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Birne (Pyrus)

Laubabwerfend, meist kleine Bäume; wertvolles Obstgehölz
  • Standort: sonnige Lagen; tiefe, durchlässige Böden
  • Höhe: 5–10 m
  • Blütezeit: April–Mai
  • Vermehrung: durch Aussaat oder Veredelung
Die Gattung Birne (Pyrus) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) ist nicht nur als Lieferant schmackhafter Früchte – der Birnen – bedeutsam, sondern bietet auch einige wertvolle Ziergehölze für Garten und Park oder für Straßenbepflanzungen. Von etwa 30 Arten, die von Europa bis nach Ostasien sowie in Nordafrika, Iran und im Himalaya verbreitet sind, werden nur wenige als Ziergehölze kultiviert. Alle sind laubabwerfende Bäume oder Sträucher, deren kurze Zweige häufig mit Dornen besetzt sind.
Die Blätter sind wechselständig und meist einfach, bei einigen Arten färben sie sich im Herbst auffällig; die Blüten sind doppelt fünfzählig, 2–4 cm breit, ausnahmslos weiß und erscheinen meist vor den Blättern in mehrblütigen Dolden oder kurzen rispigen Trauben. Die Frucht ist eine runde oder birnenförmige Kernfrucht mit Kernen, meist größer als 2 cm. Den meisten Birnenarten gedeiht es an sonnigen Standorten und auf tiefen, durchlässigen Böden, sie vertragen jedoch auch trockene Standorte.

Bekannteste Arten

Kallery-Birne (Pyrus calleryana)

Chinesische Wildbirne (Pyrus calleryana)

Es handelt sich um einen mittelgroßen Baum, dessen Äste mit dornigen kurzen Trieben besetzt sind. Die Blätter sind breit eiförmig, zugespitzt, 4–8 cm lang und glänzend grün; die Blüten sind 2–2,5 cm breit. Die Früchte sind kugelförmig, 1 cm groß, braun und gesprenkelt. Die Art stammt aus China.

Bedeutender als die Art selbst ist die Sorte ‚Chanticleer‘, ein mittelgroßer Baum mit schmal kegelförmiger Krone. Die breit ovalen, lederartigen, stark glänzenden Blätter treiben früh aus, färben sich im Herbst wunderschön rot bis leuchtend scharlachrot, bleiben lange am Baum und fallen erst nach starkem Frost ab. ‚Chanticleer‘ blüht sehr früh, reichlich und regelmäßig, trägt jedoch in der Regel keine Früchte.

Die Sorte hat sich in Süddeutschland und den Niederlanden als Straßenbaum bewährt, ist jedoch in manchen Gebieten frostempfindlich.

Ölweidenblättrige Birne (Pyrus elaeagrifolia)

Ölweidenblättrige Birne (Pyrus elaeagrifolia)

Es ist ein kleiner, dorniger Baum mit filzig behaarten jungen Trieben und lanzettlichen bis schmal elliptischen Blättern, 3,5–8 cm lang, die auf beiden Seiten grau oder weiß filzig behaart sind.

Die weißen Blüten erscheinen im April bis Mai in filzig behaarten Dolden.

Die Früchte sind rund bis birnenförmig, 2 cm groß, grün. Die Heimat liegt in Kleinasien; die Art eignet sich für warme, trockene Standorte.

Schneebirne (Pyrus nivalis)

Kleiner, etwa 10 m hoher Baum. Die Zweige sind nicht dornig, junge Triebe sind dicht weißfilzig. Die Blätter sind elliptisch bis verkehrt-eiförmig, 5–9 cm lang, in der Jugend weißfilzig, im Alter oberseits dunkelgrün, unterseits hell grau bis weiß filzig.

Weiße, 2–3,5 cm breite Blüten erscheinen im April bis Mai. Beheimatet ist sie in Südosteuropa. Sie wird als Pyrus elaeagrifolia verwendet.

Schneebirne (Pyrus nivalis)

Weidentblättrige Birne (Pyrus salicifolia)

Es handelt sich um einen 5–8 m hohen Baum, dessen Äste und Zweige mehr oder weniger hängend sind. Die Triebe sind dünn, kurze Triebe enden in einem Dorn. Die Blätter sind schmal lanzettlich, 3–9 cm lang, in der Jugend auf beiden Seiten silbergrau behaart, im Herbst sich verjüngend und fast kahl, unterseits jedoch behaart bleibend.

Die Blüten entfalten sich im April bis Mai. Sie sind weiß, etwa 2 cm breit, Kelch und Blütenstiele weiß wollig.

Die Früchte sind birnenförmig, 2–3 cm groß, grün. Sie wächst in Südosteuropa, Kleinasien und im Kaukasus.

Sie wird von allen Arten mit grauen Blättern am häufigsten gepflanzt.

Mehr über die Art Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia) finden Sie in einem eigenen Artikel.

Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia)
Interessieren Sie sich auch für die Gemeine Birne (Pyrus communis)? Lesen Sie den ausführlichen Artikel über ihren Anbau und ihre Sorten.