🚚 Packeta kostenlos ab 70,00 €

Blattläuse

Rindenläuse der Familie Lachnidae befallen Fichten und andere Gehölze. Übersicht über Symptome, Schadwirkung, Arten der Lachnidae und Möglichkeiten der biologischen Bekämpfung.

Rindenläuse (Familie Lachnidae)

Blattläuse (Lachnidae)

Wirtsgehölze:

  • Fichten,
  • andere Nadel- und Laubgehölze.

Symptome: zahlreiche Kolonien an den Zweigen junger Fichten. An älteren Bäumen sitzen sie eher an ein- bis vierjährigen Zweigen im Wipfelbereich. An den Saugstellen verursachen die Blattläuse Wachstumsstörungen und Kümmerwuchs der Zweige. An jungen Buchen rollen sich die Blätter ein und die Rinde junger Triebe reißt auf. Für Ameisen und Bienen sind Blattläuse wegen ihrer Honigtauproduktion von großer Bedeutung. Infolge des Befalls werden die mit Honigtau benetzten Stämme und Äste sekundär von Rußtaupilzen besiedelt.

Schädling

Geflügelte und ungeflügelte Blattläuse. An Fichten vor allem Cinara pilicornis, die Bewimperte Fichtenrindenlaus: braun, 2–4,5 mm groß, deutlich behaart und mit sechsgliedrigen Fühlern. Der Hinterleib trägt seitlich kleine Warzen. Die an Fichten lebenden Arten überwintern als dunkle Eier an den Nadeln.

Verwechslungsmöglichkeiten: zahlreiche weitere Blattlausarten, die an Bäumen leben und diese auf die gleiche Weise schädigen.

Schadwirkung

Blattläuse (Lachnidae)

Bei Massenvermehrung an jungen Bäumen und in Baumschulen kann starker Blattlausbefall zu kleineren Schäden führen, wobei einzelne Zweige absterben können.

Blattläuse bekämpfen

Vorrang haben biologische (Marienkäfer und ihre Larven, Schwebfliegen, Florfliegen u. a.) und biotechnische Verfahren (Kali-Schmierseife, Präparate auf Paraffinölbasis). Angesichts der geringen Schadwirkung dieser Blattläuse sollten synthetische Insektizide nur in absoluten Ausnahmefällen zum Einsatz kommen.

Blattläuse an Obstbäumen: wann eingreifen

An Äpfeln, Pflaumen, Kirschen und anderen Obstgehölzen richten Blattläuse zusammen mit Spinnmilben unter den saugenden Schädlingen die größten Schäden an. Durch ihr Saugen schwächen sie die Bäume, rollen die Blätter ein und verformen junge Triebe und Früchte. Außerdem übertragen sie Viren, etwa die Scharkakrankheit, gegen die es keine Behandlung gibt.

  • Winter und Vorfrühling. Die meisten Blattläuse an Obstbäumen überwintern als glänzend schwarze Eier an den Knospen und am jungen Holz. Gegen sie wirkt eine Austriebsspritzung mit Öl vor dem Knospenaufbruch. Sinnvoll ist sie vor allem dort, wo die Blattläuse im Vorjahr stark auftraten.
  • Kontrolle während der Vegetationszeit. Sehen Sie sich an fünf Bäumen insgesamt 25 zufällig ausgewählte Jungtriebe an. Ein Eingriff lohnt sich, wenn Sie mehr als zwei Kolonien finden.
  • Eingreifen, bevor sich die Blätter einrollen. In eingerollten Blättern sind die Blattläuse geschützt, und keine Spritzung erreicht sie.
  • Schonende Mittel wählen. Kali-Seife oder Präparate auf Ölbasis, sofern sie laut Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis des BVL zugelassen sind. Sie schonen Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen, die die Blattläuse weiter kostenlos vertilgen (mehr im Artikel Nützlinge im Garten).
  • Ameisen und Stickstoff. Ameisen schützen die Blattläuse vor ihren Fressfeinden und verteilen sie im Baum; hier hilft ein Leimring am Stamm. Weiche, üppige Triebe nach einer Stickstoff-Überdüngung locken Blattläuse an, deshalb lohnt sich eine ausgewogene Ernährung.

Weiße, watteartige Kolonien an der Rinde von Apfelbäumen stammen von der Blutlaus, Läuse an Nadelgehölzen beschreibt der Artikel Gallenläuse. Die Spritztermine im Obstgarten über das Jahr fasst der Artikel Obstbäume spritzen zusammen.