Schwarzwurzel - Scorzonera hispanica, Spanische Schwarzwurzel
Verwendung:
Geschätztes Küchgengemüse, bekannt als „Winterspargel“.
Standort:
tiefe, lockere, steinfreie, alkalische Erde.
Pflanzabstand:
25–30 cm × 6–8 cm.
Anbauzeit:
Direktaussaat von Mitte März bis Mitte April.
Erntezeit:
ab Ende Oktober.
Vermehrung:
durch Samen.
Die Schwarzwurzel, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehört, stammt aus Südeuropa, ist mehrjährig und blüht im zweiten Jahr gelb. Bis ins Mittelalter war sie nur als wild wachsende Heilpflanze bekannt. Heute wird sie überwiegend in Europa für die Konservenindustrie angebaut, weniger für den Frischverzehr. Die bis zu 30 cm lange Wurzel ist mit einer dunklen Korkschicht bedeckt, im Inneren befinden sich zahlreiche Milchröhren. Der klebrige gelblich-weiße Milchsaft färbt beim Schälen die Haut bräunlich.
Die Schwarzwurzel gedeiht nur auf tiefem, lockerem Boden mit ausreichender Feuchtigkeit, besonders im Juli und August. Die Anbauzeit ist sehr lang. Aussaat ab Mitte März, wenn der Boden abgetrocknet ist.
Saattiefe:
2–3 cm.
Saatmenge:
1,5–2 g/m².
14 Tage nach dem Auflaufen (3–4 Wochen) vereinzeln wir zu dicht gesäte Reihen. Während des Anbaus hacken wir den Bestand mehrmals, um den Boden zu lockern und Unkraut zu entfernen. In der Trockenperiode von Juli bis September gießen wir ausreichend.
Bei niedrigen Temperaturen im Frühling kann die Schwarzwurzel bereits im 1. Jahr aufblühen. Um eine gute Wurzelqualität zu gewährleisten, entfernen wir die Blütenstände sofort.
Ernte:
von Ende Oktober bis zum nächsten Frühjahr. Die Wurzeln graben wir vorsichtig aus, da sie leicht brechen. Die Wurzeln trocknen schnell aus und müssen bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden (in einem Tontopf oder eingebettet in feuchten Sand).
Empfohlene Sorten:
‚Hoffmanns Schwarzer Pfahl‘, ‚Einjährige Riesen‘ mit Selektionen wie ‚Duplex‘, ‚Pilotis‘, ‚Prodola‘, ‚Negro‘.
