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Buche

Wie sie aussieht, wo sie wächst und wie man sie pflegt

Fagus sylvatica
Rotbuche
Heimischer laubabwerfender Baum
Standort: sonnig bis schattig, normaler Gartenboden
Höhe: 25-30 m
Blütezeit: im Mai (Blüten unscheinbar)
Vermehrung: durch Aussaat, Gartenformen durch Veredelung

Von den 10 Arten der Gattung Fagus aus der Familie der Buchengewächse (Fagaceae), die in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel verbreitet sind, haben in der Gartenkultur nur die heimische Rotbuche und ihre zahlreichen Gartenformen größere Bedeutung. Kaukasische, ostasiatische und nordamerikanische Arten findet man bei uns nur in Arboreten und botanischen Gärten.

Solitäre Rotbuche (Fagus sylvatica) in herbstlicher Laubfärbung

Fagus sylvatica, die Rotbuche.
In der heimischen Flora ist die Buche ein Baum erster Ordnung, der eigenständig Buchenwälder bildet oder in Buchen-Mischwäldern wächst. Die wechselständigen Blätter sind mehr oder weniger zweizeilig an den abstehenden Zweigen angeordnet; sie sind 5-10 cm lang, eiförmig, dunkelgrün und am Rand gewellt. Die früh austreibenden Blätter leuchten hellgrün, im Herbst färben sie sich gelborange bis rotbraun und bleiben an jungen Pflanzen oft über den Winter hängen. Die männlichen Blütenstände hängen als langgestielte Köpfchen; sie liefern den Bienen Pollen.

Die Buche bevorzugt frische bis feuchte sandige oder steinige Lehmböden, die locker, durchlässig und ausreichend nährstoffreich sind. Schatten verträgt sie gut. Verwendet wird die Buche vor allem in Parks und in der freien Landschaft, für Gärten ist sie meist zu hoch. Nicht selten wird sie in Gärten jedoch für hohe Buchenhecken verwendet.

In Parks und großen Gärten pflanzt man einige der zahlreichen Gartenformen der Buche, die sich durch die Kronenform sowie durch Form und Farbe der Blätter unterscheiden.

Die wichtigsten Gartenformen

Blick in die Krone einer Rotbuche mit herbstlich gelben Blättern
  • ‚Asplenifolia‘ wächst anfangs langsam, später bildet sie hohe Bäume mit dichter Krone. Die Blätter sind grün, ungleich gelappt und geschlitzt, teils gefiedert oder bis auf 6 mm Breite verschmälert.
  • ‚Dawyck Gold‘ wächst schlank säulenförmig bis zu 10 m Höhe. Die Blätter sind beim Austrieb hellgelb, später glänzend grün, gelegentlich bronzefarben getönt.
  • ‚Dawyck‘ wächst säulenförmig bis schmal kegelförmig, etwa 25 m in die Höhe und 3 m in die Breite.
  • ‚Pendula‘ wächst anfangs langsam, später stehen die Äste mehr oder weniger waagerecht ab oder aufwärts, die Seitenäste wachsen meist senkrecht nach unten. Sie bildet oft malerische Baumgestalten.
  • Fagus sylvatica f. purpurea ist die Sammelbezeichnung für alle Sämlinge rotblättriger Buchen — der Blutbuchen. Der Baum wächst auf normale Weise, doch in Größe und Intensität der roten Blattfärbung gibt es große Unterschiede. Die Blätter sind beim Austrieb purpurbraun, später mehr bronzegrün. Gartenformen mit dauerhaft roter Blattfärbung werden vegetativ vermehrt.
  • ‚Purpurea Latifolia‘ wächst normal und kräftig. Die ziemlich großen Blätter sind schwarzbraun gefärbt.
  • ‚Purpurea Pendula‘ wächst schwach und wird meist auf einen Hochstamm veredelt. Die Zweige neigen sich in kurzen Bögen nach unten und tragen schwarzbraune Blätter.
  • ‚Riversii‘ bildet einen hohen Baum mit breiter Krone. Die Blätter sind sehr groß, glänzend schwarzbraun und verblassen im Herbst nur wenig.
  • ‚Swat Magret‘ hat denselben Wuchs und gleich große Blätter wie ‚Riversii‘, treibt aber früher aus und behält im Herbst eine beständige Blattfarbe.
  • ‚Zlatia‘ ist eine vor allem in England beliebte Sorte. Der Baum wächst normal, die Blätter sind anfangs goldgelb und stark glänzend, später gelblich grün.

Die Rotbuche

Botanische Illustration der Rotbuche (Fagus sylvatica) mit Habitus, Wurzelsystem, Blüten, Blättern und Bucheckern

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist ein majestätischer laubabwerfender Baum und fester Bestandteil der europäischen Wälder — in Deutschland ist sie der häufigste Laubbaum. Mit ihrer imposanten Höhe, die bis zu 40 Meter erreichen kann, und ihrer breiten Krone wird sie zum dominierenden Element der Waldlandschaft. Ihre glatte graue Rinde und die glänzenden dunkelgrünen Blätter verleihen ihr ein elegantes Aussehen, das in den Herbstmonaten in wunderschöne Gelb- und Brauntöne übergeht. Die Rotbuche passt sich verschiedenen Bodentypen gut an und wird für ihr hartes Holz geschätzt, das im Möbelbau wie im Bauwesen Verwendung findet. Außerdem bietet sie vielen Tierarten Unterschlupf und schafft ideale Bedingungen für das Wachstum weiterer Pflanzen.

Häufige Fragen: Buche

Wie hoch wird eine Buche?

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) wird 25 bis 30 Meter hoch und zählt zu den Bäumen erster Ordnung. In Gärten pflanzt man deshalb eher ihre kleineren Sorten.

Was ist der Unterschied zwischen Buche und Rotbuche?

Keiner — beides bezeichnet dieselbe Art Fagus sylvatica. Der Name Rotbuche leitet sich vom leicht rötlichen Holz ab, nicht von der Blattfarbe.

Wo wächst die Buche?

Sie bildet geschlossene Buchenwälder oder wächst in Mischwäldern. Sie verträgt sonnige wie schattige Standorte und kommt mit normalem Gartenboden aus.

Wie sehen die Blätter der Buche aus?

Wechselständig angeordnet, eiförmig und ganzrandig, im Herbst färben sie sich goldorange. An jungen Bäumen und geschnittenen Buchenhecken bleibt das trockene Laub über den Winter an den Zweigen.

Welche Gartenformen der Buche werden gepflanzt?

Am bekanntesten sind die Blutbuche und die Hängeformen; sie werden durch Veredelung vermehrt, weil sich ihre Eigenschaften nicht über Samen übertragen.

Womit sollte man eine Buche düngen?

Ein ausgewachsener Baum braucht keine Düngung. Junge Pflanzungen und geschnittene Buchenhecken freuen sich über eine Gabe im Frühjahr mit einem langsam wirkenden natürlichen Dünger.