Japanischer Spindelstrauch (Euonymus japonicus)
Zimmer- und Kübelgehölz mit markanter Blattzeichnung. Im Winter will er Licht und Kühle.
Zimmer- und Kübelpflanze mit schöner Zeichnung auf den Blättern
- Standort: im Winter hell und kühl, im Sommer draußen
- Höhe: 50–150 cm
- Vermehrung: Stecklinge
Das Gehölz aus der Familie der Spindelbaumgewächse (Celastraceae) wird in Japan, woher es stammt, bis zu 5 m hoch. Es ist die einzige Art der Gattung Euonymus, die bei uns als Zimmer- und Kübelpflanze verwendet wird.
Nur in europäischen Regionen mit mildem Winter kann er im Freien überwintern; dort pflanzt man ihn häufig beidseits von Hauseingängen und Treppenaufgängen. Leichten Frost verträgt dieser immergrüne Strauch ordentlich.

Spindelstrauch : Die japanische Art wächst verzweigt und trägt an kantigen Zweigen glänzende, gesägte, sattgrüne Blätter. Beliebt sind vor allem die sehr dekorativen buntlaubigen Formen:

- ‚Albomarginata‘ hat weiß gerandete Blätter,
- ‚Aureovariegata‘ hat gelbe Blattränder,
- ‚Argenteovariegata‘ hat eine interessante weiß-grüne Zeichnung auf den Blättern,
- ‚Microphylla‘ zeichnet sich durch kleine, weiß, gelb und grün gefärbte Blätter aus,
- ‚Macrophyllus Albus‘ ist ein aufrechter, ziemlich hoher Strauch (2,5 m) mit glänzenden dunkelgrünen Blättern, die einen breiten weißen Rand haben.
Die grünlich weißen Blüten aller Formen des
Japanischen
Spindelstrauchs erscheinen spät im Frühjahr und sind eher unscheinbar. Dekorativ sind alle Formen vor allem durch das Laub, und sie bleiben verhältnismäßig niedrig.
Japanischen Spindelstrauch pflegen und überwintern
Der Japanische Spindelstrauch braucht im Haus einen hellen und luftigen Platz; im Sommer steht er besser auf dem Balkon, auf der Terrasse oder im Garten. Der Standort darf sonnig oder halbschattig sein, luftig sollte er auf jeden Fall sein. Zum Überwintern von November bis Ende Februar sind 5–10 °C passend.
Kultivieren lässt er sich in handelsüblicher Erde für Zimmerpflanzen. Auch im Winter darf das Substrat nicht völlig austrocknen, sonst wirft die Pflanze ihre Blätter ab. In der Wachstumszeit braucht sie regelmäßige Wassergaben. Düngen Sie von April bis August etwa einmal im Monat — den natürlichen Dünger DÜNGEE arbeiten Sie beim Umtopfen einfach ins Substrat ein oder geben ihn als Auszug ins Gießwasser (1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser). Umgetopft wird am besten jedes zweite Jahr, und zwar im Frühjahr. Ein Rückschnitt junger Pflanzen verbessert die Verzweigung.
Am besten vermehrt man den Japanischen Spindelstrauch über Kopfstecklinge, die in einer Mischung aus Torf und Sand gut bewurzeln.
Der Spindelstrauch ist giftig
🚨 Alle Teile des Spindelstrauchs sind giftig — Blätter, Rinde und Früchte. Sie enthalten Alkaloide und Herzglykoside; nach dem Verschlucken kommt es zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Herzrhythmusstörungen, die Beschwerden setzen mit mehreren Stunden Verzögerung ein.
Beim Japanischen Spindelstrauch in der Wohnung geht das Risiko vor allem von Kindern und Haustieren aus, die an den Blättern knabbern. Stellen Sie ihn außer Reichweite und waschen Sie sich nach dem Schnitt die Hände. Bei Verschlucken rufen Sie ein Giftinformationszentrum an — rund um die Uhr erreichbar ist zum Beispiel der Giftnotruf Berlin unter 030 19240.
Japanischen Spindelstrauch über Stecklinge vermehren
Der Japanische Spindelstrauch und seine buntlaubigen Sorten werden ausschließlich über Stecklinge vermehrt, aus Samen ginge die Panaschierung verloren.
- Von Juli bis September 8–12 cm lange halbreife Kopfstecklinge von diesjährigen Trieben schneiden – Spitze noch weich, Basis schon fest.
- Untere Blätter entfernen, die Basis in Bewurzelungspulver tauchen und in ein Torf-Sand-Gemisch (1:1) stecken.
- Mit Folie oder einer durchsichtigen Haube abdecken, halbschattig bei 18–22 °C aufstellen und das Substrat feucht halten.
- Nach 6–8 Wochen sind sie bewurzelt. Die Jungpflanzen einzeln in Töpfe setzen und hell und frostfrei bei 5–10 °C überwintern.
Stecklinge bewurzeln auch im Wasserglas auf der Fensterbank, die Wurzeln erscheinen nach 4–6 Wochen. Junge Pflanzen in den ersten zwei Jahren 2–3-mal entspitzen, damit sie sich verzweigen.
Häufig gestellte Fragen
Warum verliert der Spindelstrauch seine Blätter?
Meist, weil das Substrat im Winter ganz ausgetrocknet ist oder die Pflanze warm neben der Heizung steht. Der Japanische Spindelstrauch braucht im Winter Licht und Kühle um 5 bis 10 °C und ein Substrat, das nie völlig austrocknet.
Kann der Japanische Spindelstrauch draußen überwintern?
In unseren Breiten in der Regel nicht. Leichten Frost verträgt er, einen Winter im Freien übersteht er aber nicht. Im Mittelmeerraum und in Küstenregionen mit mildem Winter wird er ganz normal draußen kultiviert.
Wo sollte der Spindelstrauch in der Wohnung stehen?
An einem hellen und vor allem luftigen Platz, gern in der Sonne wie im Halbschatten. Im Sommer tun ihm Balkon, Terrasse oder Garten gut. Am wenigsten verträgt er trockene warme Luft.
Wie vermehrt man den Japanischen Spindelstrauch?
Über Kopfstecklinge, die in einer Mischung aus Torf und Sand gut bewurzeln. Der Schnitt junger Pflanzen fördert zugleich die Verzweigung.
Ist der Japanische Spindelstrauch giftig?
Ja, alle Teile enthalten Alkaloide und Herzglykoside. Nach dem Verzehr treten Erbrechen, Durchfall und Herzrhythmusstörungen auf, und zwar mit mehreren Stunden Verzögerung. In einem Haushalt mit Kindern oder Tieren stellen Sie ihn außer Reichweite.
Womit düngt man den Spindelstrauch?
Von April bis August etwa einmal im Monat. Den natürlichen Dünger DÜNGEE können Sie beim Umtopfen ins Substrat einarbeiten oder als Auszug ins Gießwasser geben. Im Winter, wenn die Pflanze kühl steht, wird nicht gedüngt.
