Drachenlilie (Cordyline)
Schöne Zimmerpflanze mit dekorativen Blättern
- Standort: sehr hell, aber ohne direkte Sonne
- Höhe: je nach Art bis zu 3 m
- Blütezeit: März–Mai
- Vermehrung: durch Aussaat, Kopf- und Stammstecklinge
Drachenlilien gehören zu den Agavengewächsen (Agavaceae), ebenso wie der Drachenbaum, mit dem sie häufig verwechselt werden. Die Unterscheidung ist anhand der Wurzeln einfach: Bei der Drachenlilie sind die Wurzeln fleischig und weiß, beim Drachenbaum gelblich. Die schwertförmigen oder lanzettlichen Blätter der Drachenlilie sind meist zu einer Krone zusammengefasst. Sie können schlicht grün sein, aber auch purpurrot, gelblich oder mehrfarbig. Der Stamm unterhalb der Blattkrone ist meist recht schlank. Gut gepflegte ältere Pflanzen können auch blühen. Die weißen Blüten in der Rispe sind nicht besonders auffällig, duften aber angenehm.
Drachenlilien zählen zu den Zimmerpflanzen mit den dekorativsten Blättern, ihre Pflege ist jedoch nicht gerade einfach. Es ist wichtig, die unterschiedlichen artspezifischen Wärmeansprüche zu kennen. Weniger wärmebedürftige Arten sind robuster als wärmeliebende Arten.
Pflege
Wärmeliebende Drachenlilien benötigen das ganze Jahr über eine Temperatur von 18–20 °C und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Weniger wärmebedürftige Arten können im Sommer draußen aufgestellt werden und überwintern kühl (bei 10 °C). Alle Drachenlilien sollten vor direkter Sonne geschützt werden, an einem zu dunklen Standort verlieren ihre Blätter jedoch an Farbigkeit. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht, aber nicht durchnässt gehalten werden. Weniger wärmebedürftige Drachenlilien werden im Winter sparsamer gegossen.
Die Pflanzen werden einmal im Monat gedüngt – wärmeliebende Drachenlilien das ganze Jahr über, die übrigen nur von April bis September. Häufiges Besprühen kommt den Pflanzen zugute. Bei Bedarf werden die Pflanzen im Frühjahr umgetopft in frisches Substrat, zum Beispiel in Einheitserde.
Bei Pflanzen an einem ungeeigneten Standort treten häufiger Spinnmilben und Schildläuse auf, die durch einen Wasserstrahl oder durch Abkratzen, gegebenenfalls auch mit chemischen Mitteln, entfernt werden können. Wenn die Drachenlilie mehr untere Blätter verliert, treibt sie nach dem Zurückschneiden auf 10 cm wieder aus.
Bedeutende Arten
- Cordyline fruticosa (syn. C. terminalis) – die bedeutendste wärmeliebende Keulenlilie, hat lang gestielte Blätter mit deutlicher Blattaderung. Die Blätter können grün sein, aber buntblättrige Sorten sind dekorativer.
- Australische Keulenlilie – Cordyline australis – anspruchslos in Bezug auf Wärme, hat einen dicken Stamm und eine breite Blattkrone.
- Cordyline indivisa – hat eine blaugrüne Unterseite der Blätter und eine auffällig rote Mittelrippe.
