Thymian anbauen: Duft, Geschmack und Heilkraft in Ihrem Garten
- Standort: sonniger, warmer, geschützter Platz
- Höhe: 20–40 cm
- Blütezeit: Juni–August
- Vermehrung: durch Aussaat, Stecklinge oder Teilung
Wie man Thymian anbaut
Standort und Boden
Thymian liebt Sonne und Wärme. Am besten wächst er in durchlässigem, eher trockenem Boden mit einem Zusatz von Sand oder Kies. Schwere und staunasse Böden bekommen ihm nicht – sie können zur Wurzelfäule führen. Bei der Kultivierung im Gefäß ist eine Drainageschicht erforderlich.
Aussaat und Pflanzung
Thymiansamen werden von März bis April in Kästen oder direkt ins Beet nach der Erwärmung ausgesät. Die Keimung ist langsam und kann bis zu drei Wochen dauern. Sobald die Pflänzchen kräftiger werden, werden sie mit einem Abstand von etwa 20 cm an den Standort umgepflanzt.
Eine Alternative ist die Vermehrung durch Stecklinge aus jungen Trieben oder durch Teilung älterer Horste im Frühjahr oder im Herbst.
Bewässerung und Düngung
Thymian ist eine trockenheitsliebende Pflanze – er wird sparsam gegossen und verträgt auch längere Perioden ohne Wasser. An Nährstoffe stellt er keine hohen Ansprüche, dennoch profitiert er von einer gelegentlichen Düngung mit einem natürlichen Dünger, beispielsweise mit Hnojík, der die Bildung von ätherischen Ölen fördert und die Aromatik der Pflanze steigert.
Ernte und Trocknung
Blätter und Triebspitzen werden kurz vor der Blüte geerntet, wenn ihr ätherischer Ölgehalt am höchsten ist. Sie können frisch oder getrocknet verwendet werden. Die Trocknung sollte im Schatten und bei einer Temperatur von bis zu 35 °C erfolgen, um ein Maximum an Aroma und Wirkstoffen zu erhalten.
Überwinterung
Thymian ist recht frostbeständig, in kälteren Regionen wird jedoch eine Winterabdeckung aus Reisig oder trockenem Laub empfohlen. Pflanzen, die in Gefäßen kultiviert werden, sollten für den Winter in einen kühlen, hellen Raum gebracht werden.
Thymian und Quendel – verwandte Kräuter
Thymian hat eine sehr nahe Verwandte – den Quendel (Thymus serpyllum), der sich von ihm vor allem durch kriechenden Wuchs, kleinere Blättchen und geringere Wuchshöhe unterscheidet. Während Thymian dichte Sträucher bildet, die sich für Beete oder Gefäße eignen, bildet der Quendel duftende Teppiche, die sich über die Bodenoberfläche ausbreiten und Steingärten oder trockene Hänge wunderschön bedecken.
Beide Pflanzen ähneln sich sehr, nicht nur im Aussehen, sondern auch in Duft, Geschmack und Wirkstoffen. Sie enthalten Thymol und Carvacrol – starke natürliche antiseptische Inhaltsstoffe, die bei Erkältungen, Husten, Verdauungsbeschwerden und Hautproblemen helfen.
Während der Quendel Sonne und trockenere, sandige Böden liebt, ist Thymian etwas kältebeständiger und eignet sich auch für gewöhnliche Gartenbeete. In Kombination wirken diese Kräuter nicht nur dekorativ, sondern vertreiben auch Schädlinge und ziehen Bienen an, wodurch sie das natürliche Gleichgewicht im Garten fördern.
Verwendung von Thymian
- In der Küche: zum Würzen von Fleisch, Suppen, Saucen, Fisch und Gemüse.
- In der Heilkunde: bei Erkältungen, Husten, Verdauungsbeschwerden, zum Gurgeln und in Teemischungen.
- Im Garten: als aromatisches Kraut, das Bienen anzieht und Schädlinge vertreibt.
