Cereus
Gattung der bekanntesten säulenförmigen Kakteen
- Standort: vollsonnig und warm; nicht zu leichtes Substrat
- Höhe: in der Natur mehrere Meter, im Topf niedriger
- Blütezeit: Juni–September, nachts
- Vermehrung: durch Samen oder Stecklinge
Als Cereus wurden früher alle baum- oder strauchartig wachsenden Kakteen mit stark gerippten Körpern bezeichnet. Heute ist diese populäre Gattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) weniger umfangreich. Der erste Cereus wurde bereits im Jahr 1768 beschrieben. Die weitere Zuordnung zur Gattung war nicht immer unstrittig, und Unklarheiten bei der Gattungszugehörigkeit bestehen in mehreren Fällen bis heute.
Kulturell interessante Cereus-Arten
Cereus jamacaru
Häufig wird er in Form der monströsen Varietät (Cereus jamacaru var. monstrosus) kultiviert. In seiner Heimat Brasilien erreicht er bis zu 10 Meter Höhe, bildet einen kurzen Stamm und eine breit verzweigte Krone. Im Mittelmeerraum, wo er frei in den Boden gepflanzt wurde, erreicht er große Ausmaße und blüht dort vollständig. Eine Pflanze im Topf (am besten mit einem in Torf eingesenkten Topf) kann Teil einer kleinen Kakteensammlung sein. Es gibt auch Zwergformen.
Cereus jamacaru bildet hellgrüne bis blaugrüne Triebzuwächse. Scheitel und Areolen sind gelbbraun filzig, die Dornen gelblich bis bräunlich und recht lang. Rein weiße Blüten von bis zu 25 cm Länge öffnen sich nachts und werden von Bienen bestäubt. Die Pflanze ist anspruchslos, wüchsig und wird auch als Unterlage für veredelte Kakteen verwendet.
- Substrat: schwach sauer mit lehmigem Anteil
- Bewässerung: im Sommer reichlich, im Winter völlig trocken
- Robustheit: verträgt auch leichten Frost
- Schädlinge: besonders monströse Formen leiden unter Wollläusen, Napfschildläusen und Schildläusen
Cereus peruvianus
Zusammen mit seiner monströsen Form (Cereus peruvianus var. monstrosus) gehört er zu den Kakteen, die sich auch für Anfänger eignen. Er hat dichtere Dornen als Cereus jamacaru, seine Rippen sind stärker abgeflacht oder monströs durchbrochen mit braunen Areolen.
- Kultivierung: einfach, verträgt keinen Kalk
- Vermehrung: Stecklinge mit eingetrockneten Schnittflächen wurzeln schnell
Cereus forbesii
Eine weitere interessante Art für Anfänger. Sie hat kräftige, hornfarbene Dornen und ist relativ anspruchslos.
