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Borretsch

Borretsch (Borago officinalis) ist ein einjähriges Kraut mit blauen Blüten und deutlichem Gurkenaroma. Er gedeiht an sonnigen, ausreichend feuchten Standorten, lässt sich leicht aussäen und ist eine wertvolle Bienenweide.

Borretsch (Borago officinalis)

Einjähriges Küchen- und Bienenkraut, Klassiker der Bauerngärten

  • Standort: sonnig, ausreichend feucht
  • Boden: durchlässig und nährstoffreich
  • Höhe: 40–80 cm
  • Blütezeit: Mai–September
  • Vermehrung: durch Aussaat

Borretsch aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und gelangte mit den Arabern nach Spanien. Heute wird er im Mittelmeergebiet angebaut und wächst dort auch häufig wild an feuchten Standorten. Er kann auch in unseren Gärten kultiviert werden. Als sehr saftiges Kraut benötigt er viel Wasser.

Aus der dicken, verzweigten Wurzel wächst ein verzweigter Stängel. Die wechselständigen Blätter sind runzelig, und bis auf die leuchtend blauen Blüten ist die gesamte Pflanze mit rauen, borstenartigen Haaren bedeckt. Die Blütenblätter sind sternförmig verwachsen. Die Blüten im lockeren Blütenstand am Ende der Stängel neigen sich leicht über. Die Blütezeit beginnt im Mai und kann bis zum Ende des Sommers andauern. Die blühende Pflanze ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine Weide für Bienen.

Verwendung

Borretsch enthält Schleimstoffe, Kieselsäure, Saponine, Kaliumnitrat und weitere Inhaltsstoffe. In der Volksheilkunde galt er traditionell als kühlendes und belebendes Kraut – belegte Heilwirkungen sind damit nicht verbunden. Wichtig zu wissen: Borretschblätter enthalten Pyrrolizidinalkaloide. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät deshalb davon ab, sie regelmäßig oder in größeren Mengen zu verzehren.

In der Küche werden die jungen Blätter gehackt und in kleinen Mengen zu Frühlingssalaten, zu Soßen (zum Beispiel zur Frankfurter Grünen Soße) und zum Gurkensalat gegeben – sie duften und schmecken nach Gurke. Zur Dekoration von Sommerspeisen eignen sich die essbaren blauen Blüten, die deutlich weniger Pyrrolizidinalkaloide enthalten als die Blätter.