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Sternmoos

Sieht aus wie Moos, ist aber eine blühende Staude. Füllt Pflasterfugen und Flächen, auf denen kein Rasen wächst.

Sternmoos, Irisches Moos

(Sagina subulata)

Sternmoos / Irisches Moos (Sagina subulata) ist ein niedriger, ausdauernder Bodendecker, der wegen seines moosähnlichen Aussehens häufig in Gärten und in der Landschaftsgestaltung verwendet wird. 

So sieht Sternmoos aus

  • Blätter: Die Blätter des Sternmooses sind winzig, nadelförmig und wechselständig. Sie fühlen sich weich an und bilden dichte, kissenförmige Polster, die an Moos erinnern. Ihre Farbe reicht von hellgrün bis gelblich.

  • Blüten: Sternmoos blüht im Frühjahr oder im Frühsommer. Die Blüten sind klein und weiß und sitzen auf aufrechten Stielen. Sie sehen aus wie kleine Sterne und geben der Pflanze ihren feinen, eleganten Zug — daher auch der deutsche Name.

  • Habitus: Sternmoos bildet flache Polster, die sich über den Boden ausbreiten. So entsteht ein dichter Teppich, der bei Gartenfreunden beliebt ist, weil er Flächen im Garten, zwischen Kieseln oder als Unterpflanzung schließt.

Sternmoos (Sagina subulata) mit weißen Blüten von oben
Steingarten, in dem auch Sternmoos verwendet wird

Sternmoos pflanzen und pflegen

Sternmoos / Irisches Moos lässt sich sehr einfach kultivieren, wenn Sie ihm den passenden Standort und eine einfache, anspruchslose Pflege geben. Es genügt, die folgenden Punkte einzuhalten:

  1. Standort: Sternmoos bevorzugt sonnige bis leicht halbschattige Plätze. In der vollen Sonne wächst es dichter und kompakter.
  2. Boden: Die Pflanze braucht einen feuchten, gut durchlässigen Boden. Beim pH-Wert bevorzugt sie in der Regel neutrale bis leicht saure Böden.
  3. Gießen: Wichtig ist, den Boden feucht zu halten, vor allem in warmen Phasen. Regelmäßiges Gießen erhält das schöne Aussehen der Polster.
  4. Vermehrung: Sternmoos lässt sich durch Teilung der Polster vermehren, aber auch über Samen (siehe unten).
  5. Überwinterung: Die Pflanze ist in der Regel immergrün und verträgt milde Winter gut. In Frostlagen oder an anderen exponierten Stellen können Sie sie z. B. mit Reisig abdecken. 

Wie man sieht, ist Sternmoos wirklich anspruchslos und auch für Anfänger geeignet. Außerdem können Sie damit Rasenflächen dort ersetzen, wo der Rasen ohnehin kümmert. Im Steingarten bildet es schöne Teppiche, die zugleich verhindern, dass rund um die Pflanzen Unkraut aufkommt.

Aussaat aus Samen

Winzige helle Samen, stark vergrößert

Sternmoos lässt sich natürlich auch über Samen vermehren, vor allem bei der ersten Anlage, genauer gesagt bei der Aussaat. Samen bekommen Sie auf mehreren Wegen — wählen Sie den, der für Sie am günstigsten oder am einfachsten ist:

  1. Saatgut gibt es im Gartencenter und online, verkauft wird es oft unter dem Handelsnamen Irisches Moos.

  2. Ausgesät wird auf die Oberfläche eines feuchten Substrats, die Samen werden nur angedrückt — sie keimen am Licht und dürfen deshalb nicht bedeckt werden.

  3. Die Keimung dauert zehn Tage bis drei Wochen bei 15 bis 18 °C. Bis dahin darf die Oberfläche nicht austrocknen, deshalb wird die Anzuchtschale mit Folie oder Glas abgedeckt.

  4. Eigene Samenernte: Wenn Sie Sternmoos bereits im Garten haben, können Sie die Samen selbst ernten. Sie bilden sich nach der Blüte, wenn die Blütenstände abzutrocknen beginnen und Kapseln ansetzen. Die Samen lassen sich sammeln, lagern und in der nächsten Saison aussäen. Das Sammeln ist allerdings etwas heikler als bei größeren Pflanzen — passen Sie auf, dass die Samen nicht auf den Boden rieseln.

Niederliegendes Mastkraut ist ein Unkraut

Niederliegendes Mastkraut – hellgrünes Polster auf offener Erde

Das Niederliegende Mastkraut (Sagina procumbens) ist der wild wachsende Verwandte. In den Garten pflanzt man es nicht — im Gegenteil, es zählt zu den lästigen Unkräutern, weil es von selbst in Pflasterfugen, in Blumentöpfen und im Rasen auftaucht und dort kompakte Polster bildet.

So sieht das Niederliegende Mastkraut aus

  • Blätter: Die Blätter des Niederliegenden Mastkrauts sind winzig, nadelförmig und weich. Sie bilden einen dichten, kissenförmigen Horst, der Moos ähnelt. Ihre Farbe ist grün bis hellgrün.

  • Blüten: Das Niederliegende Mastkraut bringt kleine weiße Blüten auf aufrechten Stielen hervor. Sie sind unscheinbar, und wegen der Blüten wird die Pflanze nicht kultiviert.

  • Habitus: Das Niederliegende Mastkraut bildet niedrige, dichte Teppiche, die sich über den Boden ausbreiten. Genau durch diese Fähigkeit, freie Flächen zu schließen, wird es in Pflasterfugen und im Rasen zum Unkraut.

Vom kultivierten Sternmoos ist es mit bloßem Auge kaum zu unterscheiden. Wenn also „Irisches Moos“ von selbst dort wächst, wo Sie es nie gepflanzt haben, handelt es sich höchstwahrscheinlich um das Niederliegende Mastkraut.

Düngung von Freiland- und Zierpflanzen

  • Sie können in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.

Häufige Fragen

Kann man mit Sternmoos den Rasen ersetzen?

Auf kleiner Fläche ja, vor allem dort, wo nicht gelaufen wird — zwischen Trittsteinen, am Teichrand, in einer schattigen Ecke. Tritt verträgt es nur gelegentlich; für Spielflächen oder Wege eignet es sich nicht.

Warum wird Sternmoos in der Polstermitte braun?

Meist deshalb, weil sich unter dem dichten Polster Feuchtigkeit und Filz halten. Es hilft, den alten Bestand im Frühjahr durchzuharken, faule Stellen auszustechen und mit Teilstücken nachzupflanzen. Die zweite Ursache ist umgekehrt das Austrocknen im heißen Sommer.

Wie sät man Sternmoos aus?

Auf die Oberfläche eines feuchten Substrats, ohne die Samen zu bedecken — sie keimen am Licht. Die Keimung dauert zehn Tage bis drei Wochen bei 15 bis 18 °C; bis dahin darf die Oberfläche nicht austrocknen.

Ist Sternmoos winterhart?

Ja, es ist immergrün und übersteht milde Winter ohne Schutz. In Frostlagen und an exponierten Stellen decken Sie es mit Reisig ab.

Ist Sternmoos ein Moos?

Nein. Es sieht aus wie Moos, ist aber eine blühende Staude aus der Familie der Nelkengewächse. Der Handelsname Irisches Moos führt deshalb in die Irre.

Womit düngt man Sternmoos?

Sehr sparsam. Eine schwache Frühjahrsgabe organischen Düngers rund um den Bestand genügt, alternativ ein Auszug ins Gießwasser. Nach einer Überdüngung wird das Polster lang, licht und fault leichter.