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Birnengallmücke

Inhalt

Birnengallmücke - der Schrecken der Birnbäume

(Contarinia pyrivora)

Die Birnengallmücke, manchmal auch Birnmücke genannt (Contarinia pyrivora), ist ein kleines zweiflügeliges Insekt, das die Früchte von Birnbäumen befällt. Das Weibchen legt seine Eier in Blütenknospen und junge Früchte, wo sich die Larven entwickeln. Diese ernähren sich vom Fruchtgewebe und verursachen dessen Verformung und Abfallen. Befallene Früchte sind zudem anfälliger für Fäulnis.

Die Birnengallmücke ist ein recht häufiger Schädling in Gebieten mit intensivem Birnenanbau. Daher müssen Birnbäume ständig kontrolliert und bei einem Massenbefall der Gallmücke sofort Maßnahmen ergriffen werden.

Birnenfruchtstecher - deformierte Birne

Birnengallmücke Foto

Die Birnengallmücke ist ein zweiflügliges Insekt, das wie eine Mücke aussieht. Im Frühling schlüpfen die Erwachsenen aus Puppen, die sich im Boden befanden (Larven und Puppen überwintern im Boden). Die Weibchen legen nach der Befruchtung Eier in die Blüten. Sie können bis zu mehrere Dutzend Eier in eine einzige Blüte legen. Die Larven schlüpfen recht bald nach dem Ablegen der Eier und sind 3–4 mm lang und gelblich gefärbt. Sie bohren sich in die jungen Birnenfrüchte. Die Frucht wird durch das Saugen der Larve deformiert, schwärzt sich dann und fällt ab. Die erwachsenen Larven verlassen die Frucht und verpuppen sich im Boden.

Und wie sieht die Larve aus?

Die Larve der Birnengallmücke ist weiß und hat die Form eines kleinen Wurms mit einem Kopf an einem Ende und einem Schwanz am anderen. Sie ist recht klein und erreicht eine Länge von etwa 4 mm. Aufgrund ihres Aussehens und Lebenszyklus wird sie der Familie der Gallmücken zugeordnet.
Nach dem Schlüpfen aus dem Ei ernährt sich die Larve zunächst vom Endosperm (dem inneren Nährgewebe) des Samens und dringt anschließend in die Frucht vor, wo sie sich vom Fruchtfleisch ernährt. Ihre Anwesenheit in der Frucht kann beispielsweise durch das Auftreten kleiner Löcher und Kotspuren oder tütenförmiger Ausscheidungen an den Früchten erkannt werden.
Birnengallmücke - Erwachsenes Tier

Birnengallmücke chemischer Schutz

Birnengallmücke - Vernichtung von Larven und Puppen durch Bodenlockerung

Der chemische Schutz gegen die Birnengallmücke ist möglich und wird bei starkem Befall oder beim Anbau von Birnbäumen in Obstgärten empfohlen. Die Birnengallmücke können Sie mit zugelassenen Insektiziden besprühen, die für Kernobst geeignet sind (Apfelbäume, Birnbäume). Dazu gehört beispielsweise Mospilan 20.

Besser als chemische Spritzungen sind das mechanische Sammeln befallener Früchte und deren Entsorgung, das Aufsammeln herabgefallener deformierter Früchte und deren Entsorgung sowie die Bodenlockerung unter den Birnbäumen im Herbst, wodurch Larven und Puppen vernichtet werden, die im Boden überwintern.

Birnengallmücke Spritzung

Wenn Sie sich für eine Spritzung entscheiden, sollten Sie sich nach der sogenannten kritischen Zahl richten, d. h. wenn nach dem Blütenblattfall in mindestens 100 Früchtchen 2 oder mehr Eier festgestellt werden. Das bedeutet, alle Birnbäume zu begehen und das Vorhandensein des Schädlings sorgfältig zu überprüfen.

Die Behandlung führen Sie dann mit einem insektiziden Spritzpräparat auf Basis von Kaliumsalzen und natürlichen Fettsäuren durch, am besten gegen Ende der Grünknospenphase. Nach 14 Tagen wiederholen Sie die Spritzung. Geeignete Mittel sind Neudosan oder Quassia Amara, Mospilan 20 und weitere.
Birnengallmücke - beschädigte junge Frucht

Quellen:

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