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Gymnocactus (Turbinicarpus)

Gymnocactus, heute meist zu Turbinicarpus gestellt: mexikanische Zwergkakteen mit feinen Dornen und farbigen Blüten. Substrat, Pflege, Überwinterung und die schönsten Arten.

Gymnocactus gielsdorfianus (Turbinicarpus gielsdorfianus) mit spiralförmig angeordneten Warzen

Kleine Kugelkakteen mit feinen Dornen und warzenartigen Höckern

  • Standort: sehr warm, sonnig und luftig
  • Höhe: je nach Art bis 15 cm
  • Blütezeit: Sommer
  • Vermehrung: durch Samen

Wie bei Kakteen üblich, ist auch die taxonomische Einordnung der Gattung Gymnocactus (syn. Neolloydia) umstritten – heute werden die Arten meist zur Gattung Turbinicarpus gestellt, was der Pflanze jedoch nichts von ihrer Schönheit nimmt. Die Heimat der Gattung Gymnocactus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) ist Mexiko. Der kugelförmige Körper bleibt meist ohne Seitentriebe und einige Arten haben am Wurzelhals verdickte Wurzeln. Bei allen Arten ist der Verlauf der Rippen deutlich erkennbar und die Dornen sind überwiegend hell. Die einige Zentimeter großen Blüten sind meist purpurfarben, können aber auch rosa oder weiß sein.

Anbau, Pflege und Überwinterung

Die Kultivierung von Gymnocactus ist leider nicht einfach und für Anfänger wenig geeignet. Am besten gedeihen Pflanzen, die in ein Frühbeet gepflanzt werden. Das Substrat muss sehr durchlässig und schwach sauer sein. Es besteht z. B. aus sandig-mineralischer Erde und Gesteinsgranulat, dessen Anteil bis zu 50 % betragen kann. Die sommerliche Bewässerung sollte ausreichend, aber vorsichtig sein – dauerhafte Staunässe ist schädlich. Gymnocactus überwintert trocken bei einer Temperatur von 6–10 °C. Für die Zimmerkultur sind auf Trichocereus spachianus veredelte Pflanzen geeignet; deutlich anspruchsloser auf der Fensterbank ist dagegen der Goldkugelkaktus (Echinocactus grusonii).

Zu den interessantesten Arten gehören:

Gymnocactus beguinii (Turbinicarpus beguinii) mit glasig weißen Dornen
  • Gymnocactus beguinii (Turbinicarpus beguinii) (syn. Neolloydia smithii) hat einen blaugrünen, bis zu 15 cm hohen Körper mit Areolen, die mit weißer Wolle bedeckt sind. Die Dornen sind glasig weiß und nur die Mitteldornen sind schwarzbraun. Die violetten Blüten haben ein bräunliches Inneres.
  • Gymnocactus gielsdorfianus (Turbinicarpus gielsdorfianus) (syn. Thelocactus gielsdorfianus) hat auf dem matt gelblichen bis blaugraugrünen Körper spiralförmig angeordnete Warzen. Er blüht weiß.
  • Gymnocactus horripilus (Turbinicarpus horripilus) (syn. Thelocactus horripilus) bildet durch starke Sprossung ganze Polster. Auf dem blaugrünen Körper hat er gelblich weiße Dornen, die Blüten sind purpurfarben.
Gymnocactus beguinii (Turbinicarpus beguinii) im Topf
  • Gymnocactus knuthianus (Turbinicarpus knuthianus) (syn. Thelocactus knuthianus) ist eine kleine, ebenfalls sprossende Art mit glänzenden, dunkel blaugrünen Körpern. Die Dornen sind dünn, weiß, an der Spitze dunkel, die Blüten hellila-rosa.
  • Gymnocactus mandragora (Turbinicarpus mandragora) ist vielleicht die interessanteste Art der Gattung. Der bis zu 6 cm breite graugrüne Körper verjüngt sich an der Basis und geht in eine braune, rübenförmige Wurzel mit einem dicken Korkmantel über. Auf den weißen Blüten befinden sich unten zarte rosa Streifen.
  • Gymnocactus valdezianus (Turbinicarpus valdezianus) (syn. Normanbokea valdeziana) ist die kleinste Art der Gattung. Der Körperdurchmesser beträgt etwa 2,5 cm. Sie hat weißen Wollfilz am Scheitel und anliegende Dornen wie gefiederte Härchen. Die Blüten sind violett-rosa.