Gewöhnlicher Natternkopf (Echium vulgare)
Zweijährige heimische Heilpflanze
- Standort: vollsonniger Platz mit trockenem, steinigem Boden
- Höhe: 30–100 cm
- Blütezeit: Mai–Oktober
- Vermehrung: durch Aussaat
Der Natternkopf aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) kommt nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa und in Teilen Asiens vor. Am häufigsten wächst er auf trockenen Wiesen, auf Schuttplätzen und Geröllfeldern.
Der Natternkopf ist wärmeliebend, ansonsten sehr anspruchslos. Er kann auch schlechtere, landwirtschaftlich ungenutzte Böden besiedeln, da seine Wurzeln bis in eine Tiefe von 2,5 m eindringen. Er gehört zu den Pionierpflanzen (wie Wegwarte, Löwenzahn, Disteln u. a.), die alle tief reichende Wurzeln haben.
Der Natternkopf bildet als zweijährige Pflanze im ersten Jahr nur eine Blattrosette. Im zweiten Jahr entwickeln sich bis zu 1 m hohe Blütenstängel mit zahlreichen glockenförmig-trichterförmigen Blüten, die sich von Rot nach Blau verfärben.
Aus den Blüten ragen auffällig unterschiedlich lange Staubblätter hervor, die Frucht ist zwischen den Kelchzipfeln verborgen. Die Samen werden durch Wind oder Tiere verbreitet. Der kräftige Stängel und die schmal lanzettlichen Blätter sind borstig behaart.
In früheren Zeiten wurde der Natternkopf in der Volksmedizin verwendet.
