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Bäume pflanzen

Wie pflanzt man Bäume richtig? Anleitung zum Pflanzen, zur Wahl von Standort und Zeitpunkt und zur Pflege junger Bäume für gesundes Wachstum.

Inhalt

Bäume – warum ist das Pflanzen von Bäumen wichtig?

Bäume – welche Bedeutung haben sie? Sie bringen uns Nutzen, Schutz und Freude. Radim Tomáš denkt auf der Seite ekoton.sk über das Potenzial von Bäumen nach:

„Bäume haben einen wichtigen Platz in unserer Umwelt, und ohne sie gäbe es auch uns Menschen nicht. Dass Bäume Sauerstoff erzeugen und Holz liefern, weiß jeder, aber sie haben noch weitere, ebenso wichtige Funktionen, die längst nicht allen bewusst sind. Und Bäume, das sind nicht nur Wälder – sie sind auch ein sehr nützlicher und notwendiger Teil der Straßen unserer Städte und Gemeinden. Schauen wir uns deshalb genauer an, welche Vorteile uns die Bäume in unseren Straßen bringen und warum es wichtig ist, sie zu schützen.“

Warum das Pflanzen von Bäumen wichtig ist

Wann pflanzt man Obstbäume?

Wurzelnackte Obstbäume werden in der Vegetationsruhe gepflanzt: im Herbst nach dem Laubfall oder im Frühjahr vor dem Austrieb. Besser ist der Herbst, von Mitte Oktober bis zum Bodenfrost, vor allem dort, wo es im Frühjahr oft trocken ist. Der Baum nutzt über den Winter die Winterfeuchtigkeit, die Erde im Pflanzloch setzt sich, verletzte Wurzeln verheilen und im Frühjahr treibt er früher aus als ein im April gepflanzter Baum. Im Frühjahr pflanzen Sie, sobald der Boden abgetrocknet ist und sich bearbeiten lässt, in mittleren Lagen meist im März und Anfang April.

Art oder PflanzwareWann pflanzenWarum
Apfel, Birne, Süßkirsche, Sauerkirsche, Zwetschge (wurzelnackt)Oktober bis November, sonst März bis Aprilim Herbst gepflanzte Bäume wurzeln besser ein und nutzen die Winterfeuchtigkeit
Pfirsichim Frühjahr zu Beginn des Austriebs, spätestens 2 Tage nach dem Roden in der Baumschuleim Herbst bildet er keine Faserwurzeln, trocknet über den Winter aus und vertrocknet oft
Aprikose, Mandel, Walnussim Frühjahr, in warmen Gebieten auch im Herbstin raueren Lagen erfrieren sie nach der Herbstpflanzung leicht
Containerbäumedie ganze Saison, außer bei Frost und Hitzedie Wurzeln bleiben im Ballen unbeschädigt
Pflanzlochfür die Herbstpflanzung mindestens einen Monat vorher, für die Frühjahrspflanzung schon im Herbstder Boden wird belüftet und setzt sich; in trockenen Lagen ohne Gießmöglichkeit graben Sie erst kurz vor dem Pflanzen

Die Termine gelten für mittlere Lagen. In warmen Niederungen pflanzt man im Frühjahr früher, im Gebirge später.

Baum gekauft, aber noch nicht gepflanzt. Schützen Sie die Wurzeln beim Transport vor Sonne, Wind und Frost. Zu Hause schlagen Sie den Baum sofort schräg in einen Graben ein, bedecken die Wurzeln mit feuchter, lockerer Erde und gießen an. Bäume mit angetrockneten Wurzeln stellen Sie bis zur Krone für 1–2 Tage ins Wasser. Einen im Herbst gekauften Pfirsich schlagen Sie schräg bis zur halben Krone ein, an einer offenen Stelle mit leichterer, mäßig feuchter Erde ohne Staunässe, und pflanzen ihn in der zweiten Märzhälfte.

Wie wählt man einen guten Obstbaum aus?

  • Stämmchen gerade, glatt und unbeschädigt, mit verheilten Wunden nach entfernten Seitentrieben. Ein guter Baum hat auf halber Stammhöhe einen Umfang von mindestens 4 cm.
  • Krone: ein Mitteltrieb von mindestens 40 cm Länge und mindestens 3 Seitentriebe von mindestens 30 cm, gleichmäßig um das Stämmchen verteilt und in einem größeren Winkel vom Mitteltrieb abstehend. Die Triebe sollen nicht aus einer Stelle wachsen, unter der Last der Früchte würden sie ausbrechen. Bei Süß- und Sauerkirschen genügt ein Mitteltrieb von mindestens 30 cm. Eine Hohlkrone ohne Mitteltrieb, typisch für Pfirsiche, soll 3 Triebe haben.
  • Wurzeln gut verzweigt, unbeschädigt und nicht angetrocknet. Eine gesunde Wurzel hat im Anschnitt weißes Holz, eine vertrocknete braunes, eine erfrorene graues bis schwarzes.
  • Gesundheit. An den Wurzeln dürfen keine Wucherungen sein, von weißlichen Verdickungen von wenigen Millimetern bis zu nussgroßen Knollen (Wurzelkropf). Auf der Rinde dürfen keine grauen, runden Schilde von 1,5–2 mm Durchmesser sitzen, typisch für die San-José-Schildlaus. Viruskrankheiten wie die Scharka bei Pflaumen oder die Apfeltriebsucht erkennen Sie beim Kauf nicht, und heilen lassen sie sich nicht. Kaufen Sie deshalb zertifiziertes Pflanzgut mit Pflanzenpass aus einer Baumschule, die ihre Mutterbäume kontrolliert.
  • Die Unterlage soll auf dem Etikett genauso angegeben sein wie die Sorte. Sie entscheidet über die Größe des Baums, den Beginn der Fruchtbarkeit und darüber, ob er einen Dauerpfahl braucht. Eine Übersicht finden Sie im Artikel Obstbaum-Unterlagen.
  • Einjährige Veredlung (Rute ohne Krone) ist günstiger und eignet sich für Spindeln, Obstspaliere und andere kleine Formen. Sie soll mindestens 60 cm hoch sein, besser sind höhere, die Sie beim Pflanzen auf die gewünschte Höhe kürzen und die Krone selbst aufbauen. Hat sie schon vorzeitige Seitentriebe, lassen Sie diese nur stehen, wenn sie kräftig genug und gut abgespreizt sind. Sonst schneiden Sie sie ab und lassen am Stämmchen Knospen, aus denen die neue Krone wächst.

Wurzelnackt oder im Container?

Wurzelnackter BaumContainerbaum
Preisniedrigerhöher
Pflanzzeitnur in der Vegetationsruhe, am besten im Herbstdie ganze Saison außer bei Frost und Hitze
Wurzelnein Teil der Wurzeln blieb in der Baumschule, die Krone muss nach dem Pflanzen gekürzt werdendie Wurzeln sind vollständig im Ballen, der Kronenschnitt dient vor allem dem Aufbau
worauf achtendie Wurzeln dürfen keinen Moment austrocknen, möglichst bald pflanzender Ballen soll gut durchwurzelt sein, aber ohne ringförmig gewachsene Wurzeln; solche Wurzeln vor dem Pflanzen auflockern

Bäume pflanzen

So pflanzt Hobbygärtner Peťa Bäume

1. Wir wählen einen geeigneten Platz zum Pflanzen. Bäume setzen wir nicht dicht an Gebäude oder Zäune, wir müssen die Kronengröße einplanen, die der ausgewachsene Baum einmal erreicht. Die Größe des Baumes bestimmt die Unterlage, deshalb achten wir bei der Auswahl nicht nur auf die Sorte, sondern auch auf die Unterlage.

2. Die Wurzeln legen Sie für 1 bis 12 Stunden ins Wasser.

3. Kontrollieren Sie vor dem Pflanzen die Wurzeln, beschädigte entfernen Sie mit der Gartenschere. Täten Sie das nicht, können die Wurzeln an der beschädigten Stelle zu faulen beginnen.

4. Wir heben ein Pflanzloch, mindestens 50 x 50 x 50 cm, aus. Bei schlechtem Boden auch ein größeres. Die obere Bodenschicht – die fruchtbarere – trennen wir von der unteren, weniger fruchtbaren ab. Wir tun das, um die fruchtbarere Erde später zum Verfüllen rund um die Wurzeln zu verwenden. Die Größe des Lochs ist wichtig, damit es das Wurzelwerk beim Wachsen „leichter hat“ und die jungen Würzelchen sich nicht durch harten, unfruchtbaren Boden arbeiten müssen. Ein gutes Anwurzeln ist auch für die Standfestigkeit des Baumes bei starkem Wind wichtig. Je besser das Wurzelwerk, desto stabiler steht der Baum und desto geringer ist die Gefahr, dass er umgeworfen wird.

5. Haben Sie einen Garten, in dem die Schermaus (Arvicola amphibius) oder die Feldmaus (Microtus arvalis) vorkommt, ist es gut, das Pflanzloch mit Kaninchendraht oder Hasengitter auszukleiden, damit die Tiere beim Anlegen ihrer Gänge die Wurzeln Ihres frisch gepflanzten Baumes nicht zerstören. Kleiden Sie auch die Seiten des Lochs aus, nicht nur den Boden – am besten fertigen Sie aus einem Stück einen Korb ohne obere Seite an, der das ganze Loch ausfüllt. Wir wählen ein größeres Loch, damit das Wurzelwerk Platz zum Wachsen hat.

6. Idealerweise schlagen wir gleich in das Loch einen Baumpfahl ein, an dem wir den Baum später anbinden.

7. In das Loch gießen wir einen Eimer Wasser und warten, bis er versickert ist.

8. Verwenden Sie niemals zum Düngen frischen Stallmist vom Hof, denn wenn Sie einen Baum hineinsetzen, schädigt der Fäulnisprozess die Würzelchen und der Baum kann Ihnen eingehen. Nehmen Sie dann lieber granulierten, oder mindestens 2 Jahre gut abgelagerten Mist. Ein guter Ersatz dafür ist Düngee. Er ist konzentrierter an Nährstoffen, hat einen neutralen pH-Wert, es droht kein Faulen der Würzelchen, und er enthält keine großen Stickstoffmengen, die zu schnellerem, aber schwächerem Wachstum führen würden. Seine Konsistenz ist trocken und fein, er lässt sich leicht ausbringen. Achtung bei stärkerem Wind, sonst düngen Sie auch bei den Nachbarn mit: Der Vorteil organischer Düngung ist, dass keine Überdüngung droht. Beim Pflanzen unserer asiatischen Birne Chojuro haben wir etwa eine Handvoll Düngee in das Loch gegeben. Wenn Sie Pflanzen mit größerem Wurzelballen setzen, können es auch zwei Handvoll sein.

9. An die Wurzeln gehören beim Pflanzen am besten auch nützliche Mykorrhizapilze. Im Gartenfachhandel gibt es dafür fertige Mykorrhiza-Präparate. Ausgebracht werden sie nur ein einziges Mal und helfen der Pflanze dann ein ganzes Pflanzenleben lang bei der Nährstoffaufnahme und beim Wachstum.

10. Wir setzen den Baum so, dass die Veredelungsstelle oberhalb der Erdoberfläche liegt. Würden wir ihn tiefer pflanzen, würde die veredelte Sorte eigene Wurzeln bilden und die Unterlage ihre Funktion verlieren. Die Unterlage bestimmt zum Beispiel, wann der Baum in den Ertrag kommt.

11. Beim Pflanzen füllen wir rund um die Wurzeln die fruchtbarere Bodenschicht ein, nach und nach mit möglichst feiner Erde, damit sie auch in die Zwischenräume zwischen den Wurzeln gelangt. Dabei rütteln wir den Baum sanft auf und ab, damit die Erde zwischen die Wurzeln rieselt und den Raum dazwischen ausfüllt.

12. Zum Schluss geben wir als oberste Schicht die untere ausgehobene Erde darauf, treten sie mit dem Fuß gut fest, damit wir die Luft herausdrücken und sich die Wurzeln richtig mit dem Boden fest verbinden.

13. Rund um den Stamm legen wir am besten eine schüsselförmige Mulde an, damit das Gießwasser zu den Wurzeln läuft und nicht in die Umgebung abfließt.

14. Denken Sie daran: Wenn der Winter trocken ist, sollten Sie auch im Winter gießen. Oberirdisch schläft der Baum zwar, die Wurzeln wachsen aber fast durchgehend.

Walnuss pflanzen (Bildanleitung)

Bäume pflanzen
Die Wurzeln müssen vor dem Pflanzen 1 bis 12 Stunden in Wasser eingeweicht werden.
Mit einer Gartenkelle markierte Pflanzstelle in der Grasnarbe
Für die Pflanzung muss ein geeigneter Platz gewählt werden
Ausgehobenes Pflanzloch in der abgeräumten Grasnarbe
Die gewählte Stelle muss von Bewuchs befreit und ein Loch von 50 x 50 x 50 cm ausgehoben werden.
Eimer mit Wasser über dem ausgehobenen Pflanzloch
Einen Eimer Wasser gießen wir in das ausgehobene Loch.
Wasser im Pflanzloch beim Test des Untergrunds
Wasser im ausgehobenen Loch – Test des Untergrunds.
Stehendes Wasser im Pflanzloch als Zeichen für lehmigen Untergrund

Test des Untergrunds – versickert das Wasser nicht schnell genug, ist der Untergrund lehmig; dann muss das Loch tiefer ausgehoben und auf seinem Grund eine Drainage eingebaut werden.

Messbecher mit feinem braunem Düngee-Granulat über der Rasenfläche
Düngee – Einarbeiten in den Boden noch vor dem Pflanzen.
Düngee-Granulat wird in die ausgehobene Erde eingearbeitet

Düngee – der organische Dünger wird am besten schon vor dem Pflanzen in den Boden eingearbeitet.

Verpackung des organischen Düngers Düngee

Vor dem eigentlichen Pflanzen muss das Wurzelwerk geprüft und beschädigte, befallene oder abgestorbene Teile müssen entfernt werden.

Wurzelnacktes Gehölz im vorbereiteten Pflanzloch
Einsetzen der Wurzeln in das vorbereitete Pflanzloch.
Schubkarre mit Erde und Spaten, die mit Düngee gemischt wird

Schrittweises Verfüllen des Wurzelwerks mit Erde, die mit Düngee gemischt ist.

Mit Erde verfüllte Wurzeln des jungen Gehölzes
Anschließendes Rütteln, damit die Erde auch die feinen Zwischenräume an den Wurzeln füllt.
Festgetretene Erde rund um den frisch gepflanzten Stamm

Die Erde treten wir nach und nach mit den Füßen fest, um überschüssige Luft herauszudrücken.

Eingeebnete Erde rund um das gepflanzte Gehölz
Wir ebnen den Boden rund um den gepflanzten Strauch ein.
Zu einer Mulde geformte Erde rund um den Stammfuß
Die Erde rund um den Strauch formen wir zu einer Schüssel.
Schüsselförmige Gießmulde rund um den Stammfuß

Diese zu einer Schüssel geformte Erde sorgt dafür, dass beim Gießen kein Wasser von den Wurzeln wegläuft.

Fertig gepflanzter Strauch mit Gießmulde im Gras
Der Strauch ist gepflanzt. Bleibt die freudige Erwartung, wie er gedeihen wird.

Bäume pflanzen – Bonustipps

Bonustipps von Hobbygärtner Peťa:

1. Suchen Sie sich einen guten Lieferanten für Ihre Jungbäume. Der Preisunterschied macht vielleicht ein paar Euro aus, der Baum trägt Ihnen dafür 20 bis 30 Jahre lang Ertrag. Ich würde keine Bäume von Haustürverkäufern oder auf Märkten kaufen, wo der Wurzelballen nicht geschützt ist. Ich habe so einen Verkauf einmal gesehen, die Wurzeln in der Sonne ausgetrocknet … Die Anwachsrate ist da sehr niedrig bis null. Die Bäume haben mir leidgetan.

2. Wählen Sie die Sorten, die Sie wirklich wollen – die Beratung im Laden trifft es nicht immer. Eigentlich sollte dort eine Fachkraft stehen, manchmal empfiehlt sie Ihnen aber nur das, was sie verkaufen will. Es lohnt sich, auch in Garten-Communitys nachzufragen. Dann wissen Sie wenigstens, ob jemand Ihre Wunschsorte schon hat und wie zufrieden er damit ist. Sie wählen den Baum für 20 bis 30 Jahre, also lassen Sie sich Zeit damit.

3. Wählen Sie Sorten, die zu Ihren klimatischen Bedingungen passen. Es ist wenig erfreulich, einen Baum 3 bis 4 Jahre lang zu ziehen und dann festzustellen, dass er zwar blüht, die Blüten aber jedes Mal gleich erfrieren.

4. Am besten ist es, wenn Sie eine Baumschule in der Nähe haben. Dort können Sie aus mehreren Exemplaren Ihrer Wunschsorte auswählen.

5. Wählen Sie beim Kauf die Pflanze mit dem schönsten Wurzelwerk. Am Anfang ist das wichtiger als eine bereits blühende Pflanze mit einer kleinen Krone. Dass ein Baum beim Kauf schon blüht, kann ein Zeichen von Stress sein. Und so einen geschwächten Baum wollen Sie vermutlich nicht.

6. Die beste Auswahl an Jungbäumen gibt es immer im Herbst. Im Frühjahr ist es nur noch der Abverkauf des Herbstsortiments.

7. Wenn Sie eine Walnuss pflanzen wollen, rechnen Sie damit, dass unter ihr nicht viele Pflanzen wachsen werden. Aber es ist ein schöner, langlebiger Baum, der Sie über Jahrzehnte mit reicher Ernte belohnt.

8. Vergessen Sie den Pflanzschnitt nicht. Er ist wichtig, damit sich der oberirdische Teil des Baumes an die Größe der Wurzel unter der Erde anpasst. Gleichzeitig beginnen Sie damit, die künftige Krone aufzubauen. Es ist besser, das gleich am Anfang richtig zu machen, als später am größeren Baum nachzubessern. Zugleich vermeiden Sie das vorzeitige Vergreisen, das eintritt, wenn die Wurzeln den oberirdischen Teil nicht mehr versorgen können und der Baum verkümmert.

9. Beim Ausheben wurzelnackter Jungbäume bleiben manchmal bis zu 70 % des Wurzelwerks im Boden zurück.

10. Ob Obst- oder Zierbaum: Sehen Sie junge Bäume ein bisschen wie kleine Kinder und behandeln Sie sie auch so. Gönnen Sie ihnen das Beste, was Sie können (zum Beispiel Düngee). Und im Erwachsenenalter geben sie Ihnen Ihre Liebe und Fürsorge ganz sicher zurück 😉

Obstbaum Schritt für Schritt: Pflanzloch, Pfahl und Pflanzschnitt

Der Erfolg eines Obstbaums hängt vom Standort, vom Klima und vor allem von der Sortenwahl ab. Am sichersten sind Sorten, die sich in Ihrer Region bewährt haben. Obst braucht einen sonnigen Platz und lockeren, luftigen Boden, der sich schnell erwärmt. Sonne verbessert Ausfärbung, Reife und Aroma der Früchte, und die Bäume leiden dort weniger unter Schorf. Kalte, verdichtete und ständig nasse Böden eignen sich für Obstbäume nicht.

  1. Termin. Wurzelnackte Bäume pflanzen Sie von März bis Mai oder von Oktober bis zum Bodenfrost, Containerbäume das ganze Jahr über.
  2. Pflanzloch. Die Anleitung oben rechnet mit einem Loch von 50 × 50 × 50 cm. Einem Obstbaum genügt auch ein breiteres und flacheres Loch von etwa 60 cm Durchmesser und mindestens 40 cm Tiefe. Lockern Sie die Sohle. Steiniger Untergrund eignet sich für Obstbäume nicht.
  3. Pfahl. Schlagen Sie ihn in die Mitte des Lochs, bevor Sie Erde einfüllen und festtreten. Bei Hochstämmen, Halbstämmen und Viertelstämmen darf er nur bis knapp unter die Krone reichen, damit die Äste nicht an ihm scheuern. Buschformen kommen ohne Pfahl aus, Kordons und Obstspaliere brauchen eine Stütze.
  4. Wurzeln schneiden Sie direkt vor dem Pflanzen frisch an, die Schnittfläche soll weiß sein. Beschädigte Wurzeln entfernen Sie ganz.
  5. Höhe. Die Veredelungsstelle soll knapp über der Bodenoberfläche bleiben.
  6. Angießen. Füllen Sie Erde über die Wurzeln, treten Sie sie fest und gießen Sie so lange, bis das Wasser im Gießrand stehen bleibt. Eine Mulchschicht aus Rasenschnitt oder anderem organischem Material schützt danach vor dem Austrocknen.
  7. Pflanzschnitt. Obstbäume werden nach dem Pflanzen geschnitten, die Walnuss erst zu Beginn des Austriebs. Lassen Sie 3–4 gut verteilte Kronentriebe stehen und kürzen Sie sie über einer nach außen zeigenden Knospe so, dass ihre Spitzen etwa auf einer Ebene liegen. Die Stammverlängerung (Mitteltrieb) lassen Sie 10–20 cm länger, die übrigen Triebe entfernen Sie. Die genaue Anleitung finden Sie weiter unten.

Spindeln, Wasserschosse und die erste Ernte

  • Spindeln und Buschbäume brauchen dauerhaft eine Stütze. Der Pfahl reicht bis in die Krone, der Baum wird an zwei Stellen mit einer Achterschlinge angebunden. Kontrollieren und lockern Sie die Bindung jedes Jahr, damit sie nicht in den Stamm einschneidet.
  • Wildtriebe aus der Unterlage oder dem Stamm entfernen Sie vollständig. Bei Wurzelschösslingen ziehen Sie etwas Erde weg und schneiden sie direkt an ihrer Ansatzstelle ab.
  • Die ersten Früchte erscheinen meist nach 3–5 Jahren. Eine kleine Ernte deutet oft darauf hin, dass ein geeigneter Bestäuber fehlt. Blüht der Baum gar nicht, suchen Sie den Fehler in der Ernährung (siehe Obstbäume düngen).

Welcher Abstand zwischen Obstbäumen

BaumformPflanzabstand
Halb- und Hochstamm von Apfel, Birne, Süßkirsche8–10 m
Walnuss aus Samen10–15 m
veredelte Walnuss8–10 m
Halbstamm von Pflaume (Zwetschgen, Renekloden, Mirabellen)6–7 m
Viertelstamm von Apfel, Birne, Süßkirsche6–8 m
Viertelstamm von Sauerkirsche, Pflaume, Aprikose5–7 m
freier Buschbaum von Apfel, Birne, Pfirsich3,5–4,5 m
Spindelbusch von Apfel und Birne3–4 m
schlanke Spindel (Apfel)1,5–2 m
senkrechter Kordon1–1,5 m
Obstspalier (Palmette)Reihen 3–4 m auseinander, Bäume in der Reihe 1,5–3 m
waagerechter Kordon3–5 m

Je stärker Sorte und Unterlage wachsen und je fruchtbarer der Boden ist, desto größer der Abstand. Schwach wachsende Sorten auf schwachen Unterlagen und Bäume auf magerem, trockenem Boden pflanzt man dichter, ebenso an Hängen mit Süd-, Südost- und Südwestausrichtung, wo die geschlossenen Kronen den Boden vor dem Austrocknen schützen. Beim Pflanzen wirken die Abstände unnötig groß, rechnen Sie aber mit der Krone des ausgewachsenen Baums. In einem zu dicht bepflanzten Garten strecken sich die Bäume zum Licht, blühen und tragen wenig und leiden stärker unter Krankheiten.

Pflanzverband. Pflanzen Sie Bäume derselben Form, etwa nur Viertelstämme oder nur Buschbäume, nutzen Sie die Fläche am besten im Dreiecksverband: Die Bäume benachbarter Reihen sind um den halben Abstand versetzt. Der Boden ist dann stärker beschattet, deshalb eignet sich dieser Verband auch für Hänge. Kombinieren Sie verschiedene Formen oder Arten mit unterschiedlicher Lebensdauer (Kernobst und Sauerkirschen, Bäume und Sträucher), wählen Sie einen Quadrat- oder Rechteckverband und pflanzen Sie zwischen die großen Bäume kleine Formen und Sträucher. Am Hang führen Sie die Reihen entlang der Höhenlinie. Reihen von Obstspalieren und Spindeln richten Sie in warmen Lagen von Nord nach Süd aus, in höheren und kühleren Lagen von West nach Ost, damit sie die Mittagssonne nutzen. Den Abstand zur Grundstücksgrenze fasst der Artikel Grenzabstand für Bäume zusammen.

Der Abstand gilt zwischen benachbarten Bäumen. Ein Baum braucht außer für die Krone auch Platz für die Wurzeln: mindestens 1 m Tiefe und die Möglichkeit, sich über den Kronenumriss hinaus auszubreiten, zumindest nach einer Seite. Wer den künftigen Platzbedarf falsch einschätzt, erntet schlechtes Wachstum und einen vorzeitig absterbenden Baum.

Baum im Rasen. Rasen unter Bäumen, vor allem auf lehmigen Böden, verdichtet den Boden und nimmt dem Baum Wasser und Nährstoffe. Lassen Sie um den Stamm eine freie Baumscheibe, die Sie im Winter mit Mist oder Kompost abdecken, oder mulchen Sie sie das ganze Jahr (siehe Mulchen).

Zu tief gepflanzter Baum und die Baumscheibe in den Folgejahren

Zu tiefes Pflanzen ist ein häufiger Grund, warum ein Baum stark wächst und nicht trägt, vor allem bei Buschbäumen und Spindeln auf schwach wachsenden Unterlagen (warum, steht oben in Schritt 10). Abhilfe: Ziehen Sie im Frühjahr die Erde vom Stämmchen bis unter die Veredelungsstelle weg (Sie erkennen sie an einer Verdickung oder einem Knick am Stämmchen), schneiden Sie die Wurzeln ab, die aus der Sorte darüber wachsen, und lassen Sie die Stelle frei.

Die Baumscheibe halten Sie in den ersten Jahren frei von Gras und Unkraut und erweitern sie jedes Jahr, sodass sie den Kronendurchmesser um etwa 1 m überragt. Als Mulde angelegt, hält sie Gieß- und Regenwasser besser. Am Hang schütten Sie an der unteren Seite der Mulde einen niedrigen Wall auf und ziehen oberhalb des Baums eine flache Rinne, die Regenwasser zu ihm leitet. Bäume am Hang wurzeln vor allem hangabwärts, dorthin gehört auch der Dünger (mehr im Artikel Obstbäume düngen).

Pflanzloch, Pfahl und Pflanztiefe: Maße für Obstbäume

  • Größe des Pflanzlochs. In unbearbeitetem Boden graben Sie ein Loch von 50–60 cm Tiefe und etwa 1 m Breite, in magerem und steinigem Boden bis 1,5 m breit. In fruchtbarem Boden genügt ein kleineres. Haben Sie das Grundstück vorher 50–60 cm tief umgegraben, reicht ein Loch von etwa 40 × 40 × 40 cm, in dem sich die Wurzeln frei ausbreiten können. Die Sohle lockern Sie immer, in schwerem Boden besonders gründlich.
  • Aushub. Die obere, fruchtbare Schicht legen Sie auf eine Seite, die untere, unfruchtbare auf die andere. Den Unterboden verwenden Sie nur mit reifem Kompost vermischt. Noch besser verteilen Sie ihn in der Umgebung und füllen das Loch mit Mutterboden aus der Umgebung.
  • Kompost und Mist. Ins Pflanzloch gehört nur reifer Kompost oder gut verrotteter Mist, mit Erde vermischt, nie frischer Mist. Kein Dünger darf direkt an den Wurzeln liegen. Geben Sie Mineraldünger ins Loch, arbeiten Sie die eine Hälfte in die Sohle ein und mischen Sie die andere unter die Erde in der unteren Hälfte des Lochs. Phosphor, Kalium und Kalk geben Sie nach einer Bodenanalyse. Wie viel Mist ein junger Baum in den Folgejahren bekommt, zeigt der Artikel Mist als Dünger.
  • Tiefe. Der Wurzelhals soll nach dem Einfüllen etwa 5–6 cm über das umliegende Gelände hinausragen. Die Erde setzt sich, und der Baum steht dann genauso tief wie in der Baumschule. Als Hilfe dient eine Latte oder ein Brett quer über dem Loch. Bei hohem Grundwasserstand pflanzen Sie auf einen Hügel aus aufgeschütteter Erde.
  • Angießen. Bei der Frühjahrspflanzung gießen Sie immer an, bei der Herbstpflanzung in trockenen Gebieten, mit etwa 20–30 Litern Wasser. Den Gießrand bestreuen Sie danach mit trockener Erde oder Mulch, damit das Wasser nicht verdunstet.
  • Winterschutz der Wurzeln. Bäume auf frostempfindlichen Unterlagen, etwa Birnen auf Quitte, häufeln Sie nach der Herbstpflanzung am Stämmchen 25–30 cm hoch mit Erde an. Im Frühjahr ziehen Sie den Hügel auseinander und formen daraus einen Gießrand von 1–1,5 m Breite.
BaumformPfahllänge
Hochstamm250 cm
Halbstamm210 cm
Viertelstamm160 cm
Buschbaum130 cm

Den Pfahl schlagen Sie vor dem Pflanzen mindestens 30 cm tief in die Sohle des Lochs. Er soll mindestens 6 cm stark sein, entrindet, mit glatt abgeschlagenen Aststummeln und abgerundetem oberem Ende. Haltbarer sind Pfähle aus Robinie oder Eiche, Fichte und Kiefer halten kürzer. Streichen Sie Pfähle nicht mit Teer oder ähnlichen Anstrichen, die Ausdünstungen schädigen die Wurzeln. Der Pfahl steht etwa 10 cm vom Stämmchen entfernt auf der Seite, aus der der Wind am häufigsten weht, sonst auf der Südseite, wo er das Stämmchen im Vorfrühling beschattet und vor Frostrissen schützt. Er darf nicht in die Krone reichen, höchstens bis 10 cm unter den untersten Ast. Bei höheren Formen auf tief wurzelnden Unterlagen entfernen Sie den Pfahl, sobald der Stamm kräftig genug ist (nach etwa 5–8 Jahren). Bäume auf schwach wachsenden Unterlagen brauchen dauerhaft eine Stütze.

Binden Sie den Baum direkt nach dem Pflanzen locker an und erst nach dem Setzen der Erde fest, am besten mit einem breiten Gurt oder Band in Achterform. Gummibänder, Draht oder dünne Schnur eignen sich nicht. Wie man einen älteren Baum verpflanzt, beschreibt der Artikel Gehölze pflanzen.

Pflanzschnitt der Krone: wann und wie stark

Ein gerodeter Baum verliert einen großen Teil seiner Wurzeln. Die übrigen Wurzeln könnten die ganze Krone nicht versorgen, der Baum würde schlecht wachsen, vorzeitig Früchte ansetzen und verkümmern. Die Krone wird deshalb im Verhältnis zu den Wurzeln gekürzt.

Wann. Bei der Frühjahrspflanzung direkt vor dem Pflanzen. Bei der Herbstpflanzung kürzen Sie die Krone im Herbst nicht, höchstens entfernen Sie überzählige Triebe. Gekürzt wird erst im Frühjahr vor dem Austrieb, sonst kann Frost die Knospen unter dem Schnitt schädigen.

Wie (Baum mit gesunden Wurzeln):

  1. Wählen Sie den Mitteltrieb und 3, höchstens 4 etwa gleich starke Triebe, die gleichmäßig um das Stämmchen verteilt sind. Äpfel und Birnen mit kurzem Fruchtholz (zum Beispiel ‚Idared‘ oder ‚Golden Delicious‘) können in sonniger Lage bis zu 5 Leitäste haben.
  2. Überzählige Triebe schneiden Sie auf Astring, oder Sie biegen sie bogenförmig und binden sie am Stämmchen fest. Meist bilden sich an ihnen Blütenknospen und im nächsten Jahr die ersten Früchte. Einen Konkurrenztrieb, der direkt unter dem Mitteltrieb steil nach oben wächst, entfernen Sie oder biegen ihn stark nach unten. Waagerechte Triebe und Triebe, die um mehr als die Hälfte schwächer sind als der Mitteltrieb, eignen sich nicht als Leitäste.
  3. Zuerst kürzen Sie die Leitäste: den höchsten um etwa zwei Drittel seiner Länge, die unteren um etwa die Hälfte, immer über einer nach außen zeigenden Knospe. Die Spitzen der Leitäste sollen etwa auf einer Ebene liegen.
  4. Dann kürzen Sie den Mitteltrieb so, dass seine Endknospe 10–20 cm über den Spitzen der Leitäste und über der Narbe des letztjährigen Schnitts liegt. Je schwächer Sorte und Leitäste und je kräftiger der Mitteltrieb, desto stärker kürzen Sie ihn. In windiger Lage lassen Sie die Endknospe auf der Seite, aus der der Wind weht. Der neue Trieb richtet sich dann im Wind senkrecht auf.
  5. Triebe, die im Sommer wachsen, korrigieren Sie erst im nächsten Frühjahr. Bei Äpfeln und Birnen biegen Sie Konkurrenztriebe schon im Sommer nach unten, spätestens bis Ende Juli, solange sie noch nicht verholzt sind.

Schwache Wurzeln oder Frühjahrspflanzung bei Trockenheit. Kürzen Sie die Leitäste stark, auf 1–3 Knospen mit nach außen zeigender Endknospe, und den Mitteltrieb höchstens auf 3–4 Knospen. Der Baum wächst besser an und bildet ein kräftiges Kronengerüst, der normale Erziehungsschnitt folgt im nächsten Frühjahr. Einen starken Pflanzschnitt brauchen immer Pfirsiche, die wenig Reservestoffe haben (mehr im Artikel Pfirsichbaum schneiden).

Krone mit wenigen Trieben. Süßkirschen, die in Stammhöhe veredelt sind, haben oft nur 2–3 kräftige Triebe. Hat die Krone nur zwei, kürzen Sie einen auf 5–6 Knospen und ziehen daraus eine neue Krone. Den zweiten schneiden Sie auf Astring, oder Sie kürzen ihn bei gutem Abstandswinkel auf die erste äußere Knospe. Bei drei Trieben kürzen Sie beide Leitäste auf die Hälfte bis ein Drittel ihrer Länge und lassen den Mitteltrieb 10–20 cm länger. Weitere Leitäste ziehen Sie in den folgenden Jahren heran.

Die Walnuss wird in der Ruhezeit nicht gekürzt, weil sie stark blutet. Ihre Krone legen Sie erst zu Beginn des Austriebs an (siehe Walnussbaum schneiden). Den Kronenaufbau in den Folgejahren beschreiben die Artikel Obstbaum-Formen und Baumschnitt.

Nachpflanzen an der Stelle eines alten Baums: Bodenmüdigkeit

Ein junger Baum, der dort gepflanzt wird, wo ein alter Obstbaum stand, wächst oft schlecht und stirbt manchmal ab. Der Boden ist ausgelaugt, hat eine schlechtere Struktur, enthält oft viele Nematoden und schädliche Mikroorganismen, und die Wurzeln der Obstbäume haben über die Jahre wachstumshemmende Stoffe abgegeben. Die Bodenmüdigkeit ist umso stärker, je älter der Baum war und je näher die neue Art mit ihm verwandt ist.

  • Am riskantesten: Pfirsich nach Pfirsich oder nach Süßkirsche, Süßkirsche nach Süßkirsche oder nach Pfirsich, bei den Sträuchern Johannisbeere nach Stachelbeere.
  • Weniger riskant: Steinobst (außer Süßkirschen) nach Kernobst und umgekehrt. In gutem Boden kann eine Birne nach einem Apfel und eine Zwetschge nach einer Süßkirsche folgen.
  • Am wenigsten empfindlich sind Äpfel, besonders auf schwach wachsenden Unterlagen. Sie lassen sich 2- bis 3-mal nacheinander an dieselbe Stelle pflanzen.

Was hilft. Am besten lassen Sie die Stelle mindestens ein halbes Jahr brach liegen, lockern sie mehrmals und sammeln die Reste der alten Wurzeln heraus. Noch besser bauen Sie ein Jahr lang Gemüse, Kartoffeln oder eine Gründüngung an und düngen den Boden mit Kompost oder Mist. Als Vorfrucht eignet sich auch Tagetes, die den Besatz mancher Nematoden verringert.

Müssen Sie sofort und dieselbe Art pflanzen, heben Sie ein großes Loch aus und tauschen die Erde komplett gegen fruchtbare Erde von einer Stelle aus, an der keine Obstbäume standen. Geben Sie etwa 20 Liter guten Kompost dazu, wählen Sie eine andere Unterlage als beim alten Baum und lassen Sie den jungen Baum in den ersten Jahren nicht unter Trockenheit leiden.

Obstbäume

Rote Äpfel in Holzfässern in einer Apfelplantage
Pfirsiche am Zweig eines Obstbaums
Süßkirschen mit dunkelroten Früchten am Zweig
Birnbaum mit reifen goldgelben Früchten am Ast
Reife blaue Zwetschgen am Zweig mit grünen Blättern
Gelbe Mirabellen am Zweig mit Blättern

Zierbäume

Gefiederte Blätter der Robinie im Gegenlicht
Japanische Blütenkirsche mit gefüllten rosa Blüten
Essigbaum mit roten Fruchtkolben im Raureif
Goldregen mit hängenden gelben Blütentrauben
Rote Blätter des Fächerahorns mit Tautropfen
Flieder als Hochstamm mit violetten Blütenrispen

Was gefällt Ihnen am Pflanzen von Bäumen?

Barbora Zelenková von der Arboristik-Akademie der gemeinnützigen Organisation Zelená Zeleni erzählt, was ihr am Pflanzen von Bäumen Freude macht.

Und was gefällt Ihnen am Pflanzen von Bäumen? Teilen Sie es mit uns und mit anderen Gärtnerinnen und Gärtnern. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Als Spalier an einer Ziegelmauer gezogener Obstbaum
Blühende Obstbäume in einer Streuobstwiese im Frühling
Apfelplantage mit roten und gelben Äpfeln in Spalierreihen
Junge Gehölze in Töpfen in einer Baumschule
Olivenhain mit graugrünen Bäumen in rotbrauner Erde
Als Spalier an einer Ziegelmauer gezogener Obstbaum

Wussten Sie schon, dass …

Einzelne Bäume auf grünen Hügeln in der Abendsonne

… Sie den Baum unterstützen, wenn Sie die feinen Saugwurzeln leicht anritzen – er bildet dann ein dichteres Geflecht davon aus.

… für wurzelnackte Obstbäume der Oktober und der Anfang November die ideale Pflanzzeit sind, wenn die Bäume schon in der Vegetationsruhe stehen.

… wurzelnackte Jungbäume so bald wie möglich nach dem Kauf gepflanzt werden sollten.

… die Bäume bei der Herbstpflanzung bis zum Wintereinbruch noch einwurzeln können. Der Boden darf dabei weder gefroren noch durchnässt sein.

… die Frühjahrspflanzung von Obstbäumen in der Regel im März und Anfang April stattfindet.

… Bäume auf schwach wachsenden Unterlagen dauerhaft eine Stütze brauchen.

… wärmeliebende Baumarten vor dem ersten Winter gegen Frost geschützt werden sollten – zum Beispiel mit Reisig, Stroh oder anderem isolierendem Material.

… Sie mit dem Pflanzen von Bäumen dafür sorgen, dass deutlich mehr Niederschlag zurückgehalten wird, was dem Wasserkreislauf und der Luftfeuchtigkeit der Umgebung zugutekommt.

… Düngee den Bäumen und Pflanzen ausgewogene organische Nährstoffe liefert und den Boden mit Humus versorgt – ein gut versorgter Baum wächst gleichmäßiger und reift besser aus.

… der Tag des Baumes ein Feiertag ist, der in mehr als 40 Ländern der Welt begangen wird und an dem am häufigsten neue Bäume gepflanzt werden.