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Alocasia (Pfeilblatt)

Riesige pfeilförmige Blätter zum Preis konstanter Bedingungen: 60–80 % Luftfeuchtigkeit, keine Zugluft und im Winter nie unter 15 °C.

Alocasia mit glänzenden herzförmigen Blättern im Topf auf einer Holzterrasse

Dekorative tropische Pflanzen mit auffälligen Blättern für Innenräume und Wintergarten

  • Standort: hell bis halbschattig ohne direkte Sonne, hohe Luftfeuchtigkeit
  • Höhe: 40–200 cm je nach Art
  • Wachstumszeit: März–Oktober
  • Vermehrung: durch Rhizomteilung, ausnahmsweise durch Samen

Alocasia, im Deutschen auch Pfeilblatt genannt, sind markante tropische Pflanzen aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae), die aus Südostasien, Indonesien und Indien stammen. Ihr Erkennungszeichen sind große, pfeil- bis herzförmige Blätter mit kontrastierenden Blattadern und wachsartigem Glanz. In der Natur werden sie sehr groß, im Zimmer bleiben sie kleiner, aber nicht weniger auffällig. Alocasia gehört zu den anspruchsvolleren Zimmerpflanzen, die Geduld und das richtige Mikroklima verlangen.

Alocasia-Pflege: Standort, Licht und Luftfeuchtigkeit

Alocasia braucht ganzjährig einen hellen Standort mit diffusem Licht, idealerweise in der Nähe eines Ost- oder Westfensters. Direkte Sonne verbrennt die empfindlichen Blätter. Entscheidend für die Alocasia-Pflege ist die Luftfeuchtigkeit: ideal sind 60–80 %, erreichbar durch regelmäßiges Besprühen, Wasserschalen oder einen Luftbefeuchter.

Das Substrat sollte gut durchlässig, leicht sauer und humusreich sein. Geeignet ist eine Mischung aus Torf, Perlit und Lauberde. Gegossen wird regelmäßig, aber maßvoll – das Substrat darf weder austrocknen noch staunass werden. Zwischen den Wassergaben lässt man die obere Erdschicht leicht antrocknen.

Alocasia düngen und umtopfen

Während der aktiven Wachstumsphase von Frühling bis Herbst wird Alocasia alle 2–3 Wochen gedüngt. Verwendet werden Dünger mit ausgewogenem Nährstoffverhältnis oder spezielle Grünpflanzendünger. Eine hervorragende natürliche Ergänzung ist Düngee, der die nötigen Spurenelemente liefert und zugleich die Widerstandskraft der Pflanze gegenüber Stress stärkt.

Umgetopft wird im Frühling etwa alle zwei Jahre, sobald die Pflanze den Topf durchwurzelt hat. Man wählt ein Gefäß, das 2–3 cm breiter ist, damit die Wurzeln genug Platz haben. Beim Umtopfen ist Vorsicht geboten – Blätter und Stiele sind zerbrechlich und brechen leicht ab.

Ansprüche und Probleme: gelbe Blätter richtig deuten

Alocasia reagiert empfindlich auf Zugluft, trockene Luft und plötzliche Temperaturschwankungen. Optimal sind 18–25 °C, im Winter darf es nie unter 15 °C werden. Vertrocknende oder gelbe Blätter sind meist die Folge von Überwässerung, zu trockener Luft oder zu niedrigen Temperaturen. Im Herbst und Winter wirft die Pflanze üblicherweise einen Teil der Blätter ab – das ist eine natürliche Ruhephase. Im Frühling treibt sie aus dem Rhizom wieder neue Blätter.

Alocasia ist nicht essbar und alle Pflanzenteile enthalten schleimhautreizende Stoffe. Stellen Sie die Pflanze deshalb außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf.

Interessante Alocasia-Arten

Amazonas-Pfeilblatt (Alocasia × amazonica)

Amazonas-Pfeilblatt mit dunklen Blättern und kontrastierenden weißen Blattadern

Diese Hybride aus Alocasia longiloba und Alocasia sanderiana gehört zu den beliebtesten Alocasia-Arten für die Wohnung. Sie hat dunkelgrüne Blätter mit stark kontrastierender weißer Aderung und deutlich gebuchtetem Rand. Die Blätter sind fest, glänzend und pfeilförmig, oft 30–50 cm lang. Sie wächst kompakt, braucht aber hohe Luftfeuchtigkeit und stabile Temperaturen, sonst trocknen die Blätter ein. Empfehlenswert sind häufiges Besprühen und eine Wasserschale zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit.

Alocasia 'Polly' (Alocasia amazonica 'Polly')

Alocasia 'Polly' mit pfeilförmigen Blättern und gezähntem Rand im Anzuchttopf

Eine der kompaktesten Formen des Amazonas-Pfeilblatts, meist 40–60 cm hoch. Sie hat dunkelgrüne, glänzende Blätter mit typischer silbriger Aderung und kontrastierenden Rändern. Ideal für kleinere Wohnungen oder Arbeitsräume. Bei richtiger Pflege bildet Alocasia 'Polly' etwa jeden Monat ein neues Blatt. Sie braucht stabile Bedingungen ohne Zugluft und regelmäßiges Abwischen der Blätter, damit der Glanz erhalten bleibt.

Riesenblättriges Pfeilblatt (Alocasia macrorrhiza)

Reihen von riesenblättrigem Pfeilblatt in einem Gewächshaus

Diese Art ist für ihre riesigen, an Elefantenohren erinnernden Blätter bekannt, die in der Natur über 1 Meter lang werden können. In Innenräumen erreicht sie bis zu 1,5 Meter und braucht entsprechend Platz. Sie eignet sich für Wintergärten oder Hallen. Sie bevorzugt höhere Temperaturen und einen sehr hellen Platz mit diffusem Licht. Bei richtiger Pflege wird sie zum dominanten Element des Raums. Ihre kräftigen Rhizome treiben nach dem Umtopfen oder einem schwächeren Winter problemlos wieder aus.