Dattelpalme
Die Palme, die Sie sogar aus einer Dattel aus dem Supermarkt ziehen können. Sie will Licht, Wärme und einen tiefen Topf.

Dattelpalme – aufrecht wachsende Palme mit einem Fächer gefiederter Wedel
- Standort: hell bei Zimmertemperatur, in Einheitserde; im Sommer ein sonniger Platz im Freien
- Höhe: am Naturstandort über 20 m; in Zimmerkultur von 25 cm bis 2 m
- Vermehrung: durch Samen, auch aus Kernen kandierter Datteln
Die Echte Dattelpalme (Phoenix dactylifera) ist ein typischer Oasenbaum. In Arabien und in Nordafrika, wo sie zu Hause ist, wird sie bis zu 20 m hoch. Sie gehört zur Familie der Palmengewächse (Palmae). Auch in einem passenden Raum kann sie beachtliche Ausmaße erreichen.
Für die Zimmerkultur wird oft die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) als besonders robuste Art angeboten. Junge Wedel stehen aufrecht, ältere biegen sich leicht nach außen. Beide genannten Arten verbringen den Sommer gern im Freien. Im Winter brauchen sie eine Temperatur von 8 °C.
Anspruchsvoller und empfindlicher ist die Zwerg-Dattelpalme (Phoenix roebelenii), die aus Südostasien stammt. Sie ist zierlicher und eleganter und muss das ganze Jahr über im Zimmer stehen. Temperaturen unter 16 °C verträgt sie nicht. Sie braucht hohe Luftfeuchtigkeit und eher einen schattigen Standort!
Dattelpalme: Pflege und Gießen
Im Sommer wird reichlich mit weichem Wasser gegossen. Der Wurzelballen darf nie austrocknen. Steht die Palme im Winter kühl, gießen Sie entsprechend weniger. Auf Pflegefehler beim Gießen – zu hartes oder zu kaltes Wasser oder schlicht zu wenig davon – reagieren die Pflanzen mit braunen Flecken. Von Frühjahr bis in den Spätherbst wird wöchentlich gedüngt.
Dattelpalmen kommen mit normaler Einheitserde aus.
Jüngere Exemplare topft man jedes Jahr im Frühjahr um, ältere nur dann, wenn der Ballen stark durchwurzelt ist. Am besten verwenden Sie hohe, schmale Gefäße. Bei Palmen ist es besonders wichtig, das Abzugsloch mit einer Tonscherbe abzudecken. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können, und auch die Wurzeln dürfen das Loch nicht verstopfen. Die Drainageschicht nicht vergessen!
Stehen die Pflanzen im Winter zu warm, treten häufig Schädlinge auf. Dattelpalmen vermehrt man über Samen – das kann auch der Kern einer gekauften Dattel sein.
Häufig gestellte Fragen
Kann man eine Dattelpalme aus einer Dattel aus dem Supermarkt ziehen?
Ja, und das ist einer der wenigen Fälle, in denen das wirklich klappt. Getrocknete Datteln haben einen keimfähigen Kern; waschen Sie ihn vom Fruchtfleisch frei, weichen Sie ihn einen Tag ein und stecken Sie ihn bei etwa 25 bis 30 °C in feuchtes Substrat. Die Keimung dauert bis zu zwei Monate. Auch Kerne aus kandierten Datteln funktionieren.
Trägt eine Dattelpalme in der Wohnung Datteln?
Nein. Dafür braucht sie viele Jahre, sehr viel Wärme und vor allem eine männliche und eine weibliche Pflanze — die Dattelpalme ist zweihäusig. In Zimmerkultur zieht man sie als Blattpflanze.
Warum bekommt die Dattelpalme trockene Blattspitzen?
Meist wegen trockener Luft und dem Gießen mit hartem Wasser. Es hilft, die Wedel zu besprühen, weiches Wasser zu verwenden und die vertrockneten Spitzen abzuschneiden. Die zweite Ursache ist ein ausgetrockneter Wurzelballen.
Welchen Topf braucht die Dattelpalme?
Einen tiefen, denn sie bildet eine lange Pfahlwurzel. Ein niedriges, breites Gefäß liegt ihr nicht. Umgetopft wird im Frühjahr, alle zwei bis drei Jahre.
Verträgt die Dattelpalme den Sommer im Freien?
Ja, und es tut ihr gut — an einem sonnigen, geschützten Platz, sobald die Nachttemperaturen nicht mehr unter 12 °C fallen. An die volle Sonne gewöhnen Sie sie aber langsam, sonst verbrennen die Wedel.
Womit düngt man die Dattelpalme?
Von Frühjahr bis Spätsommer einmal im Monat, im Winter nicht düngen. Arbeiten Sie den Naturdünger DÜNGEE beim Umtopfen ins Substrat ein oder verwenden Sie einen Auszug zum Gießen; die Mengen finden Sie in der Dosierungstabelle.
