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Weißfäule

Inhalt

Weißfäule des Knoblauchs

(Stromatinia cepivora)

Die Weißfäule (Sklerotien-Fäule), auch bekannt als Stromatinia cepivora, ist eine Krankheit, die Pflanzen befällt, insbesondere Zwiebeln und Knoblauch. Sie wird durch den Pilz Stromatinia cepivora verursacht. Dieser Pilz ist in Form von Sklerotien vorhanden, das sind harte, schwarze Körperchen, die im Boden vorkommen.

Wenn Zwiebelgewächse (wie Zwiebeln, Knoblauch oder Lauch) in Boden gepflanzt werden, der Sklerotien von Stromatinia cepivora enthält, infiziert der Pilz die Wurzeln der Pflanzen. Die Infektion breitet sich in das Innere der Zwiebel oder des Knoblauchs aus und verursacht den Zerfall des Gewebes. Infolgedessen verwandeln sich die befallenen Stellen in weiße, weiche und filzige Massen, weshalb diese Krankheit als Weißfäule bezeichnet wird.

Die Symptome der Weißfäule umfassen den Vitalitätsverlust der Pflanzen, Vergilbung und Eintrocknen der Blätter sowie schließlich den vollständigen Zerfall der Zwiebel oder des Knoblauchs. Die Sklerotien des Pilzes können sich auch über den Boden, Samen oder kontaminierte Werkzeuge in andere Teile des Gartens ausbreiten.

Die Vorbeugung und Bekämpfung der Weißfäule umfasst die Einhaltung guter Gartenbaupraxis, wie die Verwendung von gesundem Saatgut und Pflanzgut, Fruchtwechsel, Aufrechterhaltung einer guten Bodendrainage und Vermeidung übermäßiger Bewässerung. Beim Auftreten der Krankheit ist es ratsam, befallene Pflanzen zu entfernen und zu vernichten und die Ausbreitung der Sklerotien in andere Teile des Gartens zu minimieren.

Weißfäule – Symptome am Knoblauch

Weiße Sklerotien-Fäule - wie sie sich ausbreitet

Der weiße Sklerotiniafäule verbreitet sich über den Boden. Der Erreger kann im Boden bis zu 15 Jahre überleben. Daher ist eine Fruchtfolge äußerst wichtig – pflanzen Sie niemals Knoblauch, Zwiebeln und Porree an derselben Stelle an. Bei Auftreten der Krankheit sollten diese Kulturen mindestens 8 Jahre lang nicht auf dem betreffenden Grundstück angebaut werden.

Außerdem sollten Sie Zwiebeln und Knoblauch nicht in schweren und feuchten Böden anbauen, da sich die Krankheit dort besonders gut entwickelt. Auch eine gründliche Beseitigung von Ernterückständen ist wichtig. Es sei hinzugefügt, dass die Beizung von Knoblauchzehen vor der Pflanzung gegen diese Krankheit nahezu wirkungslos ist.

Weiße Sklerotiniafäule – Symptome an Knoblauchzehen

Weiße Zwiebelfäule

Weiße Zwiebelfäule ( Stromatinia cepivora) tritt vor allem dort auf, wo keine korrekte Fruchtfolge eingehalten wurde. Dort, wo diese Krankheit regelmäßig vorkommt, ist es nicht empfehlenswert, Zwiebeln oder Knoblauch vor dem Winter zu pflanzen.

Die Fäule schädigt knoblauch- und zwiebelartige Pflanzen, insbesondere Küchenzwiebeln, Knoblauch, Schalotten, Porree und Schnittlauch. Die optimale Temperatur für die Vermehrung/Keimung der Sklerotien liegt bei 14–18 °C. Myzelien wachsen bei Temperaturen von 5 bis 27 °C.

Das erste Anzeichen der Krankheit ist das Auftreten von weißem Myzel an der Basis der Zwiebeln. Die Fäule breitet sich anschließend schrittweise nach oben in die verbleibenden Pflanzenteile aus. Auf abgestorbenem Gewebe bilden sich zudem weitere kleine Sklerotien.

Nach dem Zerfall des befallenen Gewebes werden die Sklerotien wieder in den Boden freigesetzt. Die Entwicklung der Krankheit kann jedoch an befallenen Zwiebeln auch in Lagern weitergehen.

Quellen: