Geweihfarn (Platycerium)
Epiphytisch wachsende Farne des subtropischen Regenwaldes.
- Standort: helle Plätze mit feuchter Luft, im Zimmer oder im Gewächshaus.
- Höhe: hängende Blätter bis zu 1 m lang, schuppenartige Blättchen etwa 20 cm breit.
- Vermehrung: durch vorsichtige Teilung der Vegetationspunkte oder durch Sporen in spezialisierten Gärtnereien.
Die Gattung Platycerium gehört zur Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae). Sie besitzt zweierlei Blätter: flache Schuppenblätter und fruchtbare geweihförmige Blätter. Mit den Schuppenblättern hält sich die Pflanze fest am Wirt und sammelt organische Substanzen, die zu Humus verrotten. Mit der Zeit sterben auch diese Blätter ab, und neue grüne wachsen über sie hinaus. Die geweihförmigen Sporophyllblätter wachsen in größerer Anzahl und in verschiedenen Längen aus einem einzigen Vegetationspunkt. Sie sind dickfleischig und mit weißem Filz bedeckt.
Der Geweihfarn gedeiht an hellen Plätzen mit feuchter Luft (im Sommer etwa 23 °C, im Winter etwa 18 °C); in hängenden Ampeln auf Torfsubstrat (pH 4–4,5) oder auf rauen Stämmen.
Arten des Geweihfarns
Gewöhnlicher Geweihfarn
(Platycerium bifurcatum)
Am besten gedeiht er unter Zimmerbedingungen. Jedes neue Schuppenblatt entfaltet sich über das alte und wölbt sich nach oben. Die grünen gelappten Blätter stehen schräg aufrecht, die Lappen hängen nach unten.
Großer Geweihfarn (Platycerium grande)
Eine größere Art als P. bifurcatum. Das Schuppenblatt erreicht eine Länge von bis zu 50 cm, ist gewellt und stärker nach oben gewölbt. Die fruchtbaren Fächer können bis zu 1,2 m lang werden. Am besten wird er im Warmgewächshaus kultiviert.
Staghorns Geweihfarn (Platycerium willinckii)
Nur für den Anbau im Gewächshaus empfohlen. Die wunderschön gelappten, dicht filzigen Fächer entfalten sich nur unter Gewächshausbedingungen vollständig.
