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Pflege von Bäumen und Gehölzen: von der Schutzmaßnahme bis zur Baumpflege

Bäume begleiten die Menschheit seit Urzeiten. Lesen Sie, warum sie unsere Pflege verdienen und wie man sie richtig behandelt — von der Pflanzung über den Schnitt bis zum Schutz bei Baumaßnahmen.

Warum Menschen Bäume verehren: die jahrtausendealte Beziehung zwischen Mensch und Gehölz

Die Beziehung zwischen Menschen und Bäumen ist so alt wie die Menschheit selbst. Bäume wurden von jeher verehrt, gepriesen und geschützt. Es ist eine offene Frage, ob die ursprüngliche Ursache dieser Ehrerbietung ein gemeinsamer Teil des Evolutionsweges ist, der Schutz, den Bäume den Menschen bieten, die Bewunderung für ihre Mächtigkeit und Langlebigkeit oder auch die Bedeutung der Bäume als Rohstoff- oder Obstquelle, oder ihre schlichte Harmonie und Schönheit. Höchstwahrscheinlich ist es ein bisschen von allem — sicher ist jedoch, dass der Baum für viele Menschen ein Symbol des Lebens ist. Der Baum der Erkenntnis steht am Anfang der biblischen Geschichte, und das Absterben des letzten Baumes wird als Zeichen menschlicher Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur wahrgenommen, die zum Untergang führt.

Im tschechischen Umfeld hat die heilige Ehrfurcht vor Bäumen Tradition und zeigt sich in vielerlei Hinsicht noch deutlicher als in anderen Teilen der Welt. Für viele Freunde und Kollegen aus dem Ausland ist es häufig eine Überraschung, dass einzelne Bäume in den böhmischen Ländern traditionell auch gesetzlichen Schutz genießen. Der Umfang an Erkenntnissen und Informationen über Bäume und andere Gehölze ist enorm; Gehölze werden aus den unterschiedlichsten Aspekten erforscht, sei es als Teil von Ökosystemen, als eigenständige biologische Arten oder als Elemente der natürlichen oder vom Menschen beeinflussten Landschaft. Obwohl es heißt, dass man manchmal „vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht“, kommt es auch umgekehrt vor — dass wir vor lauter Wald die Bäume nicht sehen: Bäume als Individuen, aber auch als schöne Solitäre in der Landschaft oder als Teil von Alleen, Feldgehölzen oder im Gegenteil von Parks.

Was die Pflege von Nicht-Waldgehölzen alles umfasst: Inhalt eines Fachhandbuchs

Möglicherweise ist gerade die Breite der Perspektiven und die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten von Gehölzen der Grund, warum es in der tschechischen Literatur bisher kein Handbuch gibt, das die gesamte Thematik der Nicht-Waldgehölze als solche aus allen Blickwinkeln behandelt – angefangen bei ihrer Bedeutung für natürliche Prozesse bis hin zu den praktischen Aspekten ihrer Pflege. Die Publikation, die Sie vor sich haben, hat sich zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu schließen. Sie wird in einer Reihe von Methodik-Heften herausgegeben, die von unserer größten und zweifellos bedeutendsten Nichtregierungsorganisation im Naturschutz – dem Tschechischen Naturschutzbund – veröffentlicht werden. Ich bin der Meinung, dass es sich um eine sehr verdienstvolle Leistung handelt, die zudem auf hohem Niveau umgesetzt wurde.

Neben einem übersichtlichen Überblick über die Geschichte der Baumpflege in einem breiten Kontext bietet die Publikation detaillierte Informationen über die Bedeutung von Gehölzen als Lebensraum verschiedenster Organismen, über die ökologischen Zusammenhänge von Gehölzen im städtischen und siedlungsnahen Umfeld sowie ihre Bedeutung in der Landschaft. Der Überblick über die verwendeten Methoden zur Auswahl von Gehölzen, ihrer Pflanzung und Pflege, zum Schnitt, zu Konservierungstechniken und zur Sicherung von Baumkronen wird durch eine sehr wertvolle Abhandlung über den Schutz von Bäumen und Strauchbeständen bei Bautätigkeiten ergänzt, die zweifellos dazu beitragen kann, eine Vielzahl unnötiger Schäden am öffentlichen und landschaftlichen Grün zu vermeiden. Zum ersten Mal überhaupt erscheint in einer Publikation dieser Art ein Kapitel über Techniken der Höhenarbeit einschließlich der Baumpflege mit Klettertechnik. Auch die Besonderheiten von Naturdenkmal-Bäumen als spezifische Kategorie, die im geltenden Natur- und Landschaftsschutzgesetz verankert ist, werden nicht vergessen.

Für wen ist Baumpflege und Arboristik gedacht: Gärtner, Fachleute und Behörden

Ich bin überzeugt, dass diese Artikelserie zu einem unverzichtbaren Begleiter für alle werden wird, die sich für Bäume und Gehölze interessieren – von privaten Liebhabern der Gehölzpflege über Naturschützer bis hin zu Fachleuten, die ihren Lebensunterhalt mit der Pflege von Gehölzen verdienen. Sie wird zweifellos auch für Behörden des staatlichen Naturschutzes nützlich sein, sei es als Grundlage für kompetente Entscheidungen oder als Referenz zur Beurteilung des Ausmaßes und der Bedeutung von Gehölzschädigungen durch verschiedenste menschliche Aktivitäten. Sie kann auch anderen helfen, beispielsweise Bauunternehmen, die bei ihrer Tätigkeit Gehölzen so wenig wie möglich schaden möchten. Ich bin der Meinung, dass sie gewiss auch als übersichtliches Lehrbuch für alle dienen wird, die sich mit der Baumpflege befassen möchten oder für die diese Disziplin Teil ihres Studiums ist. Die Praxis wird zweifellos zeigen, welche Abschnitte in Zukunft einer Aktualisierung, Ergänzung oder Änderung bedürfen. Schon heute ist jedoch klar, dass die vorliegende Publikation hinsichtlich ihrer Vollständigkeit im tschechischen Umfeld ihresgleichen sucht.

Es bleibt nur zu wünschen, dass sie ihren Weg zu möglichst vielen derjenigen findet, die in unserem Land in jeder möglichen Hinsicht für Gehölze außerhalb des Waldes sorgen – sowie zu weiteren Leserinnen und Lesern.