst breitet sich der Bambus auch dorthin aus, wo er nicht hin soll.
Wie wird man Bambus im Garten wieder los?
Ausgebreiteter Bambus muss samt Rhizomen ausgegraben werden — jedes im Boden verbliebene Stück kann wieder austreiben. Kontrollieren Sie die Fläche danach regelmäßig und entfernen Sie neue Triebe sofort. Für die Zukunft hilft eine mindestens 60 cm tief eingelassene Rhizomsperre.
Wie pflegt man Bambus im Topf?
Wählen Sie ein großes Gefäß mit durchlässigem, nährstoffreichem Substrat, einen sonnigen Standort und gießen Sie regelmäßig, ohne Staunässe. Im Sommer kann der Bambus draußen auf Terrasse oder Balkon stehen, im Winter kommt er in einen hellen, frostfreien Raum und wird nur sparsam gegossen.
Ist der Glücksbambus (Lucky Bamboo) ein echter Bambus?
Nein. Der Glücksbambus ist ein Drachenbaum (Dracaena sanderiana), der echten Bambus nur ähnelt. Seine Pflege beschreiben wir im Artikel über das Düngen von Zimmerpflanzen.
Womit Bambus düngen?
Bambusse sind Gräser und brauchen während des Wachstums vor allem Stickstoff. Düngen Sie in der Vegetationszeit etwa einmal im Monat — bewährt hat sich der perfekte Naturdünger DÜNGEE: Einfach einen Messbecher um die Pflanze streuen oder als Aufguss gießen, gemäß der Dosierungsanleitung.
