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großer Kohlweißling

Inhalt

Großer Kohlweißling - Schädling der Kreuzblütler

(Pieris brassicae)

Der große Kohlweißling (Pieris brassicae) ist ein weißlicher Schmetterling mit schwarzen Flügeln und Äderungszeichnung, der zu den bedeutenden Schädlingen von Kohl, Grünkohl, Brokkoli und anderen Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler gehört. Das erwachsene Exemplar des großen Kohlweißlings hat eine Flügelspannweite von bis zu 6 cm und auf jedem Flügel schwarze und graue Zeichnungen. Die Männchen haben überwiegend weiße Flügel, die Weibchen haben auf den Oberflügeln zwei dunkle bis schwarze Flecken. Die Larven sind in der Regel grün oder gelb, mit schwarzen Flecken und Härchen am gesamten Körper.
Kohlweißlinge neigen dazu, in großen Populationen aufzutreten, was zu erheblichen Pflanzenschäden führen kann, insbesondere an Blättern und Köpfen der Kohlgewächse. Die Larven des großen Kohlweißlings ernähren sich davon, dass sie Blätter, Samen und Blüten der Pflanzen fressen. Gelangt der Schädling in den Garten oder auf das Feld, kann er großen Schaden an der Kohlernte und anderen Kreuzblütler-Gemüsen anrichten; bei starkem Befall können die Raupen einen vollständigen Kahlfraß verursachen.
Daher ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu kontrollieren und befallene Teile konsequent zu entfernen. Bei stärkerem Befall wird die Anwendung geeigneter Insektizide zur Bekämpfung der Schädlinge empfohlen.
Kohlweißling mit Zeichnung

Entwicklung des großen Kohlweißlings

Der Kohlweißling – wie die meisten Tag- und Nachtfalter – durchläuft eine sogenannte Metamorphose. Das bedeutet, dass das Weibchen Eier legt, aus denen Raupen (Larven) schlüpfen, die sich von Wirtspflanzen ernähren, sich dann verpuppen und aus der Puppe ein erwachsenes Tier (Imago) schlüpft.

Kohlweißling Raupe

Die Raupen des Kohlweißlings haben anfangs eine gelbgrüne Farbe, aber im Laufe der Entwicklung ändert sich die Farbe zu sattem Grün mit schwarzen Flecken. Die Raupen sind behaart und haben acht Beinpaare. Am Körper haben sie auch giftige Stacheln, mit denen sie Fressfeinde abschrecken und sich vor Angriffen schützen können. Darüber hinaus sondern sie eine übelriechende Substanz ab, die sie z. B. vor dem Angriff durch Vögel schützt. Die Raupen sind in der Regel etwa 5 cm lang und haben eine charakteristische hufeisenähnliche Form.

Kohlweißling Puppe

Kohlweißling Puppe

Die Puppe des Kohlweißlings ist ebenfalls grüngelb, meist dunkel gefleckt. Sie hängt an den Blättern der Pflanze, von der sich die Raupe ernährt hat: Der Kohlweißling schafft den Fortpflanzungszyklus zweimal im Jahr, sodass Sie die Puppen im Sommer und im Herbst finden können. Die Herbstpuppe ermöglicht es den Schmetterlingen, bis zur nächsten Saison zu überleben.

Wenn es Ihnen gelingt, Puppen zu finden, sollten Sie diese ebenfalls gnadenlos vernichten. Das frisch geschlüpfte Weibchen legt nämlich 20 bis 100 Eier auf ein einziges Pflanzenblatt.

Kohlweißling Wissenswertes

Obwohl es sich um einen gefürchteten Schädling handelt, können wir einige interessante Fakten über ihn erwähnen:

1. Der Kohlweißling ist in ganz Europa und Asien verbreitet und ist sogar hoch im Himalaya zu finden.

2. Der erwachsene Schmetterling lebt nur 5 bis 12 Tage, in dieser Zeit kann das Weibchen Hunderte von Eiern legen.

3. Wenn Sie den Kohlweißling zu Hause in Gefangenschaft halten und ihm geeignete Bedingungen bieten möchten, kann er ein doppelt so hohes Alter erreichen.

Kohl – eine beliebte Nahrungsquelle des Kohlweißlings

Kohlweißling Behandlung

Der Kohlweißling ist sehr schädlich, daher sollten Sie Ihre Pflanzen vor einem Befall durch diesen Schädling schützen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, darunter auch das Besprühen:

Manuelle Ernte: Wenn Sie nur wenige Pflanzen haben, können Sie den Kohlweißling bzw. seine Eier, Raupen und Puppen manuell sammeln und von den Pflanzen entfernen. Die Eier und häufig auch die Raupen befinden sich auf der Unterseite der Blätter, daher sollten Sie die Blätter bei der Kontrolle der Pflanzen sorgfältig umdrehen.
Prävention: Der Kohlweißling hat eine oder zwei Generationen pro Jahr, daher ist es wichtig, mehrere Präventivmaßnahmen zu ergreifen, um eine Übervermehrung zu verhindern. Neben dem manuellen Sammeln können Sie Barrieren verwenden – beispielsweise Schutznetze, um den Einflug des Kohlweißlings und das Ablegen von Eiern zu verhindern. Die Netze sollten in einem größeren Abstand zu den Pflanzen angebracht werden, damit der Kohlweißling diese nicht erreichen kann. Gleichzeitig sollten die Netze sehr kleine Maschen haben, damit weder der Kohlweißling noch die Raupen durch die Netze schlüpfen können.
Biologischer Schutz: Eines der wirksamsten Mittel zur Bekämpfung des Kohlweißlings ist der Einsatz von biologischem Schutz, z. B. das Ansiedeln von Schädlingsfeinden, die sich von Kohlweißlingen ernähren. Zu den häufigsten Arten gehören Marienkäferlarven, parasitäre Wespen und kleine Schnecken.
Natürliche Pestizide: Natürliche Pestizide, einschließlich Pflanzenöle und Pyrethrine, können dazu beitragen, die Population des Kohlweißlings zu reduzieren. Diese Mittel können manuell oder mithilfe einer Sprühvorrichtung ausgebracht werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass Prävention immer besser ist als die Beseitigung bereits entstandener Schäden. Daher ist es notwendig, die Pflanzen sorgfältig zu kontrollieren und Präventivmaßnahmen zu ergreifen, um einen Befall durch den Kohlweißling zu verhindern.

Quellen:

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