Steckenkraut (Ferula): Riesenfenchel und Asant
Das Steckenkraut (Ferula, Apiaceae) ist eine Mittelmeerpflanze: Riesenfenchel und Asant liefern Gummiharz, dienen als Viehfutter, und die jungen Blütenstände lassen sich wie Blumenkohl zubereiten.
Ferula communis – Riesenfenchel
Dekorative Staude, in ihrer Heimat auch Nutzpflanze
Standort: warm und sonnig; humoser, lehmiger und nährstoffreicher Boden
Wuchshöhe: 1–3,5 m
Blütezeit: Juli–September
Vermehrung: durch Aussaat

Das Steckenkraut aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) ist auf den Kanarischen Inseln, im Mittelmeerraum und in Kleinasien heimisch.
In der Volksmedizin wurden früher die Wurzeln, die Stängel und die Samen verwendet – überlieferte Anwendungen sind wissenschaftlich nicht belegt. Aus Arten der Gattung wird außerdem ein Gummiharz gewonnen, das technisch und pharmazeutisch genutzt wird; bei Ferula assa-foetida ist es das als Asafoetida bekannte Harz. Auf Sizilien dienen die trockenen Stängel seit alter Zeit als Zunder zum Feuermachen.
Die jungen Blütenstände lassen sich wie Blumenkohl zubereiten, und die ganze Pflanze dient als Futter für das Vieh.
Der Stängel dieser vielseitig verwendbaren Pflanze ist dick, rund und gerillt. Die unteren Blätter sind 30–60 cm lang, lang gestielt und mehrfach in linealische Abschnitte gefiedert. Die Dolden mit den gelben Blüten sind reich verzweigt; die mittlere von ihnen ist die größte.
Die elliptischen Früchte sind 1,5 cm lang und fein gerippt.


