Selaginella – Moosfarn
Kriechende oder horstbildende Pflanzen mit dekorativem Laub für Liebhaber, geeignet für den Steingarten, die Zimmervitrine oder das Blumenfenster.
Standort:
Halbschatten, kein direktes Sonnenlicht; Außenformen vor Wind schützen.
Höhe:
Meist kriechend, kissenbildend, moosartig, oft auch reich verzweigt und aufrecht, bleiben klein.
Vermehrung:
Durch Teilung oder Stecklinge.
Die meisten der mehr als 700 Arten immergrüner Pflanzen aus der Familie der Moosfarngewächse (Selaginellaceae) sind weltweit in tropischen Regenwäldern verbreitet; einige von ihnen sind auch geeignete Zimmerpflanzen, wenn man ihnen eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit bietet. Am besten gedeihen tropische Moosfarne bei einer Bodenbedeckung in feuchten und warmen Blumenfenstern oder bei der Bepflanzung von Vitrinen und Flaschengärten, wo sie besser gedeihen als auf der Fensterbank. Die bei uns kultivierten winterharten Arten stammen meist aus Europa, Nordamerika oder Asien.
Winterharte Arten:
Selaginella douglasii, Douglas-Moosfarn
Etwa 10 cm hoch, kriechend, kissenbildend; hat dunkelgrüne schuppenartige Blätter. Stammt aus Nordamerika.
Selaginella helvetica, Schweizer Moosfarn
Hat denselben Habitus und ist von den europäischen Gebirgen über Sibirien bis nach Japan verbreitet. Moosgrüne, länglich ovale Blättchen sitzen an 6–10 cm langen Ästchen. Die Pflanzen gedeihen gut an einem schattigen Steingarten oder an trockenen Mauern.
Selaginella involvens, Eingerollter Moosfarn
15–20 cm hoch, stammt aus Indien und Japan. Empfiehlt sich zum Beispiel als Unterpflanzung für Rhododendren und japanische Azaleen.
Selaginella rupestris, Felsen-Moosfarn
Aus den Vereinigten Staaten und Kanada. Kriechend, mit 15–30 cm langen Ästchen. Trockenheitsresistent, geeignet für sonnige Stellen im Steingarten.
Nicht winterharte Arten:
Selaginella apoda, Fußloser Moosfarn
Kriechende Staude, die Horste bildet, mit Trieben bis zu 10 cm Länge und hellgrünen, fein gesägten Blättchen.
Selaginella kraussiana, Krauss-Moosfarn
Kriechend, mit Ästchen bis zu 30 cm Länge und hellgrünen Blättern. Es handelt sich um den bekanntesten und widerstandsfähigsten Moosfarn. Es gibt mehrere Sorten:
- ‚Aurea‘ mit gelbgrünen Blättern,
- die kompakte ‚Brownii‘,
- ‚Variegata‘ mit weißen Triebspitzen.
Selaginella martensii, Martens-Moosfarn
Sie hat aufrechte Triebe, die sich später fächerförmig ausbreiten. Dekorative Varianten umfassen beispielsweise die weißlich-gelbe Sorte ‚Watsoniana‘ (bis zu 30 cm hoch) oder ‚Variegata‘ mit silbrig-weißen Blattspitzen.
Selaginella pallescens, blasser Moosfarn
Sie hat winzige hellgrüne, weiß gesäumte Blättchen und aufrechte Triebe bis zu 30 cm Länge. Die robustere Sorte ‚Robusta‘ wächst kompakter, während ‚Aurea‘ goldgelbe Blätter hat.
Selaginella serpens, kriechender Moosfarn
Ihre 15–20 cm langen kriechenden Triebe zeigen interessante Farbveränderungen der Blätter; die hellgrüne Tagesfarbe wechselt am Abend zu einem weißlichen Ton.
Selaginella stenophylla, schmalblättriger Moosfarn
Hat 15–30 cm lange Ästchen mit strohgelben Stielen. Die Sorte ‚Albospica‘ hat gelblich-weiße Triebspitzen.
Besondere Art:
„Auferstehungspflanze" (Selaginella lepidophylla, Auferstehungs-Moosfarn)
- Diese außergewöhnliche Pflanze beeindruckt durch ihre Fähigkeit, die Ästchen bei Trockenheit zu einer Kugel einzurollen und sie bei Feuchtigkeit wieder zu entfalten. Dieser Vorgang findet auch bei abgestorbenen Exemplaren statt.
Ähnlich verhält sich auch die einjährige „Rose von Jericho“ (Anastatica hierochuntica), die aus Wüstengebieten von Persien bis Marokko stammt, jedoch zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae) gehört.
Pflege:
Nicht abgehärtete Moosfarnen benötigen das ganze Jahr über Zimmertemperatur, weniger empfindliche Arten aus dem Kaltgewächshaus vertragen im Winter niedrigere Temperaturen (12–16 °C). Der geeignetste Standort ist ein schattiges Nordfenster. Es sollte mit weich gemachtem Wasser sparsam gegossen, eine gleichmäßige leichte Feuchtigkeit gewährleistet und ein Austrocknen der Pflanzen stets vermieden werden. Einmal monatlich mit schwach konzentriertem Blumendünger oder alle zwei Wochen mit einem speziellen Blattdünger düngen.
