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Leberreischling (Fistulina hepatica): Pilz, der Eichen zerstört

Der Leberreischling ist ein holzzerstörender Pilz, der Eichen befällt. Sie erkennen ihn an den dunkelroten, fleischigen Fruchtkörpern am Stamm und an der Braunfäule des Kernholzes.

Was ist der Leberreischling und wie erkennen Sie ihn am Baum

Wirtsbäume: Eiche.

Symptome: Fruchtkörper wachsen aus dem basalen Stammbereich; Kernholz des Eichenstamms rotbraun bis dunkelbraun verfärbt, später Braunfäule in der Nähe der Bodenoberfläche.

Erreger: Wundparasit – Fruchtkörper sind mehrere Zentimeter bis fast einen halben Meter breit, fleischig, dunkelrot und konsolenförmig, oft mit rötlichen Tropfen.

Verwechslungsmöglichkeiten: keine.

Schädlichkeit: Der Leberreischling verursacht zwar kein sofortiges Absterben der Eiche, jedoch wird durch die Braunfäule die Festigkeit erheblich verringert.

Eichenporling

Der Leberreischling tritt häufig an älteren oder bereits geschwächten Exemplaren auf, wo er bestehende Verletzungen als Eintrittspforte in das Holz nutzt. Sein Auftreten kann daher ein wichtiges Signal für einen verschlechterten Gesundheitszustand des Baumes sein, insbesondere bei längerem Stress durch Trockenheit oder ungünstige Bodenbedingungen. Da der Holzabbau schrittweise und in den Anfangsphasen ohne deutliche äußere Symptome verläuft, kann es zu einer erheblichen Schwächung des Stammes kommen, bevor das Problem visuell erkennbar ist. Aus arboristischer Sicht empfiehlt es sich daher, den Zustand älterer Eichen regelmäßig zu beobachten und beim Auftreten von Leberreischling (Fistulina hepatica) eine fachkundige Beurteilung der Standsicherheit des Baumes sowie seiner weiteren Perspektive am jeweiligen Standort in Betracht zu ziehen.