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Astrophytum, „Bischofsmütze"

Eine beliebte Gattung, die oft als Edelstein unter den Kakteen gilt
  • Standort: warm und je nach Art sonnig oder halbschattig, Substrat mineralisch, nährstoffreich und locker
  • Höhe: in der Natur je nach Art bis zu 1,5 m, in Kultur wesentlich kleiner
  • Blütezeit: zu jeder Jahreszeit
  • Vermehrung: leicht durch Samen
Die Heimat dieser auffälligen Gattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae) ist Texas und Mexiko. Leider sind diese schönen Kakteen dort bereits fast vollständig ausgerottet. In Kultur sind Astrophyten (Astrophytum) nicht besonders anspruchsvoll und wachsen und blühen im richtigen Substrat gut.

Anbau

Sie können in einem leicht sauren, kalkfreien, humosen Gemisch mit einem höheren Anteil an lehmiger Erde und zerkleinertem Bimsstein kultiviert werden. Das Gießen muss vorsichtig erfolgen, besonders bei jungen Pflanzen. Während des Winters werden die Pflanzen bei einer Temperatur von 8–12 °C vollständig trocken gehalten. Abgehärtete Pflanzen vertragen auch leichte Fröste.

Die Anzucht von Sämlingen ist verhältnismäßig einfach. Da sie empfindlich auf Wurzelschäden reagieren, werden sie nur im unbedingt notwendigen Fall umgepflanzt. Das Pfropfen ist unnötig, Astrophyten in Faustgröße blühen auf eigenen Wurzeln gut.

Empfohlene Arten zum Anbau

Astrophytum asterias (Astrophytum asterias)

Eine wunderschöne Pflanze mit bewundernswerter Symmetrie. Sie hat einen flach kugelförmigen, graugrünen, regelmäßig geformten und dornenfreien Körper mit 7–8 breiten Rippen. Der Scheitel ist schwach wollig bedeckt, die Areolen sind groß, dick und weiß filzig. Die weit geöffneten, 3 cm langen und 4–5 cm breiten Blüten sind innen zitronengelb, im Schlund schwach rot und außen glänzend strohfarben.

Sternkaktus (Astrophytum asterias)

Astrophytum capricorne (Astrophytum capricorne)

Es hat Areolen mit maximal zehn hornförmig gebogenen, bis zu 7 cm langen, verflochtenen Dornen, die den kugelförmigen Körper bedecken. Die hell- bis zitronengelben glänzenden Blüten sind groß und an der Basis karminrot.

Ziegenkaktus (Astrophytum capricorne)

Astrofytum „Bischofsmütze"
(Astrophytum myriostigma)

Die bekannteste Art der Gattung. Sie hat einen kugeligen bis leicht länglichen, dornenfreien Körper mit vertieftem Scheitel und scharf kantigen Rippen (meist 5, höchstens 5–8, mindestens 3–4). Die Oberfläche ist mit weißen, filzigen Flocken bedeckt. Die bis zu 6 cm großen Blüten sind gelb und seidig glänzend.

Dieser Kaktus benötigt einen hellen und warmen Standort. Die Form ohne weiße Flocken, Astrophytum myriostigma var. nudum, hat einen reingrünen Körper und benötigt als „nackter“ Kaktus einen Halbschatten, da er sich sonst leicht rötlich verfärbt.

(Astrophytum myriostigma) „Bischofsmütze"
Stachellose „Bischofsmütze" (Astrophytum myriostigma)

Astrofytum (Astrophytum ornatum)

In der Jugend kugelförmig, im Alter säulenförmig. Es hat 8 Rippen, die in bogenförmigen Streifen mit weißen Flocken besetzt sind. Die Dornen sind lang, gerade, gelblich bis dunkelbraun. Die hellgelben Blüten sind groß, bis zu 9 cm breit.

Schmuck-Astrophytum (Astrophytum ornatum)
Gelbe Blüten schmücken das Astrophytum ornatum.