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Alpenlattich

Der Grüne Alpenlattich (Homogyne alpina) liebt den Schatten von Nadelbäumen und sauren Boden. Erfahren Sie, wie Sie ihn durch Teilung oder Aussaat vermehren und wo er im Steingarten seinen Platz findet.

Inhalt

Alpenlattich – Steingartenpflanze unter Nadelbäumen

Blüte des Grünen Alpenlattichs (Homogyne alpina)

(Homogyne)

Der Alpenlattich (Homogyne), auch Alpen-Brandlattich genannt, ist eine Gattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung Homogyne (Homogyne) umfasst nur drei Arten und kommt ausschließlich in Europa vor. Am bekanntesten ist der Grüne Alpenlattich (Homogyne alpina).

Es ist ein kleines bis mittelgroßes Kraut. Seine Körbchen erinnern an die Blüten der Aster. Die Blätter sind rundlich, ledrig und lang gestielt und stehen in einer grundständigen Rosette. Das Körbchen ist klein und hat einen einreihigen Hüllkelch aus vielen ganzrandigen Hüllblättern. Am Rand des Körbchens stehen weibliche Blüten mit violetter Krone, in der Mitte zwittrige Blüten mit röhrenförmiger Krone.

Was die Verbreitung angeht, ist der Grüne Alpenlattich (Homogyne alpina) eine Gebirgsart der europäischen Gebirge. Er wächst in den Alpen, in den Karpaten, auf dem Balkan und in deutschen Mittelgebirgen wie dem Bayerischen Wald und dem Schwarzwald. Zu finden ist er auf Bergwiesen, in Nadelwäldern, in Schutthalden und an felsigen Hängen, meist über saurem Untergrund.

Grüner Alpenlattich (Homogyne alpina)

Grüner Alpenlattich (Homogyne alpina) im Gebirgsbestand

Der Grüne Alpenlattich (Homogyne alpina) ist eine Gebirgsart, die an das kühle und feuchte Klima der Berge gebunden ist. Außerhalb ihres natürlichen Umfelds ist die Kultur anspruchsvoll und nicht sehr verbreitet. Wenn Sie es dennoch im Garten oder auf dem Balkon versuchen möchten, hier einige Hinweise:

  1. Standortwahl: Wählen Sie einen Platz mit kühlerem Kleinklima, der den Bedingungen im Gebirge ähnelt. Er sollte sonnig bis halbschattig sein.

  2. Boden: Bereiten Sie einen Boden vor, der gut durchlässig und nährstoffarm ist, ähnlich einem Gebirgsboden. Ein zu nährstoffreiches Substrat würde Wuchs und Blüte beeinträchtigen. Der Alpenlattich mag saure Böden, deshalb gedeiht er unter Nadelbäumen.

  3. Gießen: Der Grüne Alpenlattich bevorzugt den Wechsel von Trockenheit und Feuchtigkeit, wie er im Gebirge typisch ist. Sie müssen ihn nicht regelmäßig gießen – lassen Sie die natürlichen Schwankungen zu.

  4. Vermehrung: Die Pflanze können Sie über Samen vermehren, die Sie aus bestäubten Körbchen gewinnen. Möglich ist auch die Vermehrung durch Teilung der Horste oder Stecklinge, wenn Sie genügend Mutterpflanzen haben.

  5. Überwinterung: In Lagen mit kühleren Wintern überstehen Grüne Alpenlattiche den Winter in der Regel problemlos.

  6. Schutz: Wildpflanzen dürfen nach § 39 des Bundesnaturschutzgesetzes nicht ohne vernünftigen Grund ausgegraben werden, und in Nationalparks und Naturschutzgebieten ist das Sammeln von Samen und Pflanzen zusätzlich eingeschränkt. Beziehen Sie den Alpenlattich deshalb aus einer Gärtnerei oder einer Staudensamen-Tauschbörse.

Behalten Sie außerdem im Blick, dass die Kultur von Gebirgsarten außerhalb ihres natürlichen Umfelds anspruchsvoll ist und besonderes Wissen sowie Pflege erfordert. Wenn Sie solche spezialisierten Arten interessieren, lohnt sich der Rat von Fachleuten vor Ort oder aus einem Botanischen Garten.

Alpenlattich vermehren

Den Grünen Alpenlattich (Homogyne alpina) können Sie auf mehrere Arten vermehren – über Samen, durch Teilung der Horste oder über Stecklinge. Da es sich um eine ausgesprochene Gebirgsart handelt, lohnt es sich, bei der Vermehrung die gewohnten Bedingungen möglichst nachzubilden. Hier die einzelnen Methoden:

Vermehrung über Samen:

    • Sammeln Sie die Samen aus ausgereiften Körbchen.
    • Säen Sie sie auf die Oberfläche feuchter Erde und bedecken Sie sie nicht mit Substrat.
    • Stellen Sie das Aussaatgefäß anschließend kühl und feucht, um das Gebirgsklima nachzuahmen.
    • Die Keimung kann einige Wochen bis Monate dauern. Sobald die Sämlinge erscheinen, gewöhnen Sie sie schrittweise an normale Bedingungen.

Teilung der Rosette:

      • Teilen Sie im Frühjahr oder im Herbst, wenn die Pflanze nicht im aktiven Wachstum ist.
      • Nehmen Sie die Rosette vorsichtig aus dem Boden, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
      • Pflanzen Sie die abgetrennten Teile gleich an einen geeigneten Standort.

Vermehrung über Stecklinge:

    • Stecklinge nehmen Sie im Frühjahr oder im Herbst von der Pflanze.
    • Stecken Sie junge Stecklinge in feuchtes Substrat und halten Sie sie kühl und feucht, ähnlich den Bedingungen im Gebirge.

Alpenlattich und seine Verwendung im Garten

Steingarten mit Nadelgehölzen als Standort für den Alpenlattich

Der Grüne Alpenlattich (Homogyne alpina) ist eine Gebirgsart, die an kühlere und feuchtere Bedingungen der Berge gebunden ist. Ihn im Garten einzusetzen ist anspruchsvoll, vor allem im Flachland, wo er von Natur aus nicht vorkommt. Wenn Sie es dennoch versuchen möchten, gibt es einige Möglichkeiten:

  1. Alpinum oder Steingarten: Wenn Sie einen Bereich schaffen können, der den Gebirgslagen ähnelt, setzen Sie den Alpenlattich ins Alpinum oder in den Steingarten. Dort wachsen meist Pflanzen, die an kühlere Bedingungen angepasst sind und mit felsigen Hängen gut zurechtkommen.

  2. Botanischer Garten: Wenn Sie einen Botanischen Garten betreuen oder Gebirgsarten leidenschaftlich sammeln, kann der Alpenlattich eine interessante Ergänzung Ihrer Sammlung sein. Wichtig ist, ihm die Bedingungen zu bieten, die er wirklich braucht.

  3. Bodendecker unter Nadelbäumen: Der Alpenlattich ist eine kriechende, niedrige Pflanze und passt daher unter Bäume in einem größeren Steingarten oder Garten. Er wächst dort, wo Rasen nicht mehr gedeiht. Er mag schattige Plätze und eignet sich unter Zwergnadelgehölzen.

Da der Grüne Alpenlattich eine spezialisierte Gebirgsart ist, sollten Sie damit rechnen, dass die Kultur anspruchsvoll ist und besonderes Wissen sowie Pflege verlangt. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich an Fachleute für Botanik oder an einen Botanischen Garten.

Düngung von Außen- und Zierpflanzen

  • Sie können DÜNGEE in einer dünnen Schicht rund um die Pflanzen streuen.
  • Setzen Sie DÜNGEE als Auszug an und gießen Sie damit rund um die Pflanzen, oder besprühen Sie die Pflanzen mit dem Auszug.
  • Rothmaler, Werner: Exkursionsflora von Deutschland – Gefäßpflanzen: Grundband, Springer Spektrum, Berlin.
  • Hansen, Richard – Stahl, Friedrich: Die Stauden und ihre Lebensbereiche in Gärten und Grünanlagen, Ulmer, Stuttgart – mit einem Kapitel über Steingartenpflanzen.
  • www.wikipedia.org
  • www.floraweb.de
  • www.infoflora.ch
  • www.bfn.de
  • www.alpenverein.de