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Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)

Ausdauernde Wildpflanze und Heilpflanze, die auch als Gemüse verwendet werden kann
  • Standort: sonnig, trocken; tiefe lehmige Böden
  • Höhe: bis 1 m
  • Blütezeit: Juli–September
  • Vermehrung: durch Aussaat

Die Wegwarte aus der Familie der Zichoriaceae (Cichoriaceae) ist in fast ganz Europa verbreitet. Anhand der leuchtend blauen Blüten (selten rosa oder weiß) und der gabelartig verzweigten Stängel ist sie leicht zu erkennen.

Die Wegwarte wächst am häufigsten an hellen Weg- und Feldrändern, auf Böschungen und anderen Standorten mit lehmigem Boden.

Die Blüten sitzen in den Blattachseln und an den Spitzen der verzweigten Stängel. Sie öffnen sich nur bei sonnigem Wetter und verblühen etwa sechs Stunden nach dem Öffnen.

Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus)
Blüte der Gemeinen Wegwarte (Cichorium intybus).

Sowohl die Wurzeln als auch das Kraut enthalten heilsame Bitterstoffe und Gerbstoffe, die den gesamten Stoffwechsel des Menschen positiv beeinflussen und stärken. Die Wurzeln enthalten außerdem viel Inulin, weshalb die Wegwarte ein wichtiges Gemüse für Diabetiker ist. Die Wegwarte ist eine alte Nutz- und Heilpflanze, der im Laufe der Jahrhunderte auch eine Zauberwirkung zugeschrieben wurde. Die Wurzeln enthalten Milchsaft und dringen tief in den Boden ein. Der kantige, rau behaarte Stängel trägt nur wenige Blätter und lässt sich nur schwer brechen.

Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus var. sativum)

Es handelt sich um eine Varietät mit rübenartig verdickter Wurzel, die als Feldkultur angebaut wird. Aus getrockneten und gerösteten Wurzeln wurde ein Kaffeeersatz hergestellt – die Zichorie (Gemeine Wegwarte).