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Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis)

Gleichmäßige Feuchtigkeit ist beim Blumenkohl alles — trocknet er einmal aus, bleibt der Kopf klein und holt das nicht mehr auf.

Gesundes, schmackhaftes Gemüse mit höheren Ansprüchen im Anbau

  • Standort: Böden mit gleichmäßiger Wasserversorgung
  • Pflanzabstand: 50 x 40 cm (Frühsorten), 50 x 50 cm (Sommer- und Herbstsorten)
  • Anbauzeit: Jungpflanzen ab März für den frühen, sommerlichen und herbstlichen Anbau
  • Erntezeit: sobald der Kopf voll ausgebildet ist
  • Vermehrung: durch Aussaat

Der „Blumenkohlkopf“ ist ein umgewandelter, fest verdickter Blütenstand mit noch unentwickelten Blütenknospen. Die erste Abbildung von Blumenkohl in Deutschland stammt aus dem 16. Jahrhundert. Heute wird Blumenkohl weltweit angebaut. Der Anbau ist nicht einfach, denn auf die Bildung und Entwicklung des Kopfes wirken sich ungünstig aus: Wasser- und Nährstoffmangel, Temperaturschwankungen und zu hohe Temperaturen.

Blumenkohlpflanze im Beet mit noch kleinem weißem Kopf (Brassica oleracea var. botrytis)
Kopf und Blätter des Blumenkohls (Brassica oleracea var. botrytis)

Unter Lichteinfluss vergilbt der Kopf oder färbt sich violett. Aus gestaffelten Aussaaten von März bis Juni werden die Jungpflanzen üblicherweise vorgezogen, gepflanzt wird dann von April bis Juli.

Violetter Blumenkohl der Sorte 'Violetto di Sicilia' im Gemüsebeet
Blumenkohl 'Violetto di Sicilia'

Die Jungpflanzen müssen ohne Wachstumsstörungen herangezogen werden, damit es später nicht zu vorzeitiger Blütenbildung kommt (kleine, lockere Köpfe). Auch das Pflanzen zu großer Jungpflanzen führt zum Schossen der Pflanzen.

Während des Wachstums sind regelmäßiges Gießen, Hacken und Nachdüngen nötig. Damit der fertige Kopf weiß bleibt, werden kurz vor der Ernte die Blätter darüber gebrochen.

Bei hohen Sommertemperaturen bilden sich kleine, lockere Köpfe und viel Blattmasse. Fällt die Temperatur in einem warmen Sommer deutlich ab, kommt es am Kopf zur vorzeitigen Bildung von Blütenknospen.

Am Blumenkohl treten dieselben Krankheiten und Schädlinge auf wie bei anderem Kohlgemüse. Bei Molybdänmangel bilden sich keine Köpfe und die Herzblätter verformen sich.

Blumenkohl anbauen: so gelingt ein fester, weißer Kopf

Blumenkohl gehört zu den anspruchsvolleren Gemüsearten, unter den richtigen Bedingungen lässt sich aber ein fester, weißer Kopf in guter Qualität ernten. Der Schlüssel zum Erfolg sind ausreichend Feuchtigkeit, eine ausgewogene Nährstoffversorgung und stabile Temperaturen über die gesamte Vegetationszeit.

Kurz gefasst: von der Aussaat bis zur Ernte durchgehend gleichmäßig feucht halten — das entscheidet beim Blumenkohl mehr über die Kopfqualität als alles andere.

Blumenkohl ernten: Erntezeit und Reifezeichen

Blumenkohl wird geerntet, sobald der Kopf voll ausgebildet, fest und geschlossen ist. Bei zu später Ernte wird er locker und verliert an Qualität.

Häufige Fehler beim Blumenkohl-Anbau

Wassermangel → verformte Köpfe Temperaturschwankungen → vorzeitiges Schossen zu viel Stickstoff → viel Blatt statt Kopf zu späte Ernte → der Kopf zerfällt

Warum wird Blumenkohl gelb und wie verhindert man es?

Damit der Kopf nicht vergilbt, muss er vor direkter Sonne geschützt werden. Dazu bricht man die Blätter über dem Kopf ein — so behält er seine typische weiße Farbe und seine Qualität.

Blumenkohl düngen: der richtige Dünger

Blumenkohl braucht eine gleichmäßige Nährstoffversorgung, vor allem Stickstoff, Kalium und Spurenelemente wie Molybdän. Geeignet ist ein Gemüsedünger für Kohlgemüse; ein natürlicher Dünger wie DÜNGEE gibt die Nährstoffe langsam und gleichmäßig ab und unterstützt so die Bildung eines festen Kopfes.

Blumenkohl-Sorten und ihre Einteilung

KategorieSorten
FrühsortenMalinus, Allerfrühester Erfurter Zwerg, Opaal, Montano
Sommer- und HerbstsortenDelira, Fortuna, Nevada, Oze, Starlight, Siria
Sorten für den ganzjährigen AnbauNeckarperle, Celesta, Lukra
Sorten für den HerbstanbauDok, Flora Blanca, Hormade, Violetto di Sicilia (rosa-violetter Kopf), Alverda (grüner Kopf), Romanesco (grüner Spiralkopf)