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Samenkäfer - je nach Art schaden sie an Erbsen, Bohnen oder Saubohnen

(Bruchidae)

Samenkäfer (Bruchidae) sind eine Käferfamilie, die mehr als 1 200 Arten umfasst. Es handelt sich um kleine Käfer, deren Larven sich von Pflanzensamen ernähren, insbesondere von Hülsenfrüchten.

Erwachsene Samenkäfer sind in der Regel klein und messen nur wenige Millimeter. Sie haben ein hartes Außenskelett und sind häufig dunkel oder braun gefärbt. Außerdem haben sie kurze und kräftige Fühler. Die Weibchen besitzen einen besonderen Fortsatz am Hinterleib, der es ihnen ermöglicht, ihre Eier direkt in Pflanzensamen abzulegen.

Die Larven der Samenkäfer parasitieren an Samen. Das Weibchen legt Eier auf die Samen der Wirtspflanze, und die geschlüpften Larven ernähren sich anschließend im Inneren der Samen. Die Larven sind gut an das Leben im Inneren von Samen angepasst und besitzen spezielle Strukturen, die es ihnen ermöglichen, die in den Samen enthaltenen Nährstoffe zu verwerten.

Samenkäfer können Schädlinge für landwirtschaftliche Kulturen sein, insbesondere für Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Soja oder Linsen. Sie beschädigen die Samen, indem sie deren Inhalt verzehren, was zu einer verminderten Keimfähigkeit oder Qualität führen kann. Samenkäfer können auch in Lagereinrichtungen ein Problem darstellen, wo sie Verluste in Nahrungsmittelvorräten verursachen können.

Zum Schutz gegen Samenkäfer werden verschiedene Methoden eingesetzt, darunter chemische Behandlung, die Kontrolle von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in Lagerräumen sowie der Einsatz von biologischer Kontrolle, beispielsweise durch natürliche Feinde der Samenkäfer.

Erbsensamenkäfer

Erbsenkäfer

Der Erbsenkäfer ist spezialisiert ausschließlich auf Erbsen. In den Samen hinterlässt er ausgefressene Löcher, meist jeweils eines, sodass die Erbsen anschließend wie kleine durchlöcherte Perlen aussehen. Der Erbsenkäfer gelangt bereits während der Vegetationsperiode der Pflanze in die Hülsen und Samen, befällt die Samen und frisst sie durch. Die Erbsen sind ungenießbar, da die beschädigten Samen das giftige Alkaloid Cantharadin enthalten. Eine gute Vorbeugung gegen den Erbsenkäfer ist eine frühzeitige Aussaat der Erbsen, unmittelbar nach der Ernte ein rasches Umpflügen oder Umgraben des Beetes sowie die Lagerung der Erbsen bei einer Temperatur von über 20 °C.

Erbsenkäfer - ausgefressene Erbsensamen

Bohnenkäfer

Der Bohnenkäfer befällt nicht nur Bohnen, sondern auch Erbsen, Linsen und Saubohnen. Bei befallenen Bohnen können mehr als zehn ausgefressene Löcher vorhanden sein. Der Bohnenkäfer befällt die Samen erst während der Lagerung.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich eine rechtzeitige Ernte der Bohnen, außerdem ist es sinnvoll, die Samen 8 bis 10 Stunden in den Gefrierschrank zu legen (die Keimfähigkeit wird dadurch nicht beeinträchtigt) und sie anschließend in gut verschlossenen Behältern bei möglichst niedriger Temperatur zu lagern. Nur so können Bohnenkäfer nicht an die Bohnen gelangen.

Bohnenkäfer - beschädigte Bohnen

Spritzmittel gegen Bohnenkäfer

Gegen den Bohnenkäfer wird kein Spritzmittel empfohlen. Bei starkem Befall wäre es möglicherweise möglich, zugelassene Insektizide einzusetzen, doch ein besserer Schutz ist die Vorbeugung:

  • gesundes Saatgut kaufen,
  • Fruchtfolge einhalten,
  • rechtzeitige Aussaat der Kulturen einhalten (Erbsen, Bohnen, Linsen, Saubohnen, Soja),
  • nach der Ernte die Beete sofort gründlich umgraben oder pflügen.

Neben dem chemischen Schutz wird auch der biologische Schutz empfohlen, und zwar mithilfe von Raubmilben. Gegen Bohnenkäfer können auch insektenfressende Vögel helfen, die Sie in Ihren Garten locken können, indem Sie ihnen eine Tränke, ein Futterhaus und Versteckmöglichkeiten anbieten und gleichzeitig dafür sorgen, dass Katzen die Vögel in Ihrem Garten nicht aufschrecken.

Eine weitere Möglichkeit zum Schutz der Kulturen ist der Einsatz von organischem Dünger – siehe unten.

Quellen:

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