Sommeraster (Callistephus chinensis)
Die Sommeraster blüht auf, wenn im Beet fast alles andere schon abgeblüht ist. Überblick über die Sortengruppen von der Teppichaster bis zur Straußenfeder-Aster und wie Sie der Fusariumwelke vorbeugen.
Beliebte Sommerblumen mit vielseitiger Verwendung und einem außergewöhnlich breiten Sortiment
- Standort: normale Gartenböden an vollsonniger Stelle
- Höhe: 20–80 cm
- Blütezeit: August–Oktober
- Vermehrung: durch Aussaat
Astern aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) stammen ursprünglich aus China. Als Sommerblumen sind sie weltweit beliebt, und das zeigt sich an mehreren hundert Sorten mit unterschiedlicher Höhe sowie unterschiedlicher Blütenform und -farbe. Sommerastern werden von März bis Mai unter Glas ausgesät – im Frühbeet oder im Gewächshaus. Die passende Keimtemperatur liegt bei 11–14 °C. Die pikierten Jungpflanzen kommen in der zweiten Maihälfte ins Freie.

Voraussetzung für eine gute Entwicklung und reiche Blüte der Sommerastern sind immer eine ausreichende Wassergabe und regelmäßiges Nachdüngen mit einem Mehrnährstoffdünger. Die Pilzkrankheit, die als Fusariumwelke bekannt ist, tritt bei Sommerastern recht häufig auf und stellt den Anbauerfolg infrage. Vorbeugen lässt sich mit welkeresistenten Sorten, mit gebeiztem Saatgut und damit, dass die Pflanzen nicht wiederholt an dieselbe Stelle mit verseuchtem Boden gesetzt werden.
Sommerastern eignen sich für Sommerbeete, für Einfassungen und zum Füllen kahler Stellen in Staudenbeeten. Höhere Sorten werden auch zum Schnitt verwendet.
Sortengruppen der Sommerastern
Das Astern-Sortiment ist so breit, dass es gärtnerisch nach Höhe und Blütezeit in vier Gruppen eingeteilt wird. Der Unterschied ist kein zierendes Detail, sondern entscheidet darüber, wohin die Pflanze überhaupt gehört: Eine zwanzig Zentimeter hohe Teppichaster kommt an die Beeteinfassung, eine achtzig Zentimeter hohe Straußenfeder-Aster in den hinteren Teil des Beetes oder direkt zum Schnitt in die Vase.
Niedrige Sorten
Diese Sorten werden 20–25 cm hoch und eignen sich vor allem für Beeteinfassungen und Blumenkästen.
- Bunte Teppichastern: werden in verschiedenen Farben angeboten, ihre Blüten sind gleichmäßig über die Pflanze verteilt.
- Astern Love-Me: tragen ab August große, fein strahlenförmige Blüten.
- Astern Milady: sind welkeresistent und bilden dicht verzweigte, kompakte Pflanzen.
- Astern Pinocchio: geeignet für Blumenkästen und Töpfe. Ab August blühen sie mit gefüllten Blüten in verschiedenen Farben.
- Astern Zwergkönigin: die Sorten ‚Blaukönigin‘ und ‚Schönheitskönigin‘ sind welkeresistent und blühen sehr reich.




Halbhohe Sorten
Diese Sorten werden 45–50 cm hoch und eignen sich zum Schnitt.
- Astern Frühwunder: bei früher Aussaat im Februar gehören sie zu den Pflanzen, die am zeitigsten – zu Sommerbeginn – aufblühen. Die Sorten sind welkeresistent und haben außergewöhnlich große Blüten.
- Pompon-Astern: bilden kugelig-kissenförmige Blüten in verschiedenen Farben.
Wenn Sie auch die ausdauernden Arten interessieren, lesen Sie mehr in unserem Artikel über Astern (Aster).


Hohe, mittelfrüh blühende Sorten
Sie erreichen eine Höhe von 65–80 cm und werden vor allem zum Schnitt angebaut. Im Beet gehören sie nach hinten, und den höheren Sorten sollte man eine Stütze geben, denn nach kräftigem Regen ziehen die gefüllten Blüten die Stiele zu Boden.
| Hohe, mittelfrüh blühende Sorten der Sommerastern | |||
|---|---|---|---|
| Sortengruppe | Höhe (cm) | Besonderheiten | Sorten |
| Andrella | 80 | einfache Blüten | ‚Martina Weibull‘ hellblau ‚Marie Weibull‘ reinweiß ‚Sophie Weibull‘ rosa |
| Madeleine | 80 | starker Wuchs, halbgefüllte Blüte | ‚Jugendbukett‘ rosa ‚Feuerteufel‘ leuchtend rot |
| Bukett | 70 | Blüten stehen waagerecht ab, keimt schlechter | ‚Roter Edelstein‘ rot ‚Victoria Scharlachglut‘ scharlachrot |
| Kissenastern (Prinzess) | 65 | helle Röhrenblüten, breitere Zungenblüten | ‚Eva‘ dunkelblau ‚Maja‘ lachsrot ‚Romi‘ hellblau |
| Kissenastern großblumig | 75 | Blüten etwa 12 cm breit, hervorragend zum Schnitt | verschiedenfarbige Sorten |
| Nadelastern | 60 | eng eingerollte Zungenblüten | verschiedene farbige Sorten |
| Straußenfeder-Astern | 80 | großblumig | verschiedene Sorten |
Hohe, spät blühende Sorten
Diese Sorten sind 60–80 cm hoch und blühen von September bis Oktober — genau deshalb lohnt es sich, sie zu pflanzen, auch wenn es davon weniger im Sortiment gibt. Wenn der Rest des Beetes längst abgeblüht ist, hält die Aster die Farbe bis zu den ersten Frösten.
| Spät blühende Sorten der Sommerastern | |||
|---|---|---|---|
| Sortengruppe | Höhe (cm) | Besonderheiten | Sorten |
| Kugelastern | 70 | große, kugelige Blüten | verschiedene farbige Sorten |
| Amerikanische Strauchastern | 80 | Blüten an langen Stielen | verschiedene Sorten |
Aussaat und Anbau
Die Sommeraster ist einjährig, es beginnt also jedes Jahr wieder mit dem Samen. Das ist kein Nachteil — gerade deshalb können Sie ihr jedes Jahr einen anderen Platz geben, was bei ihr wegen der Fusariumwelke entscheidend ist (mehr dazu weiter unten).
- Aussaat unter Glas von März bis Mai — ins Frühbeet oder Gewächshaus, zum Keimen genügen 11–14 °C. Höhere Temperaturen beschleunigen die Keimung nicht und lassen die Jungpflanzen unnötig vergeilen.
- Die Februar-Aussaat lohnt sich nur bei frühen Gruppen wie Frühwunder, wenn Sie schon zu Sommerbeginn blühende Astern haben wollen. Sie erfordert allerdings zusätzliche Beleuchtung, sonst bekommen Sie schwache Jungpflanzen.
- Pikieren Sie, sobald die Sämlinge die ersten echten Blätter haben. Astern vertragen das Pikieren gut und wurzeln danach besser ein.
- Ins Freie in der zweiten Maihälfte, nach den Eisheiligen. Die Aster verträgt leichte Kühle, Frost bekommt ihr aber nicht.
- Pflanzabstand nach Gruppe: niedrige Sorten 20 cm, hohe 30–40 cm. Zu dicht gepflanzte Astern trocknen schlechter ab, was ihr Krankheitsrisiko erhöht.
- Direktsaat ins Beet im April funktioniert ebenfalls, die Blüte verschiebt sich dann aber um zwei bis drei Wochen.
Sommerastern düngen
Die Aster ist eine einjährige Pflanze, die in einer einzigen Saison vom Samen bis zur vollen Blüte kommen muss — und das heißt: ohne Nährstoffe geht nichts. Voraussetzung für eine reiche Blüte sind ausreichende Wassergaben und regelmäßiges Nachdüngen.
- Lassen Sie die Jungpflanzen nach dem Auspflanzen zwei Wochen in Ruhe, damit sie einwurzeln. Erst danach kommt die erste Gabe.
- Danach düngen Sie alle 10–14 Tage, bis zum Beginn der Blüte.
- Sobald sich die ersten Knospen zeigen, nehmen Sie den Stickstoff zurück. Ein Stickstoffüberschuss führt zu üppigem Laub, brüchigen Stielen und kleineren Blüten.
- Organischer Dünger ist bei Astern die bessere Wahl als starke mineralische Lösungen. Er gibt die Nährstoffe nach und nach ab, sodass die Pflanze keinen einmaligen Überschuss bekommt, und er bleibt auch zwischen den Wassergaben im Boden.
- Wasser ist genauso wichtig wie Dünger. Eine Aster stellt bei Trockenheit das Wachstum ein und holt es nicht mehr auf — und in trockenem Boden verbrennt der Dünger zusätzlich die Wurzeln.
- Sorten, die zum Schnitt bestimmt sind, düngen Sie etwas kräftiger, weil Sie der Pflanze ganze Stiele entnehmen.
Fusariumwelke: das größte Problem der Astern
Wenn Astern rätselhaft welken, gerade als sie blühen sollten, ist es fast immer die Fusariumwelke — eine Pilzkrankheit, die im Boden lebt und über die Wurzeln in die Pflanze eindringt. Die Pflanze welkt zuerst in der größten Mittagshitze und erholt sich über Nacht, danach welkt sie endgültig. Am Stängelschnitt sind braun verfärbte Leitbündel zu sehen.
Behandeln lässt sie sich nicht, alles steht also auf Vorbeugung:
- Pflanzen Sie Astern nicht zwei Jahre hintereinander an dieselbe Stelle. Das ist die wirksamste Maßnahme überhaupt — der Pilz überdauert jahrelang im Boden.
- Wählen Sie welkeresistente Sorten. In der Übersicht oben sind das die Gruppen Milady, Zwergkönigin und Frühwunder.
- Befallene Pflanzen mit dem Wurzelballen herausziehen und nicht auf den Kompost geben — mit dem Kompost würde der Pilz im ganzen Garten verteilt.
- Nicht über das Laub gießen und nicht zu dicht pflanzen. Feuchtigkeit im dichten Bestand hilft der Krankheit.
- Übertreiben Sie es nicht mit Stickstoff. Überdüngte Astern sind anfälliger für die Welke.
- Kultivieren Sie sie im Gefäß, wenn Ihr Boden verseucht ist. In frischem Substrat wächst die Aster problemlos.
Häufige Fragen
Ist die Sommeraster einjährig oder eine Staude?
Einjährig. Callistephus chinensis wird jedes Jahr neu ausgesät und endet nach der Blüte. Die ausdauernden Astern, die jahrelang im Garten bleiben, gehören zu einer anderen Gattung — Sie finden sie in unserem Artikel über Astern (Aster). Dass beide „Aster“ heißen, ist die Quelle der meisten Missverständnisse.
Wann sät man die Sommeraster aus?
Unter Glas von März bis Mai bei 11–14 °C, die Jungpflanzen kommen in der zweiten Maihälfte ins Freie. Eine Februar-Aussaat bringt eine frühe Blüte, verlangt aber zusätzliche Beleuchtung. Direkt ins Beet lässt sich im April säen, die Blüte verschiebt sich dann um zwei bis drei Wochen.
Warum sind meine Astern welk, obwohl ich gegossen habe?
Fast sicher die Fusariumwelke. Sie erkennen sie daran, dass die Pflanze von unten nach oben welkt und am Stängelschnitt braune Leitbündel zu sehen sind, während der Boden feucht ist. Behandeln lässt sie sich nicht — ziehen Sie die Pflanzen mit dem Ballen heraus, geben Sie sie nicht auf den Kompost und pflanzen Sie Astern im nächsten Jahr woanders.
Wann blüht die Sommeraster?
Je nach Gruppe. Frühe Sorten beginnen im August, späte Gruppen blühen von September bis Oktober und halten bis zu den ersten Frösten durch. Genau diese späte Welle ist der Hauptgrund, warum man Astern anbaut — sie kommt zu einer Zeit, in der andere Sommerblumen schon abblühen.
Welche Aster eignet sich am besten als Schnittblume für die Vase?
Die hohen Gruppen, also 65–80 cm — Andrella, Madeleine, großblumige Kissenastern oder Straußenfeder-Astern. Schneiden Sie sie morgens, wenn die Blüte zu zwei Dritteln geöffnet ist, und stellen Sie sie in lauwarmes Wasser. Niedrige Teppichsorten eignen sich nicht zum Schnitt, sie haben zu kurze Stiele.
Muss man Astern entspitzen?
Müssen Sie nicht, Astern verzweigen sich von selbst. Wenn Sie aber eine große Blüte an einem langen Stiel zum Schnitt wollen, entfernen Sie die Seitenknospen und lassen nur die Endknospe stehen. Umgekehrt bekommen Sie durch Entspitzen der Triebspitze mehr, dafür kleinere Blüten — das lohnt sich bei Beetsorten.
Vertragen Astern Halbschatten?
Sie vertragen ihn, aber man sieht es. Die Aster will volle Sonne — im Halbschatten vergeilen die Stiele, sie blüht schwächer und ist anfälliger für Krankheiten, weil der Bestand langsamer abtrocknet. In den Schatten sollten Sie sie gar nicht setzen.
