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gestreifter Blattrandkäfer

Inhalt

Gestreifter Blattrandkäfer Foto - Schrecken für Erbsen und Bohnen

(Sitona lineatus)

Der gestreifte Blattrandkäfer (Sitona lineatus) ist ein kleiner Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer. Es handelt sich um einen bedeutenden Schädling landwirtschaftlicher Kulturen, insbesondere von Hülsenfrüchten wie Erbsen, Bohnen und ähnlichen Pflanzen, befällt jedoch auch andere Pflanzenarten.

Die Käfer treten vor allem im Frühjahr und Frühsommer auf, wenn sie sich von Pflanzenblättern ernähren, wobei die Weibchen ihre Eier direkt in den Boden neben den Pflanzen ablegen, wo die Larvenstadien schlüpfen. Diese ernähren sich anschließend von den Pflanzenwurzeln und reduzieren dadurch den Ertrag und die Erntequälitat erheblich. Die erwachsenen Käfer sind etwa 5 mm groß, graubraun gefärbt und zeichnen sich durch längs verlaufende braune Streifen auf dem Rücken aus. Die erwachsenen Käfer fressen an den Blättern.

Zum Schutz vor dem gestreiften Blattrandkäfer werden üblicherweise chemische Schutzmittel eingesetzt, jedoch gibt es auch eine biologische Kontrolle mithilfe natürlicher Feinde dieses Schädlings, wie beispielsweise Milben und Raubkäfer.

Gestreifter Herbstflieger Foto

Gestreifter Blattrandkäfer - Lebenszyklus

Überwintern tun die erwachsenen Käfer. Im Frühling legen befruchtete Weibchen Eier in den Boden neben den Pflanzen (Erbsen, Bohnen, Saubohnen u. a.), die Larven entwickeln sich dann verhältnismäßig schnell und schädigen die Wurzeln. Die erwachsenen Käfer schädigen die Blätter. Der Blattrandkäfer hat im Jahr nur eine Generation und schadet am meisten im Frühling.

Erbsenblattrandkäfer - beschädigte Erbsenblätter

Gestreifter Blattrandkäfer Spritzung

Mit zugelassenen Insektiziden können Sie den gestreiften Blattrandkäfer im Frühling besprühen, und zwar zu dem Zeitpunkt, wenn die Pflanze 3 bis 4 echte Blätter hat. Zu den zugelassenen Mitteln gehören:

  • Karate 2,5 EC (lambda-cyhalothrin) – 0,3 l.
Die Anwendung chemischer Spritzmittel kann für den Menschen und die Umwelt gefährlich sein. Daher ist es wichtig, Sicherheitsverfahren einzuhalten und bei der Anwendung chemischer Spritzmittel geeignete Schutzausrüstung zu tragen.
Zu den Schutzausrüstungen, die bei der Anwendung chemischer Spritzmittel verwendet werden sollten, gehören:
1. Atemschutzmaske – dient dem Schutz der Atemwege vor dem Einatmen gefährlicher Chemikalien.
2. Schutzbrille oder Gesichtsschutz – schützt die Augen vor spritzenden Tröpfchen des Spritzmittels.
3. Handschuhe – schützen die Haut an Händen und Armen vor dem direkten Kontakt mit Chemikalien.
4. Schutzanzug – bedeckt den Körper und schützt die Haut vor dem direkten Kontakt mit Chemikalien.
5. Schuhüberzüge – schützen Füße und Schuhwerk vor chemischen Spritzmitteln und Verunreinigungen.

Neben dem chemischen Schutz wird auch biologischer Schutz empfohlen, und zwar mithilfe von Raubmilben.

Am wichtigsten ist jedoch die Vorbeugung, d. h.:

  • gesundes Pflanzgut kaufen,
  • die Fruchtfolge einhalten,
  • Erbsen rechtzeitig aussäen,
  • Erbsen nicht in der Nähe von Luzerne- und Kleebeständen aussäen,
  • das Feld, auf dem Erbsen gesät wurden, unmittelbar nach der Ernte pflügen oder umgraben,
  • qualitative und vor allem organische Düngemittel verwenden, die den Pflanzen die Fähigkeit verleihen, sich gegen Schädlinge zu wehren.

Quellen:

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