Gemüseartischocke
Die Gemüseartischocke (Cynara scolymus), auch Echte Artischocke genannt, ist eine mehrjährige Pflanze aus dem Mittelmeerraum mit schmackhaften Blütenköpfen. Sie eignet sich für den Anbau in warmen Lagen und wird in der Küche wie auch in der Pharmazie genutzt.
Mehrjährige distelartige Pflanze bis 2 m Höhe; die fleischigen Böden der Blütenköpfe mit ihren Hüllblättern werden als Gemüse zubereitet.
- Standort: in warmen Lagen, sonniger Platz mit nährstoffreichem Boden
- Platzbedarf der Pflanze: 0,8 × 1 m
- Anbauzeit: Pflanzung im Mai
- Erntezeit: vor dem Aufblühen
- Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Bekannteste Sorten:
- ‚Grosse Grüne von Laon‘
- ‚Green Globe‘

Anbau
Der Anbau von Artischocken hat eine lange Geschichte und begann bereits im alten Ägypten. Die heute bedeutenden Anbaugebiete liegen in Frankreich, Italien und Spanien. Artischocken stammen aus dem Mittelmeerraum und gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie sind wärmeliebend und überwintern ohne Winterschutz nur in Gebieten mit mildem Winter.
Nach der Aussaat im März bis April werden die Setzlinge in der zweiten Maihälfte im Abstand von 0,8 × 1 m gepflanzt. Ältere Pflanzen lassen sich durch Teilung vermehren. Die drei- bis vierjährige Kultur verlangt eine gute Grundbodenbearbeitung. Die Blütenköpfe entwickeln sich in den Sommermonaten. Sobald sich die Knospen gebildet haben, die violetten Blüten aber noch nicht zu sehen sind, ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte der Blütenköpfe.
Getrocknete Blütenköpfe eignen sich für Dekorationen. Artischocken leiden weder unter Krankheiten noch unter Schädlingen. Essbar sind die unteren verdickten Teile der Hüllblätter und die fleischigen Böden der Köpfe. Sie werden in Salzwasser mit etwas Zitronensaft gekocht und warm oder kalt mit verschiedenen Soßen serviert. Artischocken enthalten neben anderen Bitterstoffen Cynarin und sind damit auch für pharmazeutische Zwecke von Bedeutung.
