Heiligenkraut - Santolina
Immergrüne, aromatisch duftende Sträucher oder Halbsträucher
Standort: warme, sonnige Plätze im Steingarten oder in steinigen Beeten
Höhe: 30–50 cm
Blütezeit: Juli–August
Vermehrung: durch Aussaat oder Stecklinge
Die Gattung Santolina ist mit zehn Arten im westlichen Mittelmeerraum verbreitet. Die kleinen aromatischen Sträuchlein oder Halbsträucher haben wechselständige, einfache oder gezähnte und gefiedert gelappte Blätter. Die kleinen, röhrenförmigen, gelblichen bis weißen Blüten sind in kleinen bis mittelgroßen Köpfchen zusammengestellt, die einzelnen Blüten stehen auf langen Stielen. Die Früchte sind drei- bis vierkantige Achänen ohne Pappus.
Die wenigen kultivierten Arten, die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehören, sind im mitteleuropäischen Klima nur bedingt winterhart. Sie benötigen einen warmen, geschützten Standort und im Winter eine schützende Abdeckung aus Reisig. Im Garten benötigen sie einen sonnigen Platz auf durchlässigem, kiesigem, lehmig-humosem Boden. Am besten pflanzt man sie in einen Steingarten oder ein steiniges Beet, am Fuß von Trockenmauern, an der Südseite des Hauses usw. Sie vertragen einen Rückschnitt gut und sind daher als Einfassung geeignet.
Arten und Sorten
Santolina chamaecyparissus
Bis zu 50 cm hoher, würzig duftender, dicht verzweigter Strauch mit niederliegend aufsteigenden Ästen. Die Blätter sind 2–4 cm lang, dicht gedrängt, fein fiederschnittig und wie die Triebe silbrig filzig. Die Blüten sitzen in sattgelben Köpfchen, die auf 15 cm langen Stielen über dem Strauch getragen werden; sie erscheinen im Juli bis August. Verbreitet ist sie von den Pyrenäen bis nach Nordwestitalien auf trockenen, steinigen Standorten. In der Kultur ist sie die wichtigste und am häufigsten angebaute Art.
Santolina elegans
Sie bildet dichte, silbrig weiße, 5–10 cm hohe Polster; die Triebe sind kurz und dicht beblättert mit ausgebuchtet gekerbten und fiederschnittigen Blättern. Gelblich weiße Blüten trägt sie im Sommer. Sie wächst in Spanien in Höhenlagen ab 2200 m auf trockenem Kies. Bei der Kultivierung im Steingarten oder in einem Trog muss sie ganzjährig vor Nässe geschützt werden.
Santolina rosmarinifolia
Sie bildet 30–50 cm hohe, kahle, dunkelgrüne, aromatisch duftende Horste mit niederliegend-aufsteigenden Trieben. Die Abschnitte der gefiederten Blätter sind nur 1 mm lang. Gelbe Blüten in 7–12 mm breiten Köpfchen erscheinen von Juli bis August. Sie stammt von der Iberischen Halbinsel, Südfrankreich und Nordwestafrika, wo sie auf trockenen, steinigen Böden wächst. Sie wird ähnlich wie Santolina chamaecyparissus verwendet.
