Weiße Seerose (Nymphaea alba)
Reichblühende Wasserpflanze, neigt zu üppigem Wachstum.
- Standort: sonnige, ruhige Wasserflächen
- Blütezeit: Sommer
- Vermehrung: durch Rhizomteilung
Früher war die Seerose bei uns in der Natur häufig in seichten und tiefen, sonnigen und ruhigen Gewässern anzutreffen. Die Bestände der Seerosen sind jedoch infolge der fortschreitenden Umweltverschmutzung und des Rückgangs feuchter Biotope zurückgegangen. Wie viele andere Wildpflanzen steht sie unter strengem Schutz.
Die Seerosengewächse (Nymphaeaceae) kommen in etwa 40 Arten in allen gemäßigten, subtropischen und tropischen Zonen der Erde vor. Bei vielen von ihnen, so auch bei der weißen Seerose (Nymphaea alba), existieren bereits zahlreiche Hybriden, die sich vom Ausgangstyp hauptsächlich in der Blütenfarbe unterscheiden. Kreuzungsversuche sind bereits aus dem 19. Jahrhundert bekannt; aus ihnen gingen später auch viele Zwergformen hervor, die heute für Miniteiche oder Wasserbecken begehrt sind.
Die weiße Seerose blüht mit reinweißen, duftenden Blüten von 12 cm Größe. Bei älteren Pflanzen entstehen aus dem verzweigten, gelblichen, armdicken Wurzelstock neue Pflanzen, sodass bei entsprechenden Standortbedingungen mit einer erheblichen Ausbreitung zu rechnen ist und der Züchter den Bestand gelegentlich reduzieren muss.
Zu diesem Zweck wird ein Teil des lederartigen, beim Austreiben roten Blattes so tief wie möglich unter Wasser gegriffen und durch einen Ruck abgerissen. Sofern der Teich tief genug ist und nicht bis auf den Grund durchfrieren kann, schaden selbst die härtesten Fröste den im Schlamm ruhenden Rhizomen nicht.a
