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Breite Tarsonemide

Inhalt

Breite Tarsonemide - Polyphagotarsonemus latus

(Polyphagotarsonemus latus)

Die breite Tarsonemide (Polyphagotarsonemus latus) ist eine mikroskopisch kleine Milbe aus der Familie Tarsonemidae. Diese Milbe kann an einer Vielzahl von Pflanzen auftreten, wie z. B. Zitrusfrüchten, Kaffeepflanzen, Zuckerrüben, Tabak, Gurken, unter unseren Bedingungen am häufigsten an Paprika, die in Gewächshäusern oder Folientunneln angebaut werden. Die Milben befallen vor allem die Unterseite der Blätter, wo sie das Pflanzengewebe saugen und Chlorosen, Verformungen sowie Blattrollungen verursachen können, was zu Ertrags- und Qualitätseinbußen bei den Kulturen führt. Die Tarsonemiden schädigen Früchte, Knospen, Blüten und junge Blätter. Ein Befall durch Milben kann auch für kräftigere Pflanzen schädlich sein, da diese anfälliger für eine weitere Massenvermehrung werden können.

Zum Schutz vor Milben kann chemischer Pflanzenschutz eingesetzt werden, aber auch biologische Methoden werden häufig genutzt, wie z. B. Raubinsekten oder Parasitoide, die die Milbenpopulation in der Umgebung effektiv regulieren können.

Breite Mite - beschädigte Paprikafrüchte

Breite Tarsonemide Temperatur

Die Breite Spinnmilbe benötigt eine Temperatur von 20 bis 30 °C und eine niedrige Luftfeuchtigkeit. Gewächshäuser, Folientunnel und Frühbeete sind daher absolut ideal. Im Freien tritt die Breite Spinnmilbe vor allem in subtropischen und tropischen Gebieten auf.

Der Entwicklungszyklus der Milbe ist wirklich kurz und schnell – vom Ei bis zum erwachsenen Tier genügen ihr 4, maximal 6 Tage.

Der ideale Schutz für Paprika im Gewächshaus und Folientunnel ist: ausreichend lüften, ausreichend gießen, ggf. auch die Paprikapflanzen besprühen oder mit Wasser befeuchten.

Breite Spinnmilbe – Behandlung durch Besprühen

Die Breite Spinnmilbe kann mit chemischen Mitteln besprüht werden, die beispielsweise auch gegen Spinnmilben empfohlen werden, die ebenfalls Paprika befallen.

Da es viele Spritzmittel gibt und wir der natürlichen Bekämpfung von Schädlingen den Vorzug geben, führen wir hier nur eine Auflistung an:

  • Apollo 50 SC (Clofentezin) – 0,04 %,
  • Kelthane WP (Dicofol) – 0,125 %,
  • Magus (Fenazaquin) – 0,025 %,
  • Sanmite 20 WP (Pyridaben) – 0,075 %.
Bitte beachten Sie, dass Spritzmittel für Menschen, Tiere und die umliegende Natur schädlich sein können.
Sprühen Sie Pflanzen nur bei windstillem Wetter. Im Gewächshaus achten Sie bitte darauf, zu lüften und die Dämpfe nicht einzuatmen!
Verwenden Sie Schutzausrüstung, wie Schutzhandschuhe, Schutzbrille und weiteres.

Neben dem chemischen Schutz wird auch biologischer Schutz empfohlen, und zwar mithilfe von Raubmilben.

Am wichtigsten ist jedoch die Vorbeugung, d. h.:

  • gesundes Pflanzgut kaufen,
  • Paprika im Gewächshaus mit ausreichend Abstand pflanzen,
  • ausreichend lüften,
  • ausreichend gießen und ggf. auch die Pflanzen befeuchten,
  • qualitativ hochwertige und vor allem organische Düngemittel verwenden, die den Pflanzen die Fähigkeit verleihen, sich gegen Schädlinge zu wehren.

Quellen:

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