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Gartenkürbis (Cucurbita pepo)

Eine botanische Art, zu der Zucchini, Patisson und Spaghettikürbis gehören

Was ist der Gartenkürbis (Cucurbita pepo) und wie sieht er aus

Collage der Früchte des Gartenkürbis (Cucurbita pepo) – Zucchini, Patisson, Spaghettikürbis und Zierkürbisse

Kürbisgemüse mit oder ohne Ranken.

  • Standort: sonnig, windgeschützt; fruchtbarer, tiefgründiger Boden
  • Platzbedarf je Pflanze: 1–2 m²
  • Erntezeit: Zucchini, Patisson und Spaghettikürbis werden laufend geerntet, Kürbis vom Typ Herkules, sobald das Laub welkt

Mit dem botanischen Namen Cucurbita pepo wird eine ganze Reihe von Typen mit sehr unterschiedlich aussehenden Früchten bezeichnet. Alle gehören zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).

Kürbisarten: Herkules, Spaghettikürbis und Patisson

Pflanzen mit langen, niederliegenden oder rankenden Trieben sind ebenso hungrig und durstig wie die Pflanzen des Riesenkürbis.

Durch seine Wuchskraft fällt der Kürbis vom Typ Herkules auf – seine Früchte werden bis zu 1 m lang und 60 kg schwer. Er bildet lange Ranken, ebenso wie der Spaghettikürbis. Dieser hat viel kleinere, meist gelbliche Früchte mit „nudeligem“ Fruchtfleisch. An einem Spalier oder an einem Ziergitter klettert die Pflanze schnell in die Höhe. Immer beliebter werden die buschig wachsenden Patisson mit ihren tellerförmigen Früchten und dem wohlschmeckenden, aromatischen Fruchtfleisch.

Der Gartenkürbis wird häufig mit zwei weiteren Kulturarten verwechselt. Der Riesenkürbis (Cucurbita maxima) hat runde orange Früchte und einen weichen, runden Stiel, der Moschuskürbis (Cucurbita moschata) längliche, birnenförmige Früchte und einen fünfkantigen Stiel. In der Küche nennt man alle drei Arten einfach Kürbis.

Alle Kürbisse gehören zum hungrigsten Gemüse im Beet – in einer Saison bilden sie eine gewaltige Masse an Blättern und Früchten. Wie Sie sie von der Pflanzung bis zur Ernte nachdüngen, behandelt der Artikel Kürbis; einen allgemeinen Überblick über die Dosierung finden Sie beim Universaldünger.

Kürbiskerne: bis zu 50 % Öl

Die Kerne aller Kürbisse sind ölhaltig, sie enthalten bis zu 50 % Öl. In den Tropen gewinnt man Öl aus den Samen einer entfernt verwandten Pflanze mit dem Namen Telfairia pedata.

Cucurbita pepo convar. giromontiina, die aus Italien zu uns gekommene Zucchini (italienisch zucchino), erinnert eher an Gurken als an Kürbisse. Obwohl sie aus warmen Gegenden stammt, verträgt sie unser raueres Klima recht gut. Sie braucht nicht so viel Wärme wie Kürbisse und ist meist weniger empfindlich als Gurken, verlangt aber einen sonnigen Standort. Geerntet werden junge Früchte, wenn sie 10–20 cm lang sind. Größere Früchte sind nicht mehr so zart und saftig.

Empfohlene Sorten des Gartenkürbis

  • Kürbis vom Typ Herkules: ‚Herkuleskeule‘
  • Spaghettikürbis: ‚Sperling’s Bologneser‘, ‚Vegetable Spaghetti‘
  • Patisson: ‚White Bush‘, ‚Sperling’s Ufo‘, ‚Peter Pan‘
  • Zucchini: ‚Diamant‘, ‚Ambassador‘ (F1-Hybride), ‚Cocozelle von Tripolis‘, die gelbfrüchtige Sorte ‚Goldrush‘

Kürbisgewächse werden heute auch außerhalb des Nutzgartens verwendet.

Zu den Zierkürbissen zählen Cucurbita pepo convar. microcarpina sowie eine mit den Kürbissen verwandte Pflanze – Lagenaria siceraria(Zierkalebassen). Beide Pflanzen wachsen schnell kletternd und eignen sich für Pergolen, Lauben, Balkonspaliere und Geländer. Sie können auch einen wenig ansehnlichen Komposthaufen verdecken und beschatten. Im Sommer erfreuen die Pflanzen mit hübschen Blüten, später mit attraktiven, vielfältig geformten Früchten, die allerdings nicht essbar sind. Die Früchte lassen sich gut in Trockengestecken für die herbstliche und winterliche Dekoration im Innenraum verwenden.