Begrünung von Hängen: Geländemodellierung und Blumenwiese
Welliges Gelände und Hänge können eine Zierde des Gartens sein. Wir beraten Sie, wie Sie Hügel modellieren, einen Rasen am Hang anlegen und eine blühende Blumenwiese mit der richtigen Saatmischung gestalten.
Geländemodellierung im Garten: Wie Sie Hügel und Senken anlegen
Begrünung von Hängen
Welliges Gelände und Hänge machen Ihren Garten interessant. Wenn Sie wissen, wie man es angeht, können Sie jeden Hang problemlos begrünen. Die verschiedenen Möglichkeiten der Begrünung sind nicht nur für Besitzer von Hanggrundstücken interessant, sondern für jeden Gartenbesitzer, der das Gelände in seinem grünen Reich auf vielfältige Weise modellieren möchte.
Geländemodellierung
Wenn Ihnen Ihr flacher Rasen zu eintönig erscheint, können Sie sich durch Geländemodellierung eine beeindruckende Hügellandschaft schaffen.
► Am wenigsten aufwendig ist es, die gewünschten Geländewellen vor der eigentlichen Anlage des Gartens zu gestalten.
► In der flachen Fläche werden Senken ausgehoben und die entnommene Erde an anderer Stelle als kleine Hügel aufgeschüttet. Ist der Boden zu steinig, können Sie andere Erde kaufen und das Gelände damit modellieren.
► Je nach dem geplanten Erdvolumen können Sie nur Schubkarre und Schaufel verwenden – oder sich einen kleinen Bagger mieten.
► Die Details der Erhebungen und Vertiefungen modellieren Sie mit der Harke nach. Die Übergänge sollten weich und sanft sein, damit man später zwischen Hügeln und Senken problemlos mit dem Rasenmäher fahren kann.
► Zum Schluss verteilen Sie auf der gesamten Fläche eine etwa 15 cm starke Schicht humosen Bodens. Erst dann beginnen Sie mit der Aussaat.
Rasen am Hang: Was Sie vor der Anlage wissen müssen
Grüne Hänge
Nur an Hängen mit einer Neigung bis zu 30 Grad ist es noch sinnvoll, einen Rasen anzulegen. Erscheint Ihnen dieser Wert zu abstrakt, müssen Sie beim Betrachten Ihres Hügels schlicht und realistisch entscheiden, ob Sie seine Hänge mit Ihrem Rasenmäher bewältigen könnten. Wenn dies der Fall ist, steht einer Rasenanlage dort nichts im Weg. Dennoch müssen Sie einige Besonderheiten beachten:
► Ist der Übergang zwischen dem flachen Rasen und dem Hang zu abrupt, kann es passieren, dass der Rasenmäher den Rasen am Übergang regelrecht skalpiert. Um dies zu vermeiden, müssen Sie beide Flächen trennen, am besten durch flache, befahrbare Rasenkantensteine (siehe Seite 21).
► Unterhalb von Hängen und in Senken sammelt sich bei stärkerem Regen Wasser. Damit die Gräser hier nicht leiden, verlegen Sie Drainagen in den Boden. Oft hilft bereits ein gebohrter Versickerungsschacht. Er muss etwa 150 cm tief und mit Kies gefüllt sein. Die oberen 10 cm des Schachts überdecken Sie mit sandigem Boden, in dem die Gräser wurzeln können.
Blühende Blumenwiese am Hang als natürliche Alternative zum Rasen
Bunte Hangwiesen
Eine artenreiche Blumenwiese verleiht Hängen und Böschungen einen natürlichen Charme. Wo die Pflege eines Rasens an einem steilen Hang zu aufwendig ist, kann eine Blumenwiese genutzt werden.
► Der beste Zeitpunkt für die Aussaat ist April und September.
► Führen Sie die Aussaat mit einer geeigneten Mischung durch. Den Boden müssen Sie in keinem Fall düngen.
Kennen Sie eine schöne Wiese in der Nähe? Dann bitten Sie den Grundstückseigentümer um einen Teil seines „Heus“. Es handelt sich um ein feines Material aus Spreu und Samen, das nach dem Mähen vor Ort verbleibt. Sie finden es auch auf einer Schubkarre oder im Sammelwagen für Heu nach abgeschlossener Heuernte. Verteilen Sie das gewonnene Material über die zu besäende Wiesenfläche. Im folgenden Frühjahr werden die Samen keimen.
Wie Sie hochwertiges Saatgut für eine Wiesenblumenwiese auswählen
Kaufen Sie nur hochwertiges Saatgut für Ihre Blumenwiese.
Vermeiden Sie günstige Mischungen, die meist nichts mit Wiesengesellschaften gemein haben.
In guten Saatgutmischungen werden die enthaltenen Arten ausdrücklich namentlich genannt. Sie sollten etwa 36 Grasarten und 15 Arten anderer Kräuter enthalten.
Wählen Sie die Mischungen, die den Bodenbedingungen Ihres Gartens entsprechen. Es gibt z. B. spezielle Mischungen für Wiesen mit nährstoffreichem Boden – oder umgekehrt für nährstoffarme Böden.
