Schneebeere
Die weißen Beeren halten bis in den Winter am Strauch — und der Strauch verträgt fast jeden Standort.
Die Schneebeere auf einen Blick
Niedrige laubabwerfende Gruppen- und Bodendeckersträucher mit weißen oder roten Beeren.
Standort: sonnige bis halbschattige Lagen
Höhe: 1–2 m
Blütezeit: Juni–September
Vermehrung: durch Aussaat, Steckholz oder Krautstecklinge
In Nordamerika, südlich bis nach Mexiko, sind 18 Arten der Schneebeere verbreitet, eine weitere Art kommt im westlichen China vor. Die Sträucher wachsen dicht horstig, bilden reichlich Ausläufer und haben gegenständige, meist ganzrandige Blätter. Die Blüten sind klein und unscheinbar, rosarot oder weiß, vier- bis fünfzählig und stehen in end- oder seitenständigen knäueligen Blütenständen. Die beerenartigen, zweikernigen Steinfrüchte sind giftig und halten sich lange bis in den Winter am Strauch.
Gewöhnliche Schneebeere (Symphoricarpos albus)
Bis zu 1 m hoher Strauch mit dünnen, aufrechten, fein behaarten Trieben. Die Blätter sind rundlich bis eiförmig-elliptisch und 4–6 cm lang. Die rötlichen Blüten erscheinen von Juni bis September, die Früchte sind weiß und 1–1,5 cm breit.
- Varietät laevigatus: bis 2 m hoch, kräftige Ausläufer, größere gelappte Blätter, reichlich und größere weiße Früchte.
- Sorte ‚White Hedge‘: breit aufrechter Wuchs, Höhe 1,5 m, dicke weiße Früchte in aufrechten Fruchtständen. Gut für Hecken geeignet.


Chenaults Schneebeere (Symphoricarpos × chenaultii)

Aufrechter Strauch von Mannshöhe, reich verzweigt. Die Blätter sind eiförmig, 1–2 cm lang, oberseits dunkelgrün, unterseits blaugrün. Die Blüten erscheinen im Juni und Juli in kurzen endständigen Ähren. Die roten Früchte mit weißen Punkten sind kugelig.
- Sorte ‚Hancock‘: sehr wüchsig, niederliegende und wurzelnde Zweige, als Bodendecker für größere Flächen geeignet.
Doorenbos-Schneebeere (Symphoricarpos × doorenbosii)

Strauch von Mannshöhe, kräftig wachsend. Die Blätter sind elliptisch bis breit eiförmig, 2–4 cm lang und dunkelgrün. Die Blüten sind weiß mit rosa Anflug, die Früchte weiß mit rosa Backe. Einige Sorten tragen anders gefärbte Früchte:
- Sorte ‚Mother of Pearl‘: große rosafarbene Früchte.
Korallenbeere (Symphoricarpos orbiculatus)

Straff aufrechter, 1–2 m hoher Strauch mit eiförmig-rundlichen, 2–4 cm langen, dunkelgrünen Blättern. Die Blüten erscheinen im Juli und August, sie sind gelblich weiß mit rosa Anflug. Die Früchte sind purpurrot und halten bis in den Winter. Die Art stammt aus Nordamerika und wird auch Korallenbeere oder Purpurbeere genannt.
Die Arten im Vergleich
| Art | Höhe | Fruchtfarbe | Wofür geeignet |
|---|---|---|---|
| Gewöhnliche Schneebeere | 1 m (var. laevigatus bis 2 m) | weiß | frei wachsende Gruppen, Grundstücksränder |
| Chenaults Schneebeere | bis 1,8 m, ‚Hancock‘ niederliegend | rot mit weißen Punkten | Bodendecker an Hängen und auf größeren Flächen |
| Doorenbos-Schneebeere | bis 1,8 m | weiß mit rosa Backe, ‚Mother of Pearl‘ rosa | Ziergruppen, Schnitt für die Vase |
| Korallenbeere | 1–2 m | purpurrot | Hangbefestigung, naturnahe Pflanzungen |
Standort, Pflege und Schnitt
- Standort: Die Schneebeere wächst in der Sonne wie im Halbschatten und verträgt sogar Schatten unter Bäumen — in der vollen Sonne setzt sie allerdings mehr Früchte an.
- Boden: anspruchslos. Sie kommt mit trockenem, magerem und kalkhaltigem Boden zurecht, ebenso mit Stadtklima und Streusalz an Straßen. Nur dauerhaft staunasse Plätze verträgt sie nicht.
- Pflanzung: am besten im Herbst oder zeitig im Frühjahr, für ein geschlossenes Band in der Reihe mit 60–80 cm Abstand.
- Gießen: im ersten Jahr nach der Pflanzung regelmäßig, danach nur noch bei längerer Trockenheit.
- Schnitt: Sie verträgt auch einen starken Verjüngungsschnitt. Geschnitten wird am Ende des Winters — der Strauch blüht am diesjährigen Holz, die Früchte gehen also nicht verloren. Alte, dicht gewordene Horste schneidet man alle paar Jahre bodennah zurück.
- Ausbreitung: Die Sträucher bilden reichlich Ausläufer und breiten sich zur Seite aus. Im kleinen Garten sticht man die Ausläufer am besten jedes Jahr mit dem Spaten ab oder begrenzt die Pflanzung.
- Vermehrung: am einfachsten durch Abtrennen bewurzelter Ausläufer, außerdem durch Steckholz über den Winter oder durch Krautstecklinge im Juni.
Giftige Beeren: was Sie wissen sollten
Die weißen Beeren der Schneebeere sind giftig und für Kinder leider verlockend — sie platzen zwischen den Fingern und lassen sich zertreten. Größere Mengen reizen Magen-Darm-Trakt und Schleimhäute: Erbrechen, Durchfall und Übelkeit sind die Folge. Der Saft der Früchte kann bei empfindlichen Menschen auch die Haut reizen.
Ein paar Beeren verursachen in der Regel keine ernsten Beschwerden, dennoch gehört die Schneebeere eher an den Grundstücksrand, an den Zaun oder ins öffentliche Grün als auf den Spielplatz. Bei größeren verschluckten Mengen wählen Sie den Giftnotruf Ihres Bundeslandes — die Giftinformationszentren sind über die Vorwahl und 19240 erreichbar, in Berlin etwa 030 19240.
Schneebeere düngen
Die Schneebeere ist einer der anspruchslosesten Ziersträucher und wächst jahrelang ganz ohne Dünger. Eine Gabe lohnt sich in zwei Situationen: nach der Pflanzung, damit der Strauch schnell anwächst, und nach dem Verjüngungsschnitt, wenn er aus dem Stock neu austreiben soll.
Streuen Sie im Frühjahr ein bis zwei Handvoll des organischen Düngers DÜNGEE rund um den Strauch, arbeiten Sie ihn leicht in den Boden ein und gießen Sie an. Die Nährstoffe werden nach und nach frei, für die ganze Saison genügt daher eine einzige Gabe. Wie viel genau Sie je nach Strauchgröße streuen, steht in der Dosierungstabelle.
Häufig gestellte Fragen
Sind die Früchte der Schneebeere giftig?
Ja. Sowohl die weißen als auch die roten Beeren sind giftig, größere Mengen verursachen Erbrechen, Durchfall und Schleimhautreizungen. Für einen Garten mit kleinen Kindern eignet sich die Schneebeere deshalb nur bedingt.
Wann schneidet man die Schneebeere?
Am Ende des Winters, vor dem Austrieb. Sie blüht an den diesjährigen Trieben, deshalb gehen auch nach einem starken Verjüngungsschnitt keine Früchte verloren.
Wie stoppt man die Ausbreitung der Schneebeere?
Der Strauch breitet sich über unterirdische Ausläufer aus. Stechen Sie den Rand des Horstes einmal jährlich mit dem Spaten ab und ziehen Sie die Ausläufer heraus, oder begrenzen Sie die Pflanzung mit einer 30 cm tief eingelassenen Wurzelsperre.
Eignet sich die Schneebeere für eine Hecke?
Ja, vor allem die Sorte ‚White Hedge‘ der Gewöhnlichen Schneebeere. Sie wächst aufrecht, verträgt den Schnitt und bleibt im Winter durch ihre Früchte dekorativ.
Wächst die Schneebeere auch im Schatten?
Ja, sie verträgt selbst den Schatten unter Bäumen. Im Halbschatten und Schatten setzt sie allerdings weniger Früchte an als in der Sonne.
Womit düngt man die Schneebeere?
Eine einzige Gabe organischen Düngers im Frühjahr genügt. Am meisten bringt sie nach der Pflanzung und nach dem Verjüngungsschnitt, ansonsten kommt der Strauch auch ganz ohne Düngung aus.
