Zierjohannisbeere (Ribes)
Blüht früher als die meisten Sträucher und ist eine der ersten Trachtquellen für Wildbienen.
Zierjohannisbeere — schöne Blüte und wertvolle Nahrungsquelle für die Natur

Die Zierjohannisbeere gehört zur Gattung Ribes aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Die Gattung ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Zierjohannisbeeren sind in Gärten beliebt, weil sie früh und reich blühen und in der Pflege unkompliziert sind.
Die Ribes-Arten wachsen als mittelhohe Sträucher und werden meist zwischen 1,2 und 1,8 Meter hoch. Die Blätter sind handförmig gelappt und haben gezähnte Ränder. Die Blüten sind klein und stehen in Trauben. Die Früchte sind kleine Beeren, die je nach Art rot oder schwarz sein können. Rote Beeren schmecken süßlich bis leicht säuerlich, schwarze haben ein kräftigeres Aroma und eignen sich gut für Marmeladen und Sirupe.
Die Zierjohannisbeere ist eine anspruchslose Pflanze und gedeiht unter recht unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Beim Anbau ist ein sonniger bis halbschattiger Standort mit gut durchlässigem, frischem Boden wichtig. Ideal ist ein Platz, der vor starkem Wind geschützt ist, damit Blüten und Früchte nicht Schaden nehmen.
Die essbaren Johannisbeeren derselben Gattung sind für ihre Früchte geschätzt, die reich an Vitamin C, Vitamin K, Ballaststoffen und Antioxidantien sind. Diese Stoffe tragen zur Stärkung des Immunsystems und zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Johannisbeeren sind außerdem eine gute Quelle für Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Calcium.
Über die Nutzung im Garten hinaus sind die Beeren der Ribes-Arten eine beliebte Nahrungsquelle für viele Vögel und andere Tiere in der freien Natur.
Zierjohannisbeere anbauen
Die Zierjohannisbeere (Ribes spp.) ist ein dankbarer Strauch für den Garten. Sie bietet eine frühe, auffällige Blüte, bei manchen Arten essbare Beeren und ist vergleichsweise pflegeleicht. Die folgende Anleitung hilft Ihnen beim erfolgreichen Anbau im Garten:
Standortwahl: Die Zierjohannisbeere bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Wenn Sie sie in die volle Sonne setzen, sorgen Sie für eine ausreichende Wasserversorgung, denn dort trocknet der Boden schneller aus. Halbschatten verträgt sie ebenfalls gut, was sie für Lagen mit weniger Sonneneinstrahlung geeignet macht.
Boden: Ein gut durchlässiger, frischer Boden ist ideal. Dauernasse Böden mag sie dagegen nicht, sie können zu Problemen an den Wurzeln führen. Die Erde sollte humos und nährstoffreich sein.
Pflanzung: Gepflanzt wird üblicherweise im Herbst oder im Frühjahr. Wählen Sie gesunde Jungpflanzen, die etwa zwei bis drei Jahre alt sind. Heben Sie das Pflanzloch so tief aus, dass die Wurzeln ohne Knick hineinpassen. Achten Sie darauf, dass die Wurzeln gut mit Erde bedeckt, aber nicht zu tief gesetzt sind.
Gießen: Besonders in den ersten Jahren nach der Pflanzung ist regelmäßiges Gießen wichtig. Achten Sie in Trockenperioden auf eine ausreichende Wasserversorgung. Junge Pflanzen und Früchte leiden, wenn sie zu lange ohne Wasser bleiben.
Düngung: Gedüngt wird in der Regel im Frühjahr vor dem Austrieb und noch einmal im Herbst nach der Ernte. Verwenden Sie einen Dünger mit Stickstoff, Phosphor und Kalium — den Schlüsselnährstoffen für gesundes Wachstum und reiche Blüte.
Pflege: Junge Sträucher danken einen luftigen Stand und regelmäßiges Auslichten. Halten Sie die Fläche rund um den Strauch sauber, entfernen Sie trockenes Laub und heruntergefallene Beeren und gießen Sie lieber an der Wurzel als über das Laub. So bleibt der Strauch vital.
Ernte: Wann die Früchte reifen, hängt von der Art ab. Sie können die Beeren nach und nach ernten, so wie sie reif werden, oder warten, bis der ganze Strauch so weit ist, und alles auf einmal abnehmen. Die Beeren der essbaren Arten eignen sich frisch, aber ebenso für Marmeladen, Sirupe, Kuchen und andere Leckereien.
Vermehrung: Die Zierjohannisbeere lässt sich über Stecklinge vermehren, die im Frühjahr oder im Herbst geschnitten werden. Möglich ist auch die Veredelung, mit der sich neue Sorten mit besseren Eigenschaften gewinnen lassen.
Blut-Johannisbeere – Ribes sanguineum

Die Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum), im Handel auch als Zier-Johannisbeere geführt, ist ein kräftig wachsender, laubabwerfender Strauch, der durch seine prächtige Blüte auffällt und eine wichtige Rolle für die heimische Tierwelt spielt. Die Art stammt aus dem Westen Nordamerikas und ist wegen ihrer attraktiven Blüten und der Anziehungskraft auf Bestäuber beliebt.
Die Blut-Johannisbeere wird bis zu 2 bis 3 Meter hoch. Sie hat sattgrüne, handförmig gelappte Blätter, die eine dichte grüne Krone bilden. Am auffälligsten sind jedoch ihre Blüten: Sie sind klein, dunkelrosa bis rot und stehen in hängenden Trauben, die ein reiches, farbkräftiges Blütenbild ergeben. Sie öffnen sich im zeitigen Frühjahr und sind damit eines der ersten Zeichen des erwachenden Gartenjahres nach dem Winter.
Die Blut-Johannisbeere ist ein wertvoller Strauch für den naturnahen Garten. Sie zieht verschiedene Bestäuber an, darunter Wildbienen und Schmetterlinge — in ihrer nordamerikanischen Heimat auch Kolibris —, die sich von ihrem Nektar ernähren. Damit unterstützt sie die Bestäubung anderer Pflanzen in der Umgebung. Zugleich bietet sie Deckung und Nahrung für Vögel und Kleinsäuger, was der Artenvielfalt und dem ökologischen Gleichgewicht zugutekommt.
Gold-Johannisbeere – Ribes aureum

Die Gold-Johannisbeere (Ribes aureum), auch Wohlriechende Johannisbeere genannt, ist ein reizvoller Strauch aus Nordamerika. Beliebt ist sie wegen ihrer duftenden Blüten und ihres Zierwerts, die sie zu einem markanten Element in Gärten und Parks machen. Sehen wir uns genauer an, was diese Pflanze so besonders macht.
Die Gold-Johannisbeere ist ein mittelgroßer Strauch, der 1,5 bis 2 Meter hoch werden kann. Ihre breit handförmig gelappten Blätter sind frischgrün bis gelblich. Die Blüten sind leuchtend gelb und erinnern an kleine goldene Glöckchen. Diese duftenden Blüten bilden Trauben, die Bienen und andere Bestäuber mit ihrer süßen Nektarbelohnung anlocken.
Eines der auffälligsten Merkmale der Gold-Johannisbeere ist ihr süßer, würziger Duft. Zur Blütezeit im Frühjahr trägt der Wind diesen Duft in die Umgebung und erfüllt den Raum rund um den Strauch. Der Duft wirkt wie ein Magnet auf allerlei Bestäuber, vor allem auf Bienen und Schmetterlinge, die zu den wichtigsten Bestäubern dieser Pflanze zählen.
Alpen-Johannisbeere – Ribes alpinum

Die Alpen-Johannisbeere ist ein reizvoller, laubabwerfender Strauch, der in den Bergregionen Europas zu Hause ist. Mit ihrem dichten, gefälligen Wuchs zieht sie die Aufmerksamkeit von Gärtnern, Landschaftsplanern und Naturfreunden auf sich. Sehen wir uns an, was diese Pflanze auszeichnet und warum sie bei Gartenbesitzern beliebt ist.
Die Alpen-Johannisbeere ist ein mittelgroßer Strauch, der 1,5 bis 2,5 Meter hoch werden kann. Die Blätter sind sattgrün und handförmig gelappt. Ihre Blüten sind klein, glockenförmig und stehen in aufrechten Trauben. Sie sind von unscheinbar grünlich gelber Farbe und öffnen sich im Frühjahr. Nach der Blüte entwickeln sich kleine rote Beeren, die eine beliebte Nahrung für Vögel sind.
Sträucher und Bäume düngen
- Sie können DÜNGEE rund um den Stamm im Umkreis der Kronenbreite ausstreuen. Streuen Sie so, dass keine dicke Schicht entsteht, sondern nur ein feines Bestäuben.
- Für belaubte Bäume und Sträucher ist die Blattspritzung hervorragend. Rühren Sie einen Teelöffel DÜNGEE in 1 l Wasser ein und seihen Sie die Mischung ab.
