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Ariocarpus

Ariocarpus ist ein seltener Kaktus mit perfekter Tarnung und sehr langsamem Wachstum. Erfahren Sie, welches Substrat er braucht, wie sparsam Sie gießen und warum er in freier Natur bedroht ist.

Ariocarpus: Kakteen pflegen, gießen und pfropfen

Ariocarpus

Ein Kaktus, der optisch perfekt mit seiner natürlichen Umgebung verschmilzt – pflanzliche Mimikry

  • Standort: warm, vollsonnig, mineralisches Substrat
  • Größe: flach kugelförmig, 10–15 cm breit
  • Blütezeit: meist im Herbst, blüht jedoch erst nach vielen Jahren
  • Vermehrung: durch Samen, vorteilhaft durch Pfropfen

Die Gattung Ariocarpus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) ist im Südwesten von Texas und im östlichen Mexiko verbreitet. Der dekorative Ariocarpus fissuratus bildet einen rosettenförmigen Körper mit typischen purpurfarbenen Blüten.

Die Pflanzen sind mit einer dicken, rübenartigen Wurzel tief im Kies verankert, der durch Verwitterung von Kalkstein entstanden ist. Der nicht blühende Kaktus ist von seiner steinigen Umgebung kaum zu unterscheiden.

Ariocarpus retusus
Ariocarpus retusus

Auf dem breit gerundeten, graugrün bis steinfarben gefärbten Körper sitzen keine Rippen, sondern spiralig angeordnete Warzen. Sehr große Blüten entspringen den flockig-wolligen Achseln der Warzen.

Die Arten der Gattung Ariocarpus wachsen sehr langsam, weshalb importierte Pflanzen bei Züchtern und Sammlern beliebt sind. Dabei entsteht die große Gefahr, dass diese seltenen Kakteen von ihren natürlichen Standorten vollständig verschwinden.

In Kultur lassen sich die Arten gut auf Pereskiopsis spathulata pfropfen. Wurzelechte Pflanzen brauchen ein rein mineralisches Substrat. Wegen der Feuchtigkeitsempfindlichkeit des Kaktus sollte nur mäßig gegossen werden, im Winter gar nicht.

Für die Kultur empfiehlt sich Ariocarpus fissuratus. Er hat einen sehr flachen, rosettenförmigen Körper mit zerklüfteten Areolen und erhebt sich kaum über die steinige Umgebung. Die Blüten sind weiß bis purpurfarben.