Küstenmammutbaum - korrekt Küstenmammutbaum (Sequoia sempervirens)
Hoher immergrüner Nadelbaum.
Standort: nur für geschützte Standorte mit milden Wintern geeignet.
Höhe: bei uns kaum mehr als 20 m.
Blütezeit: beginnt oft bereits im November; Blüten ohne Zierwert.
Vermehrung: durch Aussaat oder Stecklinge.
Sequoia sempervirens
ist die einzige Art der monotypischen Gattung aus der Familie der Sumpfzypressengewächse (Taxodiaceae). Sie ist natürlich entlang der pazifischen Küste Nordamerikas verbreitet, wo die Bäume Höhen von über 100 m erreichen können und damit zu den größten lebenden Organismen der Erde gehören. Sie haben eine kegelförmige, im Alter ausgedünnte Krone und gerade, im Durchmesser 5–6 m starke Stämme.
Die Stämme haben eine 15–30 cm dicke, schwammige, dunkel- bis rotbraune Borke, oft mit einem gräulichen Schimmer. Die Borke alter Bäume ist nicht brennbar und bietet den Bäumen bei Waldbränden daher guten Schutz. Auch wenn Äste und Zweige verbrennen, können die Bäume aus dem geschützten Stamm eine neue Krone bilden. Der Küstenmammutbaum erreicht nicht nur enorme Höhen, er kann auch ein hohes Alter erreichen. Bäume, die 500 bis 600 Jahre alt sind, sind keine Seltenheit, aber auch bedeutend ältere Exemplare sind keine Ausnahme. Was das Alter betrifft, werden die Küstenmammutbäume jedoch offenbar von den Arten Sequoiadendron giganteum und Pinus longaeva übertroffen.
Die Nadeln des Baumes sind linealisch, abgeflacht und 4–20 mm lang. An einhäusigen Pflanzen entstehen endständige Blüten an kurzen Trieben. Die Blüte beginnt oft bereits im November, die Befruchtung der Samenanlagen erfolgt jedoch erst im Mai. Die Zapfen sind 1,5–3 cm lang und bestehen aus 12–20 verholzten Schuppen.
In Kultur benötigt der Küstenmammutbaum tiefe und feuchte, aber gut durchlässige, nährstoffreiche und schwach saure Böden. Erst in neuerer Zeit gelang es, Nachkommen aus Saatgut von Gebirgslagen zu gewinnen, die bei Temperaturen bis zu -25 °C überwinterten.
